Luitz bleibt das Pech treu

Ski­läu­fer ku­gelt sich in Adel­bo­den Schul­ter aus / Ein­spruch vor CAS schei­tert

Märkische Oderzeitung Erkner - - Sport -

Adel­bo­den. Ste­fan Luitz stand im dich­ten Schnee­trei­ben von Adel­bo­den, die lä­dier­te lin­ke Schul­ter dick ein­ge­packt, und blick­te weh­mü­tig das le­gen­dä­re Chue­nis­bär­g­li hin­auf. Es ge­he ihm zwar ganz gut, sag­te er ei­nen Tag nach sei­nem Sturz im Rie­sen­sla­lom. „Schmer­zen ha­be ich kei­ne mehr, die Schul­ter ist wie­der drin, da bin ich sehr froh.“

Doch dass der oh­ne­hin von der lei­di­gen Sau­er­stoff-af­fä­re ge­beu­tel­te All­gäu­er nach sei­nem Miss­ge­schick am Sonn­tag beim Sla­lom nicht „ein biss­chen Zi­cki-za­cki“fah­ren konn­te, tat ihm dop­pelt weh. „Mo­men­tan kommt al­les auf ein­mal, aber ich kämp­fe im­mer wei­ter, wer­de mich nicht un­ter­krie­gen las­sen und im­mer wie­der auf­ste­hen“, sag­te der 26-Jäh­ri­ge tap­fer.

Ob er sich bei sei­nem Mal­heur mehr ge­tan hat, als „nur“die Schul­ter aus­ge­ku­gelt, sol­len wei­te­re Un­ter­su­chun­gen heu­te in Mün­chen zei­gen. Ist so­gar die WM im schwe­di­schen Are vom 5. bis 17. Fe­bru­ar in Ge­fahr? „Das kann ich jetzt so nicht be­ant­wor­ten“, sag­te Luitz, der nach sei­nem Kreuz­band­riss be­reits Olym­pia 2018 ver­passt hat­te. Ein WM-AUS des Me­dail­len­kan­di­da­ten wür­de den schwer an­ge­sch­la- ge­nen Deut­schen Ski­ver­band ins Mark tref­fen, nach­dem schon die Ab­fah­rer Thomas Dre­ßen und Andre­as San­der mit Kreuz­band­ris­sen feh­len.

Da­bei schien es Luitz in Adel­bo­den ge­lun­gen zu sein, die lei­di­ge Sau­er­stoff-af­fä­re zu ver­drän­gen, in der er nach wie vor um sei­nen Welt­cup-sieg von Bea­ver Creek kämpft. Am Frei­tag­abend war be­kannt ge­wor­den, dass er mit sei­nem Ein­spruch ge­gen das Ur­teil des Welt­ver­ban­des, ihn we­gen un­er­laub­ter Sau­er­stoff­zu­fuhr zu dis­qua­li­fi­zie­ren, beim Sport­ge­richts­hof CAS zu­nächst ge­schei­tert ist.

Trotz­dem zeig­te Luitz beim wohl schwie­rigs­ten Rie­sen­sla­lom ei­nen star­ken ers­ten Lauf, als Vier­ten trenn­ten ihn nur 0,22 Se­kun­den von der Spit­ze. Im Fi­na­le woll­te er „voll auf An­griff“fah­ren. Doch das Vor­ha­ben ging gründ­lich schief: Luitz rutsch­te nach we­ni­gen Fahr­se­kun­den bei ei­nem Links­schwung weg und fiel auf die Schul­ter. (sid)

Foto: dpa

Mit ver­letz­ter Schul­ter: Ste­fan Luitz

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