Här­te­re Stra­fen für Da­ten­die­be ge­for­dert

Bar­ley er­wägt Kla­ge ge­gen Face­book und Twit­ter

Märkische Oderzeitung Erkner - - Nachrichten -

Düs­sel­dorf/ber­lin. Nach der il­le­ga­len Ver­öf­fent­li­chung pri­va­ter Da­ten von Po­li­ti­kern und Pro­mi­nen­ten im In­ter­net wird der Ruf nach Kon­se­quen­zen lau­ter. Aus Po­li­tik und Wirt­schaft mehr­ten sich am Wochenende For­de­run­gen nach här­te­ren Stra­fen bei Da­ten­dieb­stahl, auch, um Man­dats­trä­ger bes­ser vor An­grif­fen aus dem In­ter­net zu schüt­zen. Bun­des­jus­tiz­mi­nis­te­rin Ka­ta­ri­na Bar­ley (SPD) brach­te ei­ne Mus­ter­kla­ge ge­gen Twit­ter und Face­book ins Ge­spräch.

„Soll­ten im Zu­sam­men­hang mit dem Da­ten­leak Haf­tungs­an­sprü­che ge­gen Un­ter­neh­men be­ste­hen, könn­ten be­trof­fe­ne Ver­brau­cher sie ge­mein­sam im Rah­men ei­ner Mus­ter­fest­stel­lungs­kla­ge gel­tend ma­chen“, sag­te Bar­ley der „Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Sonn­tags­zei­tung“. So könn­te über­prüft wer­den, ob ein In­ter­net­kon­zern al­les in sei­ner Macht Ste­hen­de ge­tan hat, um Schä­den ab­zu­wen­den.

Uni­ons­frak­ti­ons­chef Ralph Brink­haus be­zeich­ne­te das Ha­cken und Ab­schöp­fen von Da­ten als ei­nen schwe­ren „Ein­griff in die Pri­vat­sphä­re der Be­trof­fe­nen“, was „durch ein hö­he­res Straf­maß deut­lich wer­den“müs­se. (dpa)

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