Neue Vor­wür­fe in Phar­ma-skan­dal

E-mail aus dem Jahr 2013 auf­ge­taucht

Märkische Oderzeitung Erkner - - Aus Aller Welt -

Pots­dam. Für die Be­sei­ti­gung von Kampf­mit­teln aus dem Zwei­ten Welt­krieg for­dert Bran­den­burg wei­te­re Un­ter­stüt­zung vom Bund. Für den Zei­t­raum von 2016 bis 2019 sei­en erst­mals 60 Mil­lio­nen Eu­ro im Haus­halt ein­ge­stellt wor­den. „Es ist nun an der Zeit, die­se Mit­tel zu ver­ste­ti­gen“, sag­te Ste­fan Zier­ke, Spre­cher der Lan­des­grup­pe Bran­den­burg in der Spd-bun­des­tags­frak­ti­on. Bis­lang sei­en die Mit­tel bis 2019 be­fris­tet. Be­son­ders in Bran­den­burg sei der Be­darf nach Be­sei­ti­gung von Kampf­mit­teln hoch, sag­te der Spd-bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Ul­rich Free­se, Lan­des­ver­tre­ter im Bun­des­tags-haus­halts­aus­schuss. (dpa) Pots­dam. Im Arz­nei­mit­tel-skan­dal um das Un­ter­neh­men Lu­n­a­pharm aus Mahlow (Tel­towFlä­ming) gibt es neue Vor­wür­fe ge­gen die Bran­den­bur­ger Be­hör­den und den Phar­ma-groß­händ­ler. Wie das Ard-po­lit­ma­ga­zin „Kon­tras­te“und der Rund­funk Ber­lin-bran­den­burg (RBB) am Don­ners­tag be­rich­te­ten, soll der zu­stän­di­ge Mit­ar­bei­ter des Lan­des­am­tes für Ar­beits­schutz, Ver­brau­cher­schutz und Ge­sund­heit (LAVG) in ei­ner E-mail Lu­n­a­pharm be­reits im Ju­ni 2013 mit­ge­teilt ha­ben, dass der Han­del mit grie­chi­schen Apotheken il­le­gal sei.

Bis­lang war man da­von aus­ge­gan­gen, dass spä­tes­tens 2017 ge­gen das Un­ter­neh­men hät­te vor­ge­gan­gen wer­den müs­sen. Das Bran­den­bur­ger Ge­sund­heits­mi­nis­te­ri­um be­stä­tig­te das Schrei­ben.

Der Mail war ei­ne An­fra­ge von Lu­n­a­pharm vor­aus­ge­gan­gen, in dem sich die Bran­den­bur­ger Ge­sund­heits­be­hör­de in Grie­chen­land er­kun­di­gen soll­te, ob dor­ti­ge Apotheken auch oh­ne ent­spre­chen­de Groß­han­dels­er­laub­nis han­deln dür­fen. Der Bran­den­bur­ger Mit­ar­bei­ter be­ant­wor­te­te die­se Fra­ge mit nein.

Die grie­chi­sche Arz­nei­mit­tel­auf­sicht teil­te der Bran­den­bur- ger Be­hör­de au­ßer­dem mit, man ha­be Lie­fe­run­gen aus ein­hei­mi­schen Apotheken nach Deutsch­land und in an­de­re Staa­ten fest­ge­stellt, die nicht le­gal sei­en. Ob das LAVG dar­auf­hin Prü­fun­gen ein­lei­te­te, konn­te das Ge­sund­heits­mi­nis­te­ri­um am Don­ners­tag nicht be­ant­wor­ten. „Aus heu­ti-

Lu­n­a­pharm soll mit ge­stoh­le­nen Krebs­me­di­ka­men­ten ge­han­delt ha­ben

ger Sicht und mit den heu­ti­gen Er­kennt­nis­sen kann man in die­se Mail si­cher vie­les hin­ein­in­ter­pre­tie­ren“, sag­te ei­ne Mi­nis­te­ri­ums­spre­che­rin. Die Mail soll nun über­prüft wer­den.

Das Bran­den­bur­ger Un­ter­neh­men Lu­n­a­pharm soll un­ter an­de­rem mit in Grie­chen­land ge­stoh­le­nen Krebs­me­di­ka­men­ten ge­han­delt ha­ben. Die Pots­da­mer Staats­an­walt­schaft er­mit­telt we­gen ge­werbs­mä­ßi­ger Heh­le­rei. Der Skan­dal kos­te­te letzt­lich die frü­he­re Ge­sund­heits­mi­nis­te­rin Dia­na Gol­ze (Lin­ke) das Amt. (dpa) Mehr zum The­ma un­ter: www.moz.de/lu­n­a­pharm

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