Ko­s­tü­me, Tanz und Live-Musik

Zam­pe­rer zo­gen am liebs­ten zu Live-Musik durch die Dör­fer / Ei­ni­ge bas­tel­ten Ko­s­tü­me selbst

Märkische Oderzeitung Beeskow - - Vorderseite - Von Cin­dy Tei­CherT el­ke lang

Lin­da Schulze, Udo Schaaf, In­go Schulze, Re­né Kö­nig und Fan­ny Un­ger (v. l.) hat­ten am Sonn­abend Spaß beim Zam­pern in Scha­dow. Sie tanz­ten zur Live­mu­sik der „Klei­nen Lu­bol­zer Blas­mu­sik“. Udo Schaaf und Re­né Kö­nig sind zum Zam­pern aus Lands­berg in Sach­sen-An­halt an­ge­reist. Am Abend spiel­te in Scha­dow die „4&eins-Band“und es wur­den lus­ti­ge Ein­la­ge ge­zeigt, in de­nen Män­ner den Frau­en ih­re ty­pi­schen Ma­cken vor­führ­ten. Die Dör­fer Mitt­wei­de, Ra­gow, Tau­che, Gie­sensdorf und Wul­fers­dorf zam­per­ten auch. Fo­to: Cin­dy Tei­chert

Bees­kow. In der Re­gi­on wur­de wie­der kräf­tig ge­zam­pert. Die Tau­cher, Ra­go­wer, Gie­sensdor­fer, Wul­fers­dor­fer, Mitt­wei­der und Scha­do­wer zo­gen mit Musik und Ver­klei­dun­gen durchs Dorf und sam­mel­ten für die an­schlie­ßen­den Fei­ern.

Be­reits am Frei­tag star­te Wul­fers­dorf und Gie­sensdorf ins när­ri­sche Wo­che­n­en­de. Sonn­abend ging es dann mit den Gau­di Buam zum Zam­pern durch die bei­den Or­te. „Wir wer­den übe­r­all herz­lich emp­fan­gen und su­per ver­pflegt“er­zähl­te Fast­nachts­che­fin Man­dy Gal­lasch. Be­son­ders be­liebt sind die Bou­let­ten von Ka­rin Leh­mann. „Nie­mand be­kommt die so gut hin, wie Ka­rin“so der Te­nor. Und so wa­ren die 133 Fleisch­klop­se im Nu von den et­wa 75 Kos­tü­mier­ten ver­putzt. Am Abend wur­de dann in der Fest­hal­le in Gie­sensdorf mit der Soun­dup-Live­band ge­fei­ert. Na­tür­lich hat­ten auch die Bru­der­schaft vom Küs­ter­berg, die Ama­zo­nen vom Wein­berg, die Pfef­fer­streu­er vom Lüt­chen­berg, die WuGi-Sis­ters und – neu in die­sem Jahr – die Knall­tü­ten auf Pro­be ih­ren Auf­tritt wäh­rend des ein­stün­di­gen Pro­gram­mes. Die­ses wird in zwei Wo­chen beim Eier­ku­chen­ball noch ein­mal wie­der­holt.

In Mitt­wei­de hat­ten Hen­ri­et­te Eng­ler und Vi­vi­en Wer­schun den Hut fürs Pro­gramm auf. Ge­mein­sam mit den Män­nern des Dor­fes stu­dier­ten die jun­gen Frau­en ei­ne schö­ne Lie­bes­ge­schich­te ein. Ge­zam­pert wur­de in Mitt­wei­de na­tür­lich auch. Um die 50 Haus­hal­te be­such­te man mit den Lie­be­ro­ser Mu­si­kan­ten. Ei­ne gro­ße Mit­tags­pau­se gibt es im­mer bei Fa­mi­lie Kupsch. Dort im ehe­ma­li­gen Dorf­kon­sum ist ge­nü­gend Platz um die hung­ri­ge Meu­te zu ver­sor­gen. Sieg­lin­de Kupsch hat­te be­leg­te Eier­stul­len, Piz­za und Würst­chen vor­be­rei­tet. An­ja Blas­ke und An­dré Mei­burg steu­er­ten dem Mit­tags­mahl noch Ca­ba­nos­si­sup­pe und Borschtsch bei. Da­mit sich das gu­te Es­sen nicht auf die Fi­gur aus­wirkt, wur­de an­schlie­ßend gleich die „Lau­ren­zia“ge­spielt. Beim Tanz zu die­sem Lied muss man un­ent­wegt in die Ho­cke ge­hen, was gleich­zu­set­zen ist mit sport­li­chen Knie­beu­gen.

