Zug­brü­cke wird re­pa­riert

Stadt­ver­ord­ne­te stim­men für Er­halt der Holz­kon­struk­ti­on

Märkische Oderzeitung Beeskow - - Vorderseite - Von El­kE lang

Storkow. Die Stadt­ver­ord­ne­ten von Storkow ha­ben am Don­ners­tag für die Re­pa­ra­tur der Zug­brü­cke ge­stimmt. Die Holz­kon­struk­ti­on soll mit neu­en Waa­ge­bal­ken er­hal­ten blei­ben.

Storkow. Der schlech­te Zu­stand von Brü­cken und Stra­ßen war The­ma der Stadt­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung am Don­ners­tag. Kon­kret ging es um die Sa­nie­rung der Zug­brü­cke, mehr als 400 Bür­ger ha­ben zu­dem ei­ne Pe­ti­ti­on für die Sa­nie­rung von Stra­ßen un­ter­schrie­ben.

Die Fra­ge, ob Holz­kon­struk­ti­on mit neu­en Waa­ge­bal­ken oder Stahl­kon­struk­ti­on, um die Zug­brü­cke wie­der funk­ti­ons­tüch­tig zu ma­chen, wur­de am Don­ners­tag in der Stor­kower Stadt­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung ent­schie­den. Die Zeit drän­ge, so Bau­amts­lei­ter Ro­bert Hent­schel, da jetzt die Aus­schrei­bung für die Ar­bei­ten er­fol­gen müs­se, wenn die Brü­cke mit Be­ginn der neu­en Boots­sai­son re­pa­riert sein soll. Für ei­ne Stahl­kon­struk­ti­on, die durch die Denk­mal­be­hör­de ge­neh­mi­gungs­fä­hig sei, spre­che ei­ne län­ge­re Nut­zungs­dau­er als für ei­ne Holz­kon­struk­ti­on. Auch sei die Stör­an­fäl­lig­keit klei­ner. Der Nach­teil: Es wä­re zwar kein voll­stän­di­ger Neu­bau nö­tig, aber da ei­ne neue Prüf­sta­tik ge­for­dert sei, wür­den die Kos­ten „deut­lich hö­her“aus­fal­len, so Ro­bert Hent­schel. Das Bau­amt geht von 85 000 Eu­ro aus, For­de­rung nach Stra­ßen­sa­nie­rung: Stor­kows Bür­ger­meis­te­rin Cor­ne­lia Schul­ze-Lud­wig (links) über­gab der Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Eli­sa­beth Al­ter 400 Un­ter­schrif­ten mit die­ser For­de­rung.

wo­bei auch die op­ti­sche Wir­kung ei­ne Rol­le spie­le, für die es meh­re­re Va­ri­an­ten ge­be. Da bis März 2026 zu­dem ei­ne Zweck­bin­dungs­frist für die Holz­brü­cke be­ste­he, ge­be es für die Stahl­kon­struk­ti­on, die ei­nem Neu­bau gleich­kommt, wahr­schein­lich kei­ne För­der­mit­tel.

Für das blo­ße Er­set­zen der Waa­ge­bal­ken als Holz­kon­struk­ti­on, und zwar mit der halt­ba­re­ren Si­bi­ri­schen Lär­che, spre­che, dass es schnel­ler zu ver­wirk­li-

chen sei. „Al­le an­de­ren Tei­le kön­nen wei­ter­ver­wen­det wer­den, und ei­ne neue Prüf­sta­tik ist auch nicht nö­tig“, er­klär­te der Bau­amts­lei­ter. Die Kos­ten wer­den auf rund 60 000 Eu­ro ge­schätzt.

Die Stadt­ver­ord­ne­ten stimm­ten mehr­heit­lich der Bei­be­hal­tung der Holz­kon­struk­ti­on zu und be­schlos­sen als über­plan­mä­ßi­ge Aus­ga­be für die Brü­cken­un­ter­hal­tung 70 000 Eu­ro be­reit­zu­stel­len. Die­se sol­len aus den all­ge­mei­nen Schlüs­sel­zu­wei­sun­gen ge­nom­men wer­den. Wie Bau­amts­lei­ter Ro­bert Hent­schel sag­te, sol­le es bei den Ar­bei­ten höchs­tens für ei­nen Tag ei­ne Sper­rung der Brü­cke für den Au­to­ver­kehr ge­ben, näm­lich, wenn der Fahr­bahn­teil der Zug­brü­cke her­aus­ge­nom­men wer­den muss.

Be­reits vor der Sit­zung hat Bür­ger­meis­te­rin Cor­ne­lia Schul­zeLud­wig ei­ne Pe­ti­ti­on mit über vier­hun­dert Un­ter­schrif­ten von Stor­kower Bür­gern an die Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Eli­sa­beth Al­ter (bei­de SPD) über­ge­ben. Die Pe­ti­ti­on be­trifft den nicht zu­frie­den­stel­len­den Zu­stand der Lan­des­stra­ßen in der Stor­kower Kern­stadt und in den Orts­tei­len. Als Bei­spiel für die Orts­tei­le nann­te die Bür­ger­meis­te­rin die Orts­durch­fahrt Kum­mers­dorf, bei der es zu­sätz­lich um Lärm­schutz ge­he.

Eli­sa­beth Al­ter sag­te, dass auch sie das bei ih­ren Fahr­ten durch den Land­kreis er­kannt ha­be. Die Po­li­ti­ke­rin räum­te al­ler­dings ein, dass man durch die­se Pe­ti­ti­on nicht gleich mit Er­folg rech­nen kön­ne. Man müs­se je­doch im­mer wie­der den Fin­ger in die Wun­den ste­cken, und „ein ste­ter Trop­fen höhlt den Stein“. Wie es mit not­wen­di­gen Ar­bei­ten an den Stor­kower Stra­ßen wei­ter­geht, bleibt wei­ter of­fen. Ge­den­ken: Mat­thi­as Nitz­sche legt ei­nen Kranz nie­der. Nitz­sche war Re­ser­vist der Bun­des­wehr und ist als Eh­ren­mit­glied des Re­gi­ments Queens der bri­ti­schen Ar­mee ge­kom­men.

Fo­to: Jörn Tor­now

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