Start in das Wahl­jahr 2019

Die ört­li­chen Ver­bän­de von SPD und CDU lu­den in Ei­sen­hüt­ten­stadt zu ih­ren Neu­jahrs­emp­fän­gen ein

Märkische Oderzeitung Eisenhüttenstadt - - Vorderseite - Von Frank Gro­ne­berG und JörG ha­niSch

Ei­sen­hüt­ten­stadt. Auf ih­ren Neu­jahrs­emp­fän­gen ha­ben die Ei­sen­hüt­ten­städ­ter SPD und ge­mein­sam die Ei­sen­hüt­ten­städ­ter und Neu­zel­ler CDU das Wahl­jahr 2019 ein­ge­läu­tet.

Ei­sen­hüt­ten­stadt. Auf ih­ren Neu­jahrs­emp­fän­gen ha­ben am Wo­che­n­en­de die Ei­sen­hüt­ten­stä­der SPD und ge­mein­sam die Ei­sen­hüt­ten­städ­ter und die Neu­zel­ler CDU das Wahl­jahr 2019 ein­ge­läu­tet.

Die CDU hat­te ih­ren Neu­jahrs­emp­fang un­ter das Mot­to „Auf­ein­an­der zu­ge­hen – im Mit­tel­punkt steht der Mensch“ge­stellt. „Ich per­sön­lich fin­de es sehr an­ge­nehm, dass in der Stadt­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung ein an­de­rer Um­gangs­ton ein­ge­zo­gen ist“, sag­te In­grid Freni­n­ez, Vor­sit­zen­de des Stadt­ver­ban­des Ei­sen­hüt­ten­stadt, mit Blick auf den Wech­sel an der Stadt­spit­ze vor ei­nem Jahr.

Ilo­na We­ser vom Orts­ver­band Neu­zel­le – bei­de Ve­rän­de la­den seit Jah­ren ge­mein­sam zum Neu­jahrs­emp­fang ein – er­klär­te, sie hof­fe, dass 2019 „ein Jahr des Os­tens wird. Nicht nur der Mau­er­fall jährt sich, im Os­ten ste­hen auch drei Land­tags­wah­len an. Und wir müs­sen zu­se­hen, dass wir für al­le Wah­len ge­eig­ne­te Kan­di­da­ten fin­den. Ich se­he das auch als Chan­ce für al­le, in die­ser De­mo­kra­tie zu zei­gen, was sie kön­nen.“Pro­mi­nen­ter Gast auf dem Emp­fang war der

Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Mar­tin Pat­zelt. Er the­ma­ti­sier­te die zu­neh­men­de Po­la­ri­sie­rung der Ge­sell­schaft. Pat­zelt warb da­für, die wach­sen­de Ar­mut in der Welt stär­ker zu be­kämp­fen und die be­trof­fe­nen Re­gio­nen bes­ser zu un­ter­stüt­zen, da sonst im­mer mehr Flücht­lin­ge nach Eu­ro­pa kä­men. Er warn­te da­vor, die Eu­ro­päi­sche Uni­on in­fra­ge zu stel­len. Der CDU-Po­li­ti­ker warb für den Er­halt kon­ser­va­ti­ver Wer­te und kri­ti­sier­te mehr­fach die Zu­stim­mung des Ko­al­ti­ti­ons­part­ners

SPD zur Ehe auch für Ho­mo­se­xu­el­le.

„Wir müs­sen den Bür­gern sa­gen, was wir ge­macht ha­ben, wo wir ge­ra­de sind und wo wir auch wei­ter­hin un­se­re Auf­ga­ben se­hen. Wir wol­len Ei­sen­hüt­ten­stadt wei­ter ge­stal­ten und kön­nen An­ge­bo­te ma­chen. Wäh­len müs­sen die Ein­woh­ner sel­ber“, sag­te der SPD-Frak­ti­ons­chef des Stadt­par­la­men­tes, Hol­ger Wachs­mann, am Sonn­abend auf dem Neu­jahrs­emp­fang der SPD. Was wol­len die Ge­nos­sen in ei­ner

Stadt er­rei­chen, die „zum Ar­bei­ten und Woh­nen dient und die auf Grund der vor­han­de­nen Ar­beits­plät­ze die meis­ten Ein­pend­ler der Re­gi­on hat“? Ne­ben dem Bau der neu­en Feu­er­wa­che stün­den Über­le­gun­gen auf dem Plan, die Fach­schu­le für me­di­zi­ni­sche Be­ru­fe aus­zu­bau­en und zu er­wei­tern. Der Fach­kräf­te­man­gel im Pfle­ge­be­reich for­de­re das ge­ra­de­zu. Aber auch ei­nen re­gio­nal ab­ge­stimm­ten Ver­an­stal­tungs­ka­len­der soll­te es ge­ben, um zum Bei­spiel die Frei­licht­büh­ne bes­ser

aus­zu­las­ten und nicht zwei hoch­ran­gi­ge Ver­an­stal­tun­gen auf 25 Ki­lo­me­tern Ent­fer­nung zur sel­ben Zeit zu ha­ben.

Er ver­wies nicht zu­letzt dar­auf, dass man ei­ne Stadt wie Ei­sen­hüt­ten­stadt mit rund 28 000 Ein­woh­nern, die über ein ei­ge­nes Thea­ter ver­fügt, Schwimm­hal­le und Bi­b­lio­thek hat, das Do­ku­men­ta­ti­ons­zen­trum und Mu­se­en auf­weist, gu­te Schu­len, Ki­tas und Sport­stät­ten vor­hält, su­chen müs­se und mahn­te in­di­rekt an, das auch wert­zu­schät­zen.

Fo­to: Jörg Ha­nisch

SPD-Run­de : Bür­ger­meis­ter Frank Bal­zer, Stadt­ver­ord­ne­ten­vor­ste­her Pe­ter Mül­ler und Land­rat Rolf Lin­de­mann (v.l.)

Fo­to: Frank Gro­ne­berg

CDU-Mit­glie­der im Ge­spräch: Andre­as Glie­se, Mar­tin Pat­zelt und Tors­ten Noack (Neu­zel­le, v.l.) in Ei­sen­hüt­ten­stadt.

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