Acht Mil­li­ar­den für ei­nen Ein­kauf

War­um Up­dates wich­tig sind

Märkische Oderzeitung Fürstenwalde - - Vorderseite -

Ge­ra­de erst hat der In­ter­net­Dienst WhatsApp da­vor ge­warnt, ei­ne al­te Ver­si­on sei­ner Soft­ware zu ver­wen­den. Mit ei­nem ein­zi­gen Vi­deo­an­ruf könn­ten Ha­cker sonst das Smart­pho­ne ka­pern. Up­dates sind wich­tig, das wis­sen wir, seit es Com­pu­ter gibt. Aber dass sie auch sonst gut tun kön­nen, gilt nicht erst seit dem Be­ginn des di­gi­ta­len Zeit­al­ters. Aus Feh­lern zu ler­nen ist ja im Grun­de nichts an­de­res als ein Up­date für den ei­ge­nen Kopf. Dass ein ver­ges­se­nes Up­date durch­aus be­ein­dru­ckend aus­se­hen kann, zeigt der Fall ei­ner 33-Jäh­ri­gen aus dem baye­ri­schen Mit­ter­fel­den. Sie hat­te ei­ne Ban­king-App der Com­merz­bank auf ih­rem Smart­pho­ne in­stal­liert, auf der sie re­gel­mä­ßig ih­ren Kon­to­stand prüf­te. Doch jetzt stand plötz­lich statt der üb­li­chen klei­nen Sum­men ei­ne Ab­bu­chung von 8 590 000 000,42 Eu­ro auf dem Dis­play. Für ei­nen Ein­kauf bei Rewe. 8,5 Mil­li­ar­den Eu­ro! Da­von kann man sich 19 Rie­sen-Air­bus­se A380 kau­fen, für ein Jahr die bos­ni­schen Staats­aus­ga­ben über­neh­men oder an der Bör­se ei­nen Groß­teil al­ler Com­merz­bank-Ak­ti­en er­wer­ben. Zum Glück wur­de der Frau die Sum­me aber nicht tat­säch­lich ab­ge­bucht: Es war nur ein An­zei­ge­feh­ler durch ei­ne ver­al­te­te Ver­si­on der App, wie die Bank klar­stell­te. Gut, dass we­nigs­tens un­ser Kopf Up­dates au­to­ma­tisch durch­führt. (kg)

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