Se­nio­ren­re­si­denz fei­er­lich er­öff­net

Neu­es Pfle­ge­heim am Ber­li­ner Platz in Wol­ters­dorf nimmt Be­trieb auf / Kon­flikt um Stell­plät­ze für Stadt­vil­len

Märkische Oderzeitung Erkner - - Medien Moz - Von ma­ra Kaem­mel Was ist bei der Bat­te­rie wich­tig?

Wol­ters­dorf. Bei strah­lend schö­nem Wet­ter und mit viel gu­ter Lau­ne ist am Don­ners­tag­vor­mit­tag die Se­nio­ren­re­si­denz „Ale­xa“am Ber­li­ner Platz of­fi­zi­ell ein­ge­weiht wor­den. Der Vier­ge­schos­ser am Ber­li­ner Platz bie­tet Zim­mer für 122 äl­te­re Men­schen. Zur Fei­er wa­ren rund 60 ge­la­de­ne Gäs­te ge­kom­men, dar­un­ter Klaus Ber­ger und Ha­rald Berg­hoff, die Ge­schäfts­füh­rer der Ale­xa Se­nio­ren­diens­te Gmbh, die das Haus auf 20 Jah­re als Be­trei­ber ge­pach­tet hat, au­ßer­dem Kers­tin Mar­sand, Bau­amts­lei­te­rin und stell­ver­tre­ten­de Bür­ger­meis­te­rin in Wol­ters­dorf. Sie hat­te das vier­stö­cki­ge Ob­jekt schon kurz zu­vor be­sich­ti­gen kön­nen und er­klär­te: „Ich bin be­geis­tert, das Haus ist wirk­lich toll ge­wor­den.“

Far­bi­ge Wän­de in den Flu­ren, ei­ne ei­ge­ne Kü­che und 122 hel­le und freund­lich mö­blier­te Zim­mer zeich­nen das Haus aus. Es gibt auch ei­nen gro­ßen Spei­se­saal, in dem die Er­öff­nungs­ver­an­stal­tung mit der Thea­ter­trup­pe ik‘s aus Ham­burg statt­fand. Jo­hann der But­ler, Su­si Blond­mei­er, die Wahr­sa­ge­rin Gold­a­na und ei­ne al­te Da­me am Krück­stock un­ter­hiel­ten das Pu­bli­kum mit ei­nem spa­ßi­gen Pro­gramm und lie­ßen da­bei die Ent­ste­hungs­ge­schich­te des Hau­ses Re­vue pas­sie­ren. Vor­schul­kin­der der be­nach­bar­ten Awo-ki­ta „Fan­ta­sia“san­gen den neu­en Nach­barn ein Ständ­chen und ver­teil­ten Blu­men an die ers­ten Be­woh­ner des Hau­ses.

Zu ih­nen ge­hört Han­ne­lo­re Grätz-will­brandt. Die 82-Jäh­ri­ge freu­te sich sehr über die­se Ges­te. Weil sie in ih­rem Haus al­lein nicht mehr zu­recht­ge­kom­men ist, wohnt sie jetzt seit drei Ta­gen hier. „Mein Zim­mer ist schön“, sag­te sie und lob­te auch das gu­te Es­sen. „Ich ha­be mich am ers­ten Tag gleich für ei­nen Lin­sen­ein­topf ent­schie­den“, er­zähl­te sie.

Der Be­darf an Pfle­ge­heim­plät­zen und se­nio­ren­ge­rech­ten Woh­nun­gen ist in Wol­ters­dorf groß. Ruth May­en, die als Mit­glied des Se­nio­ren­bei­rats zu der Fei­er ge­kom­men war und die Sor­gen und Nö­te der äl­te­ren Men­schen in der Ge­mein­de kennt, er­klär­te: „Wir freu­en uns, dass wir end­lich so ei­ne Ein­rich­tung in Wol­ters­dorf ha­ben.“Ent­spre­chend zu­frie­den mit dem Zu­spruch zeig­ten sich die Lei­te­rin der Ein­rich­tung, Ed­da Sch­lin­gel­hof, und Ge­schäfts­füh­rer Berg­hoff. Er un­ter­strich noch ein­mal: „Die Ent­schei­dung für den Stand­ort war rich­tig.“

