Fa­mi­lie und Geld ma­chen hap­py

Glücks­at­las zeigt die „zu­frie­dens­ten“Deut­schen je­mals / Bran­den­burg aber Schluss­licht

Märkische Oderzeitung Fürstenwalde - - Aus Aller Welt - Von Al­mut Kipp

DLRG be­klagt Schwimm­bad-Man­gel

Leip­zig. Die Deut­sche Le­bens-Ret­tungs-Ge­sell­schaft (DLRG) be­klagt ei­nen Man­gel an Schwimm­bä­dern vor al­lem im länd­li­chen Raum. Es ge­be zu­neh­mend Pro­ble­me, Kin­dern Schwimm­un­ter­richt ge­ben zu kön­nen, sag­te DLRG-Prä­si­dent Achim Haag vor den Deut­schen Meis­ter­schaf­ten im Ret­tungs­schwim­men in Leip­zig. Weil Kom­mu­nen oft das Geld feh­le, Bä­der zu mo­der­ni­sie­ren, wür­den sie ge­schlos­sen. (dpa)

Feld­ler­che ist wie­der Vo­gel des Jah­res

Ber­lin. Die Feld­ler­che ist be­reits zum zwei­ten Mal zum „Vo­gel des Jah­res“ge­kürt wor­den – weil die Zahl der Tie­re im­mer wei­ter ab­nimmt. Der „alar­mie­ren­de Rück­gang“ha­be sich seit der ers­ten Wahl vor 20 Jah­ren fort­ge­setzt, teil­te der Na­tur­schutz­bund Deutsch­land am Frei­tag mit. Haupt­ur­sa­che sei die in­ten­si­ve Land­wirt­schaft. (dpa)

Haus­boot von Tom Hanks wird ver­kauft

San Fran­cis­co. Ein Haus­boot, auf dem Os­car-Preis­trä­ger Tom Hanks (62) in den 70er-Jah­ren leb­te, steht in Ka­li­for­ni­en zum Ver­kauf. 600 000 Dol­lar (gut ei­ne hal­be Mil­li­on Eu­ro) soll der zu­künf­ti­ge Be­sit­zer für das klei­ne, zwei­ge­schos­si­ge Haus­boot mit zwei Zim­mern zah­len. (dpa) Ham­burg. Über Jahr­hun­der­te ha­ben Dich­ter und Den­ker das er­ha­be­ne Ge­fühl des Glücks be­schrie­ben. Heut­zu­ta­ge sind es Öko­no­men und Markt­for­scher, die der Le­bens­zu­frie­den­heit nach­ge­hen – für ei­nen „Glücks­at­las“. Dem­nach geht‘s den Deut­schen im Nor­den am bes­ten.

Unend­li­che Wei­te, stei­fe Bri­se und ei­ne Hand­breit Was­ser un­term Kiel: Die seit Jah­ren zu­frie­dens­ten Men­schen in Deutsch­land, die Schles­wi­gHol­stei­ner, ha­ben ih­re Spit­zen­po­si­ti­on im ak­tu­el­len „Glücks­at­las“so­gar mi­ni­mal aus­ge­baut. Wäh­rend sich die Zuf­rie­den­heit bun­des­weit auf ei­ner Ska­la von 0 bis 10 für die­ses Jahr mit 7,05 Punk­ten „auf ho­hem Ni­veau“kaum ver­än­dert zeigt (2017: 7,07), pre­schen die Men­schen im ho­hen Nor­den mit 7,44 Punk­ten (2017: 7,43) da­von.

Doch der Ab­stand zu den Ver­fol­gern ver­rin­gert sich, wie auch der Un­ter­schied zwi­schen ostund west­deut­schen Re­gio­nen deut­lich klei­ner wird. Das geht aus den Ana­ly­sen von Wis­sen­schaft­lern und Markt­for­schern um den So­zi­al­öko­no­men Bernd Raf­fel­hü­s­chen her­vor, die die ach­te At­las-Aus­ga­be im Auf­trag Glück hat vie­le Ge­sich­ter: pro Jahr wird im Glücks­at­las ge­zo­gen.

der Deut­schen Post er­stell­ten. Von den „reichs­ten und zu­frie­dens­ten Deut­schen, die je­mals in die­sem Land ge­lebt ha­ben“sprach Raf­fel­hü­s­chen am Don­ners­tag in Ham­burg.

Die an­hal­tend star­ke Kon­junk­tur und Be­schäf­ti­gungs­la­ge in Deutsch­land wur­den als maß­geb­li­che Fak­to­ren aus­ge­macht. Zu­letzt hat­te der Herbst­auf­schwung am Ar­beits­markt die Ar­beits­lo­sen­zahl im Sep­tem­ber auf den nied­rigs­ten Wert seit 1991 und die Ar­beits­lo­sen­quo­te auf 5,0 Pro­zent ge­drückt.

„Geld macht glück­lich“, sag­te Raf­fel­hü­s­chen. Beim Haus­halts­ein­kom­men Ein­mal Bi­lanz

und dem in­di­vi­du­ell ver­füg­ba­ren Ein­kom­men sei Deutsch­land deut­lich vor­an­ge­kom­men. Folg­lich stieg die Zuf­rie­den­heit der Men­schen hier­mit von 2006 bis 2016 um rund 16 Pro­zent auf 6,4 Punk­te. Al­ler­dings sei der „Glücks­zu­wachs“durch ei­nen zu­sätz­li­chen Eu­ro bei Ge­ring­ver­die­nern hö­her als bei Men­schen mit ho­hem Ein­kom­men, heißt es in der Stu­die.

