Was ist von der deut­schen Kul­tur üb­rig?

Märkische Oderzeitung Erkner - - Leserbriefe - bernd Meissner bie­sen­thal

Zu „Mer­kel be­klagt wach­sen­den Na­tio­na­lis­mus“(Aus­ga­be vom 22. No­vem­ber):

Ist es nicht Sin­nes­täu­schung, wenn Frau Mer­kel wach­sen­den Na­tio­na­lis­mus in Deutsch­land be­klagt? Wer darf heu­te noch be­haup­ten „stolz ein Deut­scher zu sein“, oh­ne vom Main­stream oder von der Po­li­tik als Rechts­po­pu­list oder Na­zi ver­un­glimpft zu wer­den?

Of­fen­sicht­lich ist es Frau Mer­kel ent­gan­gen, dass sich un­ter an­de­rem Fran­zo­sen, Bri­ten und Ita­lie­ner noch ei­nen Na­tio­nal­stolz leis­ten kön­nen und dies trotz ho­hem An­teil an Mi­gran­ten im Land. Was ist von der deut­schen Kul­tur (ge­schwei­ge Leit­kul­tur) noch üb­rig ge­blie­ben? In den deut­schen Me­di­en wim­melt es von eng­li­schen Be­grif­fen und eng­lisch­spra­chi­ger Mu­sik.

Ganz an­ders in Frank­reich. Die Re­ak­ti­on der Wäh­ler auf die­se Sicht­wei­se soll­te nicht wei­ter mit Pro­test­wäh­lern ver­un­glimpft wer­den. Na­tio­na­les und in­ter­na­tio­na­les En­ga­ge­ment schlie­ßen ein­an­der nicht aus!

Fo­to: dpa

Pes­si­mis­mus ver­brei­tet: Et­li­che Menschen se­hen mehr dunk­le Wol­ken über Deutsch­land als Son­nen­schein.

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