Ei­gent­lich hät­te das vier­stö­cki­ge Pfle­ge­heim be­reits im Mai fer­tig sein sol­len. Weil aber über­all ge­baut wird, wa­ren die Hand­wer­ker nicht wie ge­plant ver­füg­bar. Doch da­für lief et­was an­de­res viel bes­ser als er­war­tet. Ko-ge­schäfts­füh­rer Klaus Ber­ger er­klär­te: „Wir ha­ben für den Start des Hau­ses ge­nug Per­so­nal ge­fun­den. Das ist beim ge­gen­wär­ti­gen Fach­kräf­te­man­gel schon was Be­son­de­res.“Un­ter an­de­rem ver­an­stal­te­te das Un­ter­neh­men ein Speed-da­ting, um Mit­ar­bei­ter zu re­kru­tie­ren. Rund 30 ha­ben ei­nen Ver­trag un­ter­schrie­ben, wenn das Haus voll be­legt sein wird, wer­den 100 ge­braucht. „Es gibt schon ei­ne Rei­he von An­fra­gen. Wir sind zu­ver­sicht­lich, dass wir auch die nö­ti­gen Kräf­te ge­win­nen kön­nen.“

Bei al­lem Po­si­ti­ven gibt es ei- Er­öff­nung: Im neu­en Ale­xa-se­nio­ren­heim san­gen Kin­der der AwoKi­ta „Fan­ta­sia“für die Gäs­te. nen Wer­muts­trop­fen: Ob und wann die ge­plan­ten Stadt­vil­len für al­ters­ge­rech­tes Woh­nen ne­ben­an ge­baut wer­den, steht noch in den Ster­nen. Rund 40 klei­ne­re Woh­nun­gen möch­te der In­ves­tor KT Pro­jekt Wol­ters­dorf Gmbh rea­li­sie­ren, die Stell­platz­sat­zung der Ge­mein­de ver­langt 40 Park- plät­ze da­für. Die pas­sen aber nicht auf das klei­ne Grund­stück. „Wir ste­hen als Part­ner und Be­trei­ber nach wie vor zu dem Pro­jekt“, er­klär­te Ha­rald Berg­hoff, „und su­chen ei­ne Lö­sung.“Auch Kers­tin Mar­sand gab sich op­ti­mis­tisch. „Wir müs­sen wei­ter über ei­nen Kom­pro­miss re­den.“

Da bie­tet es sich an, in der Werk­statt ei­nen Test auf Funk­ti­ons­fä­hig­keit zu ma­chen, den Zu­stand der Bat­te­rie zu über­prü­fen. Nach sechs bis sie­ben Jah­ren in Ge­brauch soll­te man ei­ne neue ein­set­zen las­sen, da­mit auch bei Käl­te die Leis­tung er­bracht wird. Wor­auf soll­te man als Fah­rer an­sons­ten noch ach­ten?

Auf je­den Fall muss die Kühl­flüs­sig­keit im Schei­ben­wasch­be­häl­ter über­prüft wer­den, ob ge­nü­gend Frost­schutz­mit­tel vor­han­den ist. Eben­so kann der Lack mit ei­nem Bal­sam be­ar­bei­tet wer­den. Der er­leich­tert es, das Eis zu ent­fer­nen, oh­ne Krat­zer zu ver­ur­sa­chen. In der dunk­len Jah­res­zeit ist na­tür­lich auch ei­ne in­tak­te Be­leuch­tung wich­tig, wes­halb die Licht­an­la­ge zu 100 Pro­zent in Ord­nung sein muss. Muss man den Un­ter­bo­den­schutz vor dem Win­ter er­neu­ern las­sen?

Be­schä­dig­te Tei­le soll­ten nach­be­han­delt wer­den, so dass das ein­ge­setz­te Streu­salz kei­ne An­griffs­flä­che er­hält. Wenn Sie als Fah­rer schon ein­mal ih­ren Wa­gen durch­che­cken, kön­nen Sie auch gleich nach­se­hen, ob die Gum­mis der Schei­ben­wi­scher noch ih­ren Zweck er­fül­len. Po­rö­se Blät­ter wi­schen die Schei­be nicht mehr or­dent­lich sau­ber, und ein­ge­schränk­te Sicht kann zu Las­ten der Si­cher­heit ge­hen.

40 klei­ne­re Woh­nun­gen auf dem Grund­stück ne­ben dem Heim ge­plant

Fo­to: Joa­chim Eg­gers

Fo­to: Ma­ra Kaem­mel

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