Por­tu­gie­se schlägt US-Kan­di­dat

Märkische Oderzeitung Eisenhüttenstadt - - Nachrichten -

Genf. Der Por­tu­gie­se An­tó­nio Ma­nu­el de Car­val­ho Fer­rei­ra Vi­to­ri­no soll ab Ok­to­ber die In­ter­na­tio­na­le Or­ga­ni­sa­ti­on für Mi­gra­ti­on (IOM) der Ver­ein­ten Na­tio­nen füh­ren. Die 169 Mit­glieds­län­der wähl­ten den frü­he­ren por­tu­gie­si­schen Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter und EU-Kom­mis­sar am Frei­tag in Genf, wie die IOM mit­teil­te. Der US-Kan­di­dat Ken Isaacs konn­te sich nicht durch­set­zen. Die Wahl Vi­to­ri­nos gilt des­halb als Schlap­pe für US-Prä­si­dent Do­nald Trump.

Der So­zia­list Vi­to­ri­no wur­de 1957 ge­bo­ren und war Rich­ter am obers­ten Ge­richt Por­tu­gals. In der EU-Kom­mis­si­on war er von 199 bis 2004 für Jus­tiz und in­ne­re An­ge­le­gen­hei­ten zu­stän­dig. An der IOM-Spit­ze löst Vi­to­ri­no den US-Ame­ri­ka­ner Wil­li­am Swing (83) ab, der nach zwei fünf­jäh­ri­gen Amts­zei­ten in den Ru­he­stand tritt. Fast al­le bis­he­ri­gen IOM-Ge­ne­ral­di­rek­to­ren stamm­ten aus den USA.

Die 1951 ge­grün­de­te IOM hat 10 000 Mit­ar­bei­ter und setzt sich welt­weit für ei­ne ge­re­gel­te und si­che­re Mi­gra­ti­on ein. Sie leis­tet Mi­gran­ten auch hu­ma­ni­tä­re Hil­fe, wie et­wa im Mit­tel­meer­raum. (epd)

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.