Ber­li­ner Kul­tur­pa­ket neu dis­ku­tiert

Bund ist of­fen für Ge­sprä­che mit Se­na­tor Klaus Le­de­rer

Märkische Oderzeitung Beeskow - - Kultur -

Berlin (dpa) Kul­tur­staats­mi­nis­te­rin Mo­ni­ka Grüt­ters (CDU) ist nach dem Amts­an­tritt der neu­en rot-rot-grü­nen Re­gie­rung in Berlin be­reit zu neu­en Ge­sprä­chen über den Haupt­stadt­fi­nan­zie­rungs­ver­trag. „Es ist ei­ne Fra­ge des An­stan­des, dem neu­en Kul­tur­se­na­tor Klaus Le­de­rer die Mög­lich­keit zu ge­ben, sei­ne ei­ge­nen Ide­en zu ent­wi­ckeln“, sag­te sie. „Dann müs­sen wir schau­en, ob man da­für das mit Micha­el Mül­ler be­reits ver­han­del­te Pa­ket noch ein­mal auf­schnü­ren muss oder ob wir an ein­zel­nen Stel­len nach­jus­tie­ren.“

Der Ver­trag re­gelt für je­weils zehn Jah­re, wie sich der Bund an Auf­ga­ben in Berlin be­tei­ligt, die sich aus der Rol­le als Haupt­stadt er­ge­ben. Die Haupt­be­rei­che sind in­ne­re Si­cher­heit, Lie­gen­schaf­ten und Kul­tur. Der neue Ver­trag ab 2018 war vor der Wahl zum Ab­ge­ord­ne­ten­haus weit­ge­hend aus­ge­han­delt, wur­de we­gen des noch of­fe­nen Strei­tes um ein Grund­stück für Woh­nun­gen („Dra­go­ner-Are­al“) aber noch nicht un­ter­zeich­net.

Grüt­ters be­ton­te, ihr An­lie­gen blei­be ein En­ga­ge­ment im Mu­sik­be­reich: „Bei ei­ner Stadt mit sie­ben Welt­klas­se-Orches­tern und drei Opern­häu­sern soll­te der Bund hier auch ei­nen Ak­zent set­zen.“Im Ge­spräch ist ei­ne Be­tei­li­gung an den Ber­li­ner Phil­har­mo­ni­kern und an den Opern­häu­sern.

Zu­dem geht es um die Auf­tei­lung der Be­triebs­kos­ten für das Hum­boldt Fo­rum. Der Be­trieb wird ab 2019 auf 50 bis 60 Mil­lio­nen Eu­ro jähr­lich ge­schätzt. „Grund­sätz­lich bleibt es bei der Zu­sa­ge, dass wir uns dau­er­haft auch über das bis­he­ri­ge Maß hin­aus als Bund in der Haupt­stadt en­ga­gie­ren wol­len“, sag­te sie.

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