Hommage an die Viel­falt

14 Ur- und Erst­auf­füh­run­gen beim dies­jäh­ri­gen „Ul­tra­schall“-Fes­ti­val für Neue Musik

Märkische Oderzeitung Bad Freienwalde - - Wo?hin! - Klassik -

Ber­lin. Mit „Ul­tra­schall Ber­lin 2019“fei­ern die Sen­der Deutsch­land­funk Kul­tur und rbb-Kul­tur­ra­dio vom 16. bis 20. Ja­nu­ar den 20. Ge­burts­tag die­ses Fes­ti­vals für Neue Musik. In 14 Kon­zer­ten sind im Haus des Rund­funks, im Ra­di­al­sys­tem, im Hei­mat­ha­fen und in der Volks­büh­ne ins­ge­samt 14 Ur- und Erst­auf­füh­run­gen zu er­le­ben. Dem Fes­ti­val­ge­dan­ken ge­treu, wer­den die­se und an­de­re jüngst ent­stan­de­ne Kom­po­si­tio­nen be­reits eta­blier­ten Wer­ken ge­gen­über­ge­stellt und auf die­se Wei­se pro­gram­ma­tisch in ei­nen mu­sik­his­to­ri­schen Kon­text ein­ge­bun­den.

So trifft das „Di­ver­ti­men­to“des erst­mals bei Ul­tra­schall Ber­lin ver­tre­te­nen Kom­po­nis­ten Mal­te Gie­sen auf das „III. Streich­quar­tett“von Beat Fur­rer, ein En­sem­ble­stück von Cha­ya Czer­no­win auf ei­ne Urauf­füh­rung des jun­gen En­g­län­ders Christian Ma­son. Hoch­ka­rä­ti­ge Künst­ler und En­sem­bles ma­chen die­se Be­zie­hun­gen zwi­schen den Wer­ken in ih­ren In­ter­pre­ta­tio­nen hör­bar. Da­zu ge­hö­ren ne­ben be­kann­ten „Ul­tra­schall“-Pu­bli­kums­lieb­lin­gen wie un­ter an­de­rem dem En- sem­ble Ad­ap­ter, dem Zaf­ra­an En­sem­ble oder dem en­sem­ble re­cher­che auch „Ul­tra­schall“-De­bü­tan­ten wie das No­tos Quar­tett oder die Cel­lis­tin und Kom­po­nis­tin Sé­veri­ne Bal­lon.

Zum Ju­bi­lä­um wer­den so­wohl das Deut­sche Sym­pho­nie­Or­ches­ter Ber­lin un­ter Syl­vain Cam­bre­ling und Si­mo­ne Young als auch das Rund­funk-Sin­fo­nie­or­ches­ter Ber­lin un­ter der Lei­tung von Micha­el Wen­de­berg er­neut das Pro­gramm mit prä­gen.

Zwei Kon­zer­te neh­men auf un­ter­schied­li­che Wei­se Be­zug auf die Ära und Klang­welt der ana­lo­gen Syn­the­si­zer: Das Trio Lan­ge-Ber­weck-Lo­renz un­ter­nimmt den Ver­such ei­ner his­to­ri­schen Auf­füh­rungs­pra­xis. Auf al­ten Syn­the­si­zern mit sorg­fäl­tig re­stau­rier­ten Klang­da­tei­en, kommt Ber­nard Par­me­gia­nis Tri­pty­chon „Stries“für drei Syn­the­si­zer und Ton­band zur Auf­füh­rung. En­no Pop­pe hin­ge­gen er­schafft mit sei­nem neu­en Werk „Rund­funk“ei­ne Hommage an die Klang­welt der vor­di­gi­ta­len elek­tro­ni­schen Musik – auf neun Syn­the­si­zern mit dem en­sem­ble mo­sa­ik zu er­le­ben.

Zu den wei­te­ren be­tei­lig­ten Künst­lern ge­hö­ren das GrauSchu­ma­cher Pia­no Duo, das Qua­tu­or Diot­ima, Hil­de­gard Rüt­zel (Mez­zo­so­pran) und Mix­t­u­ra (Kat­ha­ri­na Bä­uml, Schal­mei, Mar­git Kern, Ak­kor­de­on), das Bou­lan­ger Trio und die Neu­en Vo­cal­so­lis­ten.

Der größ­te Teil der Kon­zer­te wird von den Sen­dern über­tra­gen oder spä­ter ge­sen­det.

Mitt­woch (16.1.), bis Sonn­tag (20.1.), ver­schie­de­ne Spiel­or­te, Ber­lin, Pro­gramm un­ter: www. ul­tra­schall­ber­lin.de; Ti­ckets Tel. 03097 99374888

Fo­to: Uwe Ah­rens

Mu­si­ziert am Frei­tag um 17 Uhr im Ra­di­al­sys­tem: das No­tos Quar­tett

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