Um­fas­sen­de Aus­sa­gen nach Mord­ver­such

Märkische Oderzeitung Frankfurt - - Aus Aller Welt -

Frank­furt (Oder). Die Staats­an­walt­schaft Frank­furt (Oder) prüft recht­li­che Schrit­te ge­gen die Ent­schei­dung des Frank­fur­ter Amts­ge­rich­tes, nach dem Mord­ver­such an ei­ner jun­gen Frau nur ge­gen zwei der sechs Tä­ter Haft­be­feh­le zu ver­hän­gen. Im Vi­sier hat die Staats­an­walt­schaft da­bei ei­ne 25 Jah­re al­te Frau, die ge­mein­sam mit zwei wei­te­ren Frau­en das Op­fer in die Oder ge­sto­ßen hat­te. Ge­gen die­se hat­te das Ge­richt an­ders als ge­gen die an­de­ren bei­den Frau­en kei­nen Haft­be­fehl ver­hängt. „Wir ge­hen von ei­ner Mit­tä­ter­schaft aus und prü­fen, ge­gen die­sen Be­schluss vor­zu­ge­hen“, so Ri­car­da Böh­me, Spre­che­rin der Staats­an­walt­schaft Frank­furt (Oder).

Von den sechs an den Miss­hand­lun­gen, dem Raub und dem Mord­ver­such be­tei­lig­ten Frau­en und Män­nern, 18 bis 35 Jah­re alt, sitzt nur ei­ne 30 Jah­re al­te Frau in Un­ter­su­chungs­haft. Der Haft­be­fehl ge­gen ei­ne 18-Jäh­ri­ge wur­de un­ter Auf­la­gen au­ßer Voll­zug ge­setzt – auf­grund des Al­ters der jun­gen Frau, weil sie zu den Ta­ten um­fas­send aus­ge­sagt hat und weil sie noch in der el­ter­li­chen Woh­nung lebt.

Die Staats­an­walt­schaft hat­te ge­gen fünf der sechs Tä­ter, vier da­von vor­be­straft, Haft­be­fehl be­an­tragt. Der sechs­te, ein 35 Jah­re al­ter Mann, hat­te le­dig­lich das Raub­gut in sei­ner Woh­nung de­po­niert und ei­ne klei­ne­re Kör­per­ver­let­zung be­gan­gen. (gro)

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