St­ein­mei­er ge­denkt der NS-Op­fer in Weiß­russ­land

Be­such der neu­en Er­in­ne­rungs­stät­te bei Minsk

Märkische Oderzeitung Eisenhüttenstadt - - Nachrichten -

Ber­lin. Bei der Er­öff­nung der Ge­denk­stät­te Ma­lyj Tros­te­nez in Weiß­russ­land hat Bun­des­prä­si­dent Frank-Walter St­ein­mei­er an das Aus­maß der von Deut­schen be­gan­ge­nen Ver­bre­chen im Zwei­ten Welt­krieg er­in­nert. Es sei ein „lan­ge über­fäl­li­ger Schritt“, den Ort na­he der Haupt­stadt Minsk „in das his­to­ri­sche Be­wusst­sein Eu­ro­pas zu­rück­zu­ho­len“.

Mehr als ein Vier­tel der Be­völ­ke­rung von Weiß­russ­land ha­be die Zeit der deut­schen Be­sat­zung nicht über­lebt. Wäh­rend des Ver­nich­tungs­feld­zu­ges der Wehr­macht ge­gen die So­wjet- uni­on sei­en mehr als 600 Dör­fer samt ih­rer Be­woh­ner aus­ge­löscht wor­den. Um­so dank­ba­rer sei er für die Be­reit­schaft der weiß­rus­si­schen Be­völ­ke­rung zur Ver­söh­nung, sag­te St­ein­mei­er.

In Ma­lyj Tros­te­nez be­fand sich das größ­te NS-Ver­nich­tungs­la­ger auf dem Ge­biet der Ex-So­wjet­uni­on, in dem zwi­schen 1942 und 1944 et­wa 50 000 Men­schen er­mor­det wur­den. Mehr als sie­ben Jahr­zehn­te nach dem En­de des Zwei­ten Welt­krie­ges ent­stand nun die­se Er­in­ne­rungs­stät­te, de­ren Bau mit et­wa ei­ner Mil­li­on Eu­ro aus Deutsch­land un­ter­stützt wur­de. (AFP)

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.