Su­per Stim­mung herrsch­te auch in Scha­dow. Et­wa 90 Kos­tü­mier­te zam­per­ten dort mit. Udo Schaaf und Re­né Kö­nig sind da­für ex­tra aus Lands­berg in Sach­sen-An­halt an­ge­reist. Die bei­den als Schwein­chen ver­klei­de­ten Stim­mungs­ka­no­nen amü­sier­ten sich schon zum wie­der­hol­ten Ma­le bei der Scha­do­wer Fast­nacht. Im Grup­pen­kos­tüm un­ter­wegs wa­ren Chris­ta und Jes­si­ka Haa­se, Ma­ri­na Görs­dorf und Ka­rin Za­gier­s­ky. Sie stell­ten in Net­zen ge­fan­ge­ne Fische dar. Chris­ta Haa­se und Ma­ri­na Görs­dorf sind seit 1982 im­mer in selbst­ge­mach­ten Ko­s­tü­men mit da­bei. „Das Bas­teln der Ko­s­tü­me ist doch das Schöns­te an der Fast- nacht, das las­se ich mir nicht neh­men“so Ma­ri­na Görs­dorf, für die ein ge­kauf­tes Fer­tig­kos­tüm nicht in Fra­ge kä­me.

In Tau­che wird in die­sem Jahr die Wei­ber­fast­nacht ge­fei­ert. „Au­ßer Jo­chens Jungs, der Blas­ka­pel­le aus Wie­senau, sind beim Zam­pern kei­ne Män­ner da­bei“, sag­te Cath­le­en Wun­der­lich la­chend. Sie ge­hört mit Han­ni Gras­me zu den rund 45 Tau­cher Fast­nachts­wei­bern, die sich ums Jahr mit den Män­nern ab­wech­seln und von de­nen je­de ih­re Auf­ga­be bei der Vor­be­rei­tung und Durch­füh­rung hat. Es ging schon am Frei­tag in der Gast­stät­te „Zur Son­ne“mit Tanz los, und der Zam­per­tag selbst en­de­te mit Tanz und ei­nem schmis­si­gen Pro­gramm un­ter dem The­ma „Heu­te schon ...“Der Nach­mit­tag ge­hör­te den Kin­dern, „da­mit wir recht­zei­tig un­se­ren Fast­nachts­nach­wuchs her­an­zie­hen“, so Han­ni Gras­me. Der Eier­ku­chen­ball fin­det am 26. Ja­nu­ar, 19.30 Uhr in der „Son­ne“statt.

In Ra­gow wa­ren eben­falls den gan­zen Tag über bis zu 40 Leu­te un­ter­wegs, an­ge­führt von ei­nem mit­rei­ßen­den Mu­si­kan­ten­mix. Von 9 bis 16 Uhr klap­per­ten sie 80 Grund­stü­cke ab. „Die Leu­te sind spen­den­freund­lich und tanz­freu­dig“, war Ron­ny Scho­ber zu­frie­den. Er hält mit Ehe­frau Do­re­en und ei­nem Fast­nachts­team von 15 Nar­ren die Or­ga­ni­sa­ti­on in den Händen. Auch hier wur­den am Abend die Bei­ne ge­schwun­gen. Der Mär­ki­sche Dorf­krug koch­te bei den Tän­zen und Sket­chen zur „Ent­ste­hung Ra­gows mit Blick in die Zu­kunft“. Der Eier­ku­chen­ball wird am glei­chen Ort am 25. Ja­nu­ar ge­fei­ert.

„Das Bas­teln der Ko­s­tü­me ist doch das Schöns­te an der Fast­nacht“Ma­ri­na Görs­dorf

Fo­tos (3): Cin­dy Tei­chert

Nach­wuchs: Auch die Ju­gend war beim Zam­pern in Wul­fers­dorf und Gie­sensdorf ver­tre­ten. Am Abend hat­ten sie ih­ren ers­ten Auf­tritt als „Knall­tü­ten“.

Fo­to: El­ke Lang

Auf ei­nem Hof in Tau­che: Det­lef und Bar­ba­ra Gras­me lie­ßen sich nicht lan­ge zum Tan­ze bit­ten.

Fo­to: El­ke Lang

Nar­ren mit Stra­ßen­the­ke: In Ra­gow gab es ei­nen Wa­gen mit al­ler­lei Ess- und Trink­ba­rem.

Udo Schaaf und Re­né Kö­nig zam­per­ten in Scha­dow.

Han­nes und Jür­gen Men­zel amü­sier­ten sich in Mitt­wei­de.

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