Wich­ti­ger noch ist die Ge­sund­heit (2018: 6,6). Aber vor al­lem sind die Men­schen mit ih­ren Wohn- und Fa­mi­li­en­si­tua­tio­nen bei Wer­ten von 7,9 und 7,8 Punk­ten wei­test­ge­hend im Rei­nen. Mit ih­rem Glücks­ge­fühl sind die Deut­schen nicht al­lein. Auch in Eu­ro­pa ha­be die Le­bens­zu­frie­den­heit zu­ge­nom­men, laut Eu­ro­ba­ro­me­ter auf 6,8 (6,7) Punk­te. Vom Tal der Trä­nen – 2013 lag der Wert bei 6,2 Punk­ten – ha­be sich der Kon­ti­nent ab­ge­setzt. Die einst von der Fi­nanz­kri­se ge­beu­tel­ten Län­der Spa­ni­en und Por­tu­gal sei­en vor­an­ge­kom­men, und selbst Schluss­licht Grie­chen­land ha­be ei­nen Sprung um 0,4 auf 4,1 Punk­te ge­macht.

„Die Deut­schen sind zu­frie­den – im Ge­gen­satz zum Ein­druck des Jam­mer­lap­pens in Eu­ro­pa“, kon­sta­tier­te Raf­fel­hü­s­chen. An­de­re in­ter­na­tio­na­le Wis­sen­schaft­ler hat­ten Finn­land in die­sem Jahr zum glück­lichs­ten Land der Welt er­ko­ren. Kein an­de­res Volk sei lang­le­bi­ger, frei­gie­bi­ger und we­ni­ger kor­rupt als die Fin­nen. Auf den Plät­zen folg­ten Nor­we­gen und Dä­ne­mark. Deutsch­land schaff­te es laut „World Hap­pi­ness Re­port“auf Platz 15.

Der Un­ter­schied zwi­schen der Re­gi­on mit den zu­frie­dens­ten und den we­ni­ger glück­li­chen Men­schen blieb laut Aus­wer­tung mit „nur 0,6 Punk­ten“Dif­fe­renz auf dem nied­ri­gen Vor­jah­res­ni­veau; sprich: Die Un­ter­schie­de zwi­schen dem Sie­ger im ho­hen Nor­den und Schluss­licht Bran­den­burg sind nicht ge­wal­tig. Nicht die ob­jek­ti­ven Le­bens­um­stän­de sei­en für das Wohl­be­fin­den im Nor­den aus­schlag­ge­bend, re­sü­mier­te der Öko­nom. „Die Men­ta­li­tät ist trei­bend.“Denn ne­ben Geld, Ge­sund­heit und Ge­mein­schaft se­hen die Stu­di­en­ver­fas­ser auch die ge­ne­ti­sche Dis­po­si­ti­on als ei­nen Glücks­fak­tor – al­so Per­sön­lich­keits­merk­ma­le wie Of­fen­heit und emo­tio­na­le Sta­bi­li­tät. „Im Platt­deut­schen gibt es ei­ne Men­ge Wor­te für Ge­müt­lich­keit“, merk­te der im schles­wig-hol­stei­ni­schen Nie­büll ge­bo­re­ne Raf­fel­hü­s­chen (61) an. (dpa) Mün­chen. Der miss­glück­te Start von zwei Raum­fah­rern zur Raum­sta­ti­on ISS wird sich nach An­sicht des frü­he­ren As­tro­nau­ten Ul­rich Wal­ter auf die Rück­kehr der der­zei­ti­gen ISS-Cr­ew zur Er­de aus­wir­ken. „Alex­an­der Gerst wird si­cher­lich noch ein­mal drei Mo­na­te län­ger da oben blei­ben“, sag­te Wal­ter am Don­ners­tag in Mün­chen. Der Pro­fes­sor für Raum­fahrt­tech­nik rech­net da­mit, dass Gerst und die zwei wei­te­ren Be­sat­zungs­mit­glie­der erst An­fang 2019 zu­rück­keh­ren kön­nen. Die Eu­ro­päi­sche Welt­raum­or­ga­ni­sa­ti­on Esa hat­te zu­vor er­klärt, es sei noch zu früh, über ei­ne mög­li­che Ver­län­ge­rung der Mis­si­on zu ent­schei­den.

Auch wenn bei­de Raum­fah­rer wohl un­ver­letzt blie­ben – die Lan­dung sei nicht un­ge­fähr­lich ge­we­sen, er­klär­te Wal­ter: „Das gro­ße Pro­blem ist die schnel­le Dre­hung, die­ses Tru­deln, weil das zu ei­ner Stö­rung des Gleich­ge­wichts­or­gans führt.“Das sei aber al­les im Vor­aus be­rech­net wor­den und sol­che Si­tua­tio­nen trai­nier­ten As­tro­nau­ten in ih­rer Aus­bil­dung. Die Cr­ew auf der ISS sei von der Er­de aus in­for­miert wor­den, teil­te die US-Raum­fahrt­be­hör­de Na­sa mit. (dpa) Pa­na­ma Ci­ty. Hur­ri­kan „Micha­el“hat im US-Bun­des­staat Flo­ri­da ei­ne Schnei­se der Ver­wüs­tung ge­schla­gen und zahl­rei­che Men­schen ver­letzt. „Es gibt un­glaub­li­che Zer­stö­run­gen“, sag­te Flo­ri­das Gou­ver­neur Rick Scott am Don­ners­tag dem Sen­der CNN. „Wir ha­ben vie­le Ver­letz­te.“CNN be­rich­te­te, der Sturm ha­be in Flo­ri­da und dem be­nach­bar­ten Geor­gia zwei Men­schen ge­tö­tet; Scott mach­te da­zu kei­ne An­ga­ben. (dpa)

Fo­tos (3): dpa

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