Aus Ka­ser­ne wird Amts­ge­richt

Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um rech­net mit ei­ner Fer­tig­stel­lung im Spät­som­mer 2021 / Land in­ves­tiert 11,7 Mil­lio­nen

Märkische Oderzeitung Eberswalde - - Vorderseite -

Ebers­wal­de. Im Spät­som­mer 2021 soll das Amts­ge­richt ins Lan­des­be­hör­den­zen­trum nach Sü­dend um­zie­hen. Die Sa­nie­rung des ehe­ma­li­gen Ka­ser­nen­baus hat be­gon­nen.

Ebers­wal­de. Jetzt gibt es ei­nen Fahr­plan und ei­nen Fer­tig­stel­lungs­ter­min. Im Spät­som­mer 2021 soll das Amts­ge­richt Ebers­wal­de von der Brei­ten Stra­ße ins Lan­des­be­hör­den­zen­trum nach Sü­dend um­zie­hen. Dies er­klär­te Uwe Krink, Pres­se­spre­cher im Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um, auf An­fra­ge.

Nach der Si­che­rung der Ge­bäu­de­sub­stanz durch ei­ne neue Dach­ein­de­ckung ha­ben im Haus 12, ei­ner ehe­ma­li­gen Ka­ser­ne, auf dem Ge­län­de an der Tram­per Chaus­see die Um­bau- und Sa­nie­rungs­ar­bei­ten be­gon­nen. Ne­ben Maß­nah­men an der Grün­dung, die zur Ver­bes­se­rung der Trag­fä­hig­keit der De­cken­las­ten die­nen, lau­fen ge­gen­wär­tig Roh­bau­ar­bei­ten, so Krink, „um die künf­ti­gen Raum­zu­schnit­te für die Nut­zung des Amts­ge­rich­tes her­zu­stel­len“. Ver­an­schlagt sei­en Bau­kos­ten von ins­ge­samt et­wa 11,7 Mil­lio­nen Eu­ro.

Mit dem Wech­sel nach Sü­dend wür­den sich die Ar­beits­be­din­gun­gen für die Kol­le­gen des Ge­richts deut­lich ver­bes­sern. Es ent­ste­hen bei­spiels­wei­se mo­der­ne Rich­ter­sä­le. Gleich­zei­tig wür­den sich die Si­cher­heits­stan­dards er­hö­hen. Zu­gangs­kon­trol­len über ei­ne Si­cher­heits­schleu­se „ge­währ­leis­ten den Schutz von Per­so­nen und Sach­wer­ten“. Da­bei pro­fi­tie­re das Ge­richt klar von der Nach­bar­schaft zur Staats­an­walt­schaft und den So­zia­len Di­ens­ten der Jus­tiz. Die­se bei­den Ein­rich­tun­gen wa­ren be­kannt­lich be­reits im Herbst 2016 ins Lan­des­be­hör­den­zen­trum ge­zo­gen, ha­ben jetzt im Haus 13 ih­ren Sitz. Mit Blick auf die Plä­ne fürs Amts­ge­richt war sei­ner­zeit zwi­schen den Häu­sern

schon ei­ne Ver­bin­dung, ei­ne Art Qu­er­rie­gel, ge­schaf­fen wor­den. Die­ser Neu­bau­trakt sei dann der ge­mein­sa­me Ein­gang für bei­de Jus­tiz­ein­rich­tun­gen: Staats­an­walt­schaft und Ge­richt. Zu­dem sei­en dort u. a. Wacht­meis­te­rei und Post­stel­le an­ge­sie­delt.

Mit der Fer­tig­stel­lung von Haus 12 soll das Amts­ge­richt an ei­nem Stand­ort kon­zen­triert wer­den, so Krink. Grund­buch­amt und Ab­tei­lung Be­treu­ung, vor­mals hat­te die­se Ne­ben­stel­le an der Ber­ger­stra­ße ihr Do­mi­zil, sind zwar schon in Sü­dend, al­ler­dings per In­te­rims­lö­sung im frü­he­ren Schul­amt we­ni­ge Me­ter von Haus 12 ent­fernt. Mit dem Um­bau ent­stün­den auch ein zeit­ge­mä­ßes Grund­buch­amt und mo­der­ne Ar­chi­ve, sag­te Krink wei­ter. Das jet­zi­ge Ge­richts­ge­bäu­de soll „nach heu­ti­gem Kennt­nis­stand“ver­kauft wer­den. Ei­nen Be­darf zur wei­te­ren Nut­zung durch Lan­des­be­hör­den ge­be es mo­men­tan nicht. (vp)

Foto: Sö­ren Tetzlaff

Ein­ge­zäunt: Haus 12 im Lan­des­be­hör­den­zen­trum, einst Ka­ser­ne, wird der­zeit zum Amts­ge­richt aus­ge­baut. Ne­ben­an die 2016 be­zo­ge­ne Au­ßen­stel­le der Staats­an­walt­schaft. Auch das Ar­beits­ge­richt hat in Sü­dend sei­nen Sitz.

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