Er­hol­sa­mer Ab­schluss ei­nes dra­ma­ti­schen Jah­res Moz-ad­vents­ak­ti­on:

In der Kin­der­nach­sor­ge­kli­nik Ber­lin-bran­den­burg in Bernau kann Fa­mi­lie Lutz­ke neue Kraft tan­ken

Märkische Oderzeitung Frankfurt - - Berlin/brandenburg -

Bernau. Vier Wo­chen Re­haAuf­ent­halt in der Kin­der­nach­sor­ge­kli­nik in Bernau lie­gen hin­ter Fa­mi­lie Lutz­ke. Ein er­hol­sa­mer Ab­schluss ei­nes an­stren­gen­den und dra­ma­ti­schen Jah­res, wie Clau­dia Lutz­ke be­rich­tet. Iri­na Voigt hat für die Moz-ad­vents­ak­ti­on zu­guns­ten der Kin­der­nach­sor­ge­kli­nik den be­we­gen­den Be­richt der Mut­ter no­tiert. Nä­he. Die gro­ße Schwes­ter Le­na, die schon zehn Jah­re alt ist, sa­hen wir wäh­rend der Kran­ken­haus­auf­ent­hal­te nur sel­ten. Im­mer­hin wa­ren es von uns zu Hau­se im erz­ge­bir­gi­schen Stoll­berg bis zur Kli­nik ei­ne St­un­de Weg. Jetzt geht es Ben schon viel bes­ser, vor al­lem, seit wir in der Kin­der­nach­sor­ge­kli­nik in Bernau sind.

Hier neh­men sich al­le viel Zeit, sich um den Klei­nen, aber auch um sei­nen Bru­der und sei­ne gro­ße Schwes­ter zu küm­mern. Die hat hier so­gar ei­nen Freund ge­fun­den. Und freut sich über die vie­len An­ge­bo­te von Rei­ten bis Töp­fern. Der mun­te­re Finn bringt al­le zum La­chen.

Vor al­lem aber über Ben wird sein Phy­sio­the­ra­peut in Leip­zig stau­nen. Der Jun­ge woll­te näm­lich nie auf dem Bauch lie­gen. Das tat ihm zu weh. Ist ja klar, bei den vie­len Ope­ra­tio­nen, und an­dau­ernd will je­mand was von ihm. Blut ab­neh­men, Un­ter­su­chun­gen und sol­che Din­ge. Nun aber kann er sich selbst um­dre­hen. Und auch auf dem Bauch lie­gen. So­gar der Va­ter staunt dar­über, das hät­te er in der kur­zen Zeit nicht für mög­lich ge­hal­ten. Und Ben kann schon ganz flink krab­beln. Das er­wei­tert sei­nen Ak­ti­ons­ra­di­us ganz ge­wal­tig, und er ist nicht mehr zu brem­sen.

Noch ste­hen wei­te­re Ope­ra­tio­nen an. Wir hof­fen, dass al­les so mit­wächst, wie die Ärz­te es sich vor­stel­len und wir es uns wün­schen. Aber wir sind op­ti­mis­tisch, dass wir das ge­mein­sam schaf­fen wer­den. Und viel­leicht kön­nen wir dann die nächs­te Re­ha auch als Fa­mi­lie schon in der neu­en Kli­nik in Straus­berg ver­brin­gen.

Es ist hier sehr schön, wir sind in Wand­litz in dem Haus un­ter­ge­bracht, in dem einst Lot­te und Wal­ter Ul­bricht – der da­ma­li­ge Staats­rats­vor­sit­zen­de der DDR – wohn­ten. His­to­risch ge­se­hen ist das span­nend. Aber prak­tisch ist es nicht.

Wenn wir von ei­ner Be­hand­lung zur an­de­ren wol­len oder zum Schwim­men, müs­sen wir in die­ser Jah­res­zeit je­des Mal die Kin­der an- und wie­der aus­zie­hen. Schön wä­re es, wenn wir die­se Gän­ge in­ner­halb ei­nes Ge­bäu­de­kom­ple­xes ma­chen könn­ten. So, wie die Bau­plä­ne für die neue Kin­der­nach­sor­ge­kli­nik in Straus­berg das zei­gen. Die dor­ti­ge Um­ge­bung im Wald und di­rekt am See soll wun­der­schön sein. Jetzt, wo wir selbst be­trof­fen sind, se­hen wir, wie wich­tig es ist, dass sich Leu­te wie der Stif­tungs­grün­der Pe­ter Fritz und sei­ne Frau In­ge­borg für Fa­mi­li­en mit chro­nisch kran­ken Kin­dern ein­set­zen. Und das eben auch für al­le Fa­mi­li­en­mit­glie­der.“

Fo­to: Iri­na Voigt

Ganz in Fa­mi­lie: Clau­dia Lutz­ke, die zehn­jäh­ri­ge Toch­ter Le­na, die Zwil­lin­ge Finn (r.) und Ben so­wie ihr Va­ter Da­ni­el Schmie­del füh­len sich in der Kin­der­nach­sor­ge­kli­nik Bernau gut be­treut.

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