Neue Häu­ser für die Feu­er­wehr

In­nen­mi­nis­ter Schröter über­gibt För­der­mit­tel­be­schei­de für Amt Oder­vor­land

Märkische Oderzeitung Erkner - - Spree Journal -

Frank­furt. Bei ei­nem Brand in ei­nem Mehr­fa­mi­li­en­haus in der Frank­fur­ter In­nen­stadt sind am Sonn­tag in den frü­hen Mor­gen­stun­den neun Men­schen ver­letzt wor­den. Wie die Po­li­zei­in­spek­ti­on mit­teil­te, er­lit­ten die be­trof­fe­nen An­woh­ner – dar­un­ter auch ein Kind – leich­te Rauch­gas­ver­gif­tun­gen. Ers­te Er­mitt­lun­gen der Kri­mi­nal­po­li­zei er­ga­ben, dass es sich um Brand­stif­tung ge­han­delt ha­ben soll.

Der Brand war am Sonn­tag­mor­gen ge­gen 3.20 Uhr in ei­nem Haus­flur in der Thi­le­stra­ße aus­ge­bro­chen. Bei Ein­tref­fen der Feu­er­wehr stan­den dort Mö­bel­tei­le und Holz­bret­ter in Flam­men, be­rich­tet Wolf­gang We­len­ga vom Stadt­feu­er­wehr­ver­band. „Die Leu­te ha­ben auf den Bal­ko­nen ge­stan­den. Wir ha­ben sie über die Dreh­lei­ter her­un­ter­ge­holt.“Nach­dem das Feu­er un­ter Kon­trol­le war, sei­en die ver­blie­be­nen Mie­ter mit­tels Flucht­hau­ben aus dem Ge­bäu­de be­freit wor­den. Zehn Per­so­nen be­fan­den sich laut Po­li­zei in dem Wohn­haus; ei­ni­ge schlie­fen of­fen­bar noch, als die Feu­er­wehr an­rück­te. Die Ver­letz­ten wur­den in Kli­ni­ken ge­bracht. „Man kann von Glück re­den, dass es bei Ver­letz­ten ge­blie­ben ist. Denn Rauch in der Nacht, wäh­rend die Leu­te schla­fen, ist mit das Schlimms­te, was in ei­nem Wohn­haus pas­sie­ren kann“, er­klärt Wolf­gang We­len­ga.

Der Tat­ort wur­de be­schlag­nahmt und ver­sie­gelt, die Kri­mi­nal­tech­nik si­cher­te Spu­ren. „Es war Brand­stif­tung, so viel hat sich in­zwi­schen her­aus­ge­stellt“, be­rich­te­te ein Po­li­zei­spre­cher. (thg) Bie­gen. Er stieg vor dem al­ten, ge­ra­de mal rund 50 Qua­drat­me­ter gro­ßen Ge­bäu­de der 110 Jah­re al­ten frei­wil­li­gen Feu­er­wehr von Bie­gen aus dem Au­to und be­grüß­te je­den per Hand­schlag. Sol­che Gäs­te sind will­kom­men, be­son­ders, wenn sie viel Geld mit­brin­gen. Bran­den­burgs In­nen­mi­nis­ter Karl-heinz Schröter hat­te am Frei­tag­nach­mit­tag ei­ne Men­ge da­von im Ge­päck. Er bat erst ein­mal „zum Ku­scheln“in das klei­ne, klamm-kal­te Feu­er- wehr­ge­rä­te­haus, in dem ge­ra­de so das Klein­lösch­fahr­zeug B 1000 rein­passt, „ei­gent­lich schon ein Mu­se­ums­stück“, wie Oder­vor­lands Amts­di­rek­to­rin Mar­len Rost um den Man­gel wis­send an­merk­te. An ei­ner Wand gibt es Ha­ken und Abla­ge­bret­ter für die acht ak­ti­ven Feu­er­wehr­leu­te und die vier Mit­glie­der der Ju­gend­feu­er­wehr. Hei­zung und Sa­ni­tär­an­la­gen feh­len.

„Für mich ist es wun­der­schön, Hel­fern hel­fen zu kön- nen“, sag­te der Mi­nis­ter und un­ter­schrieb vor Ort zwei Schecks mit Geld aus dem von 2015 bis 2019 auf­ge­leg­ten Kom­mu­na­len In­fra­struk­tur­pro­gramm (KIP), das 35 Mil­lio­nen Eu­ro vor al­lem für Feu­er­wehr­ge­rä­te­häu­ser vor­ge­se­hen hat. Bie­gen be­kommt da­von rund 370 000 Eu­ro. Das sind 55 Pro­zent der Kos­ten, die für den Bau ei­nes neu­en, ein­ge­schos­si­gen, be­heiz­ba­ren Ge­bäu­des auf ei­nem kom­mu­na­len Grund­stück in der Dorf­stra­ße an­fal­len. „Der Bau­an­trag ist schon ge­stellt, und fer­tig sein soll das Haus samt Fahr­zeug­hal­le für ein gro­ßes Lösch­fahr­zeug, Um­klei­den, sa­ni­tä­ren Ein­rich­tung und ei­nem Bü­ro spä­tes­tens am 31. De­zem­ber, wenn die För­de­rung ab­läuft“, ver­sprach Mar­len Rost. Sie wies auf die gro­ße Mo­ti­va­ti­on hin, die ein neu­es Feu­er­wehr­ge­rä­te­haus für die Ak­ti­ven be­deu­te. „Es liegt an Ih­nen, das Haus mit Le­ben zu er­fül­len“, war sie sich ge­wiss.

Der zwei­te Scheck über 705 000 Eu­ro dient der Fi­nan­zie­rung des Er­sat­zes für das Ge­rä­te­haus von 1993 in Ber­ken­brück. An­ge­sichts ei­nes Zu­wachs auf 26 Ein­satz­kräf­te, dar­un­ter vier Frau­en, so­wie 13 Ju­gend­li­che und Kin­der, da­von neun Mäd­chen, bie­tet es nicht mehr ge­nü­gend Platz. (el)

Foto: El­ke Lang

Die Be­schei­de sind da: Amts­di­rek­to­rin Mar­len Rost, In­nen­mi­nis­ter Karl-heinz Schröter und Kreis­de­zer­nent Micha­el Buhr­ke (v. l.) bei der Über­ga­be in Bie­gen

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