Ex-ber-ver­ant­wort­li­che sa­gen aus

Frü­he­rer Tech­nik­chef Kört­gen: De­ba­kel war für uns da­mals nicht vor­stell­bar

Märkische Oderzeitung Frankfurt - - Berlin/brandenburg -

Ber­lin. Die jah­re­lan­gen Ver­zö­ge­run­gen am neu­en Haupt­stadt­flug­ha­fen BER er­stau­nen aus heu­ti­ger Sicht auch den frü­he­ren Tech­nik­chef Man­fred Kört­gen. „Das war für uns da­mals nicht vor­stell­bar“, sag­te Kört­gen, der nach der 2012 ge­platz­ten Er­öff­nung ent­las­sen wor­den war, am Frei­tag. Zu­gleich ver­tei­dig­te er im Flug­ha­fen-un­ter­su­chungs­aus­schuss des Ber­li­ner Ab­ge­ord­ne­ten­hau­ses die zahl­rei­chen Plan­än­de­run­gen wäh­rend der Bau­pha­se. Sie gel­ten als ein Grund für das De­ba­kel.

„Je­de Än­de­rung stört den Bau­ab­lauf“, ge­stand Kört­gen zwar zu. Des­halb ha­be er je­doch ein Än­de­rungs-ma­nage­ment ein­ge­führt, so dass im­mer al­le re­le­van­ten Ab­tei­lun­gen der Flug­ha­fen­ge­sell­schaft ein­be­zo­gen wor­den sei­en. Al­les sei trans­pa­rent ge­lau­fen. „Da gab es kei­nen An­satz, dass da ir­gend­was ge­fähr­det wä­re. Das war für mich nicht er­kenn­bar“, sag­te der 65-Jäh­ri­ge. „Jetzt wis­sen wir na­tür­lich mehr als vor sechs Jah­ren.“

Ur­sprüng­lich soll­te der Flug­ha­fen 2011 in Be­trieb ge­hen, jetzt ist der Start für 2020 ge­plant. An­schlie­ßend soll der Air­port aus­ge­baut wer­den, um die wach­sen­den Pas­sa­gier­zah­len in Ber­lin auf­neh­men zu kön­nen. Im ver­gan­ge­nen Jahr wa­ren es gut 33 Mil­lio­nen Flug­gäs­te.

Kört­gen er­in­ner­te dar­an, dass der BER ur­sprüng­lich für 20 Mil- lio­nen Pas­sa­gie­re ge­plant wor­den sei, was Kri­ti­ker da­mals für über­trie­ben hiel­ten. Auch der frü­he­re Spre­cher der Ber­li­ner Flug­hä­fen Rai­ner Schwarz war zu der Aus­schuss-sit­zung am Frei­tag ein­ge­la­den. (dpa)

Fo­to: dpa/ste­pha­nie Pilick

Da wa­ren bei­de noch im Amt: Der frü­he­re Ber-chef­pla­ner Man­fred Kört­gen (l) und der Ex-spre­cher der Flug­ha­fen-ge­schäfts­füh­rung Rai­ner Schwarz bei ei­ner Ver­an­stal­tung 2012

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