Bio-Obst­an­bau soll im Nord­os­ten wei­ter wach­sen

An­bau­flä­che wird bis 2020 auf 20 Pro­zent stei­gen

Märkische Oderzeitung Fürstenwalde - - Wirtschaft -

Greifs­wald. Die Bi­o­bran­che in Meck­len­burg-Vor­pom­mern wächst. Trotz­dem müs­sen Fir­men, wie der Tro­cken­obst-Pro­du­zent „Mar­tins Bio“noch Äp­fel aus dem Al­ten Land und der Bo­den­see­re­gi­on be­zie­hen. Das soll sich än­dern. „Nur fünf bis zehn Pro­zent un­se­rer Bio-Äp­fel kom­men aus Meck­len­burg-Vor­pom­mern wie vom Bi­oobst­an­bau in Alt­kamp auf Rü­gen“, sagt Ge­schäfts­füh­rer Mar­tin Nät­scher.

Ob­wohl der Öko-Land­bau in Meck­len­burg-Vor­pom­mern nach An­ga­ben des Agrar­mi­nis­te­ri­ums kräf­tig zu­ge­legt hat. In­zwi­schen wür­den 11,1 Pro­zent der Land­wirt­schafts­flä­che im Nord­os­ten öko­lo­gisch be­wirt­schaf­tet. Der­zeit wirt­schaf­ten 944 bio­zer­ti­fi­zier­te Land­wirt­schafts­be­trie­be in MV öko­lo­gisch. Das sei­en rund 19,3 Pro­zent – und da­mit fast je­der fünf­te Be­trieb.

Der Um­welt­or­ga­ni­sa­ti­on BUND will, dass bis zum Jahr 2020 der An­teil der Öko-An­bau­flä­che auf 20 Pro­zent steigt. Seit Jah­res­be­ginn sei­en 100 Be­trie­be in die Bio-Pro­duk­ti­on ein­ge­stie­gen, sagt der BUND-Agrar­ex­per­te Burk­hard Ro­loff. Vie­le Be­trie­be hät­ten er­kannt, dass der Öko­An­bau auch wirt­schaft­lich ei­ne Al­ter­na­ti­ve zur kon­ven­tio­nel­len Pro­duk­ti­on dar­stel­le

Re­gio­na­li­tät und Bio-Qua­li­tät ge­hö­ren auch für den Greifs­wal­der Bio-Tro­cken­frucht-Pro­du­zen­ten Mar­tin Nät­scher zu­sam­men. Der Un­ter­neh­mer, der 2012 den Bio-Tro­cken­frucht­her­stel­ler „Bio­sa­ni­ca“nach Meck­len­burg­Vor­pom­mern brach­te, will nicht nur re­gio­nal pro­du­zie­ren, son­dern auch re­gio­nal ver­mark­ten. In den Fo­kus nimmt er vor al­lem Ho­tel­ket­ten in den Ur­lau­ber­zen­tren des Lan­des. (dpa) Gör­zig. Die Wies­ba­de­ner Fir­ma ABO-Wind plant, im Wind­eig­nungs­ge­biet 62 öst­lich von Gör­zig (Ge­mein­de Rietz-Neu­en­dorf) drei Wind­kraft­an­la­gen auf­zu­stel­len. Zwei da­von sol­len auf Wald­grund ste­hen.

Mo­men­tan läuft ein Ge­neh­mi­gungs­ver­fah­ren beim Lan­des­amt für Um­welt. Ein Ver­trag mit der Ge­mein­de Rietz-Neu­en­dorf wur­de be­reits aus­ge­han­delt. Er sieht vor, dass die Ge­mein­de pro Wind­rad 8000 Eu­ro pro Jahr er­hält. Die An­la­gen ha­ben ei­ne Ge­samt­hö­he von 241 Me­tern und sol­len ei­ne Leis­tung von 4,5 Me­ga­watt er­rei­chen. Die Flä­chen möch­te das Un­ter­neh­men von Pri­vat­ei­gen­tü­mern pach­ten.

Mit ei­ner In­fo-Mes­se in­for­mier­te der Be­trei­ber kürz­lich die An­woh­ner in Gör­zig über das Vor­ha­ben. ABO-Wind be­sitzt in Bran­den­burg un­ter an­de­rem in Goll­mitz und Nie­der­leh­me An­la­gen. (lb)

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