That­chers Angst vor Deutsch­land

Märkische Oderzeitung Beeskow - - Nachrichten -

Lon­don (dpa) Dass die frü­he­re bri­ti­sche Pre­mier­mi­nis­te­rin Mar­ga­ret That­cher von der deut­schen Wie­der­ver­ei­ni­gung nicht be­geis­tert war, ist be­kannt. Wie stark ihr Wi­der­wil­len war, ist seit Frei­tag in bis­lang un­ter Ver­schluss ge­hal­te­nen Do­ku­men­ten nach­zu­le­sen. Das bri­ti­sche Staats­ar­chiv ver­öf­fent­lich­te in­ter­ne Re­gie­rungs­do­ku­men­te aus den 80er-Jah­ren und dem Jahr 1990.

Dar­aus geht her­vor, dass That­cher von ih­ren Be­ra­tern nur mit Mü­he über­zeugt wer­den konn­te, das wie­der­ver­ei­nig­te Deutsch­land als Ver­bün­de­ten zu be­trach­ten. „We­sent­lich ist es, die Wör­ter Freund, Ver­bün­de­ter und Part­ner zu ver­wen­den, so­fern Sie das er­tra­gen kön­nen“, schrieb ein Be­ra­ter in ei­nem Brie­fing für die ei­ser­ne La­dy vor ei­nem Tref­fen mit dem deut­schen Bot­schaf­ter in Lon­don am 3. Ok­to­ber 1990. That­cher rang sich da­zu durch. In ei­nem Brief an den „lie­ben Hel­mut“gra­tu­lier­te sie schließ­lich auch dem da­ma­li­gen Bun­des­kanz­ler Kohl.

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