Gerst stellt Welt­raum­re­kord auf

As­tro­naut ist der Deut­sche, der die meis­ten Ta­gen im All ver­bracht hat

Märkische Oderzeitung Angerm‎ünde - - Aus Aller Welt -

Neu­er Re­kord­hal­ter: Alex­an­der Gers sa­lu­tiert scherz­haft auf der In­ter­na­tio­na­len Welt­raum­sta­ti­on ISS. Köln. Der As­tro­naut Alex­an­der Gerst (42) ist nicht nur der ers­te deut­sche Kom­man­dant auf der In­ter­na­tio­na­len Welt­raum­sta­ti­on ISS, jetzt wird er auch noch der Deut­sche mit der längs­ten Welt­raum­pra­xis sein. Zählt man sei­ne bei­den Welt­raum­mis­sio­nen zu­sam­men, so hat Gerst am Sonn­abend nach An­ga­ben des Deut­schen Zen­trums für Luft- und Raum­fahrt (DLR) 351 Tage im All ver­bracht. Da­mit bre­che er den bis­he­ri­gen Re­kord sei­nes Kol­le­gen Tho­mas Rei­ter, der 350 Tage im All ge­we­sen sei, sag­te Dlrspre­cher Andre­as Schütz.

So­mit ist Gerst auch in­ner­halb der Eu­ro­päi­schen Raum­fahrt­agen­tur Esa der As­tro­naut mit der längs­ten Zeit im All. Ei­ni­ge Rus­sen und Ame­ri­ka­ner wa­ren je­doch mehr als dop­pelt so lan­ge im Welt­raum.

„Ich freue mich für Alex von gan­zem Her­zen, vor al­lem weil ich weiß, wie viel Ar­beit, Mü­hen und Aus­dau­er not­wen­dig sind, um so ei­ne lan­ge Zeit im Or­bit zu ver­brin­gen“, sag­te Rei­ter. „Sei­ne Ar­beit als Wis­sen­schaft­ler, als Bor­din­ge­nieur und als Kom­man­dant ist nun un­trenn­bar mit der Ge­schich­te der ISS ver­bun­den. Nicht nur wir als eu­ro­päi­sche As­tro­nau­ten und Kos­mo­nau­ten kön­nen stolz dar­auf sein.“

Un­si­cher ist noch, ob Gerst zu sei­nem Re­kord et­was twit­tern wird. Wie schon bei sei­ner ers­ten Mis­si­on 2014 lässt der As­tro­naut sei­ne Fol­lo­wer auf Twit­ter an sei­ner Zeit im Welt­raum teil­ha­ben – mit be­ein­dru­cken­den Bil­dern von der Er­de und der Ar­beit auf der ISS.

Am 6. Ju­ni war Gerst zur ISS auf­ge­bro­chen, wo er zur­zeit mit fünf Kol­le­gen lebt. Sei­ne Rück­kehr zur Er­de ist für den 20. De­zem­ber ge­plant. (dpa)

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