Am­ri-aus­schuss kri­ti­siert „Ar­ro­ganz“

Märkische Oderzeitung Erkner - - Nachrichten -

Ber­lin. Das Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­um hat Zwei­fel von Ab­ge­ord­ne­ten an der Dop­pel­rol­le ei­ner Ex-ver­fas­sungs­schüt­ze­rin im Am­ri-un­ter­su­chungs­aus­schuss des Bun­des­ta­ges nicht aus­räu­men kön­nen. „Den In­ter­es­sen­kon­flikt durch die Be­nen­nung von Frau Dr. H., den se­hen wir wei­ter­hin“, sag­te der Vor­sit­zen­de, Ar­min Schus­ter (CDU), am Don­ners­tag nach ei­ner nicht-öf­fent­li­chen Sit­zung des Aus­schus­ses. Die Ab­ge­ord­ne­ten al­ler an­de­ren Frak­tio­nen mit Aus­nah­me der AFD teil­ten die­se Ein­schät­zung. SPD-OB­mann Fritz Fel­gen­treu sag­te, das Mi­nis­te­ri­um sei dem Aus­schuss mit „Ar­ro­ganz“und man­geln­dem Pro­blem­be­wusst­sein ent­ge­gen­ge­tre­ten.

Die Be­am­tin wach­te im Aus­schuss dar­über, dass kei­ne ge­hei­men In­for­ma­tio­nen an die Öf­fent­lich­keit drin­gen. Die Aus­schuss­mit­glie­der hat­ten vor­ver­gan­ge­ne Wo­che er­fah­ren, dass die Frau frü­her in der Is­la­mis­mus-ab­tei­lung des Ver­fas­sungs­schut­zes ge­ar­bei­tet hat­te.

Der Aus­schuss will auf­klä­ren, war­um der At­ten­tä­ter Anis Am­ri von den Be­hör­den nicht recht­zei­tig aus dem Ver­kehr ge­zo­gen wor­den war. (dpa)

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