Pro­be mit Tanz­leh­rer

Zwei Wo­che­n­en­den gas­tiert der be­kann­te Cho­reo­graf Mar­co Vol­ta an der Schwed­ter Mu­sik- und Kunst­schu­le

Märkische Oderzeitung Schwedt - - Vorderseite - vOn OlivEr SchWErS Mehr Fotos auf www.moz.de

Be­son­de­rer Work­shop mit be­son­de­rem Leh­rer: Der in­ter­na­tio­nal be­kann­te Cho­reo­graf und Tän­zer Mar­co Vol­ta sei­nen jun­gen Schü­lern in Schwedt viel bei­ge­bracht.

Schwedt. In­ter­na­tio­nal be­kann­te Tän­zer und Aus­bil­der holt die Schwedt Mu­sikund Kunst­schu­le in die­sem Jahr in die Ucker­mark. Den Auf­takt macht der in­ter­na­tio­nal be­kann­te Cho­reo­graf und Tanz­leh­rer Mar­co Vol­ta. Für die Ju­gend­li­chen sind sol­che Work­shops ei­ne ganz an­de­re Er­fah­rung.

Es geht al­les ra­send schnell. Ein paar Pro­ben vor dem Spie­gel, ein paar Schrit­te, Dre­hun­gen, so­gar Hand­stand und Über­schlag. Da­zu Mu­sik und im­mer wie­der der Zähl­takt. Die Kin­der kon­zen­trie­ren sich auf je­de Be­we­gung von Mar­co Vol­ta, der spie­lend leicht und im­mer mit ei­nem Lä­cheln im Ge­sicht die Übun­gen vor­macht und die hin­ter ihm Ste­hen­den kon­trol­liert. Mit hoch­ro­tem Ge­sicht fol­gen sie sei­nen fort­wäh­rend wech­seln­den Wen­dun­gen, Schrit­ten und Sprün­gen. „Ganz schön schwer, et­was schnel­ler als sonst, aber es bringt uns was“, so der Kom­men­tar der Mäd­chen und Jun­gen in der kur­zen Ver­schnauf­pau­se.

Der be­kann­te Cho­reo­graf und Tän­zer Mar­co Vol­ta kennt vie­le Büh­nen und Tanz­schu­len, wird in ver­schie­dens­ten Län­dern en­ga­giert, be­tei­ligt sich seit Jah­ren an Pro­jek­ten. Er un­ter­rich­tet nicht nur in der Schweiz und in Deutsch­land, son­dern kommt auch auf Stipp­vi­si­te in die Ucker­mark. „Wir sind Kol­le­gen von frü­her und ken­nen uns schon lan­ge“, er­klärt Tanz­päd­ago­ge Thomas Mau­cher von der Schwed­ter Mu­sik- und Kunst­schu­le das Zu­stan­de­kom­men des mehr­tä­gi­gen Work­shops an zwei Wo­che­n­en­den. „Ex-Kol­le­gen be­su­chen sich und das ver­pflich­tet auch, Un­ter­richt vor Ort zu ge­ben.“

Mau­cher möch­te, dass sei­ne Schü­ler ver­schie­de­ne Sti­le ver­schie­de­ner Leh­rer ken­nen­ler­nen. „Manch­mal merkt man, dass Schü­ler und auch El­tern Angst vor dem Frem­den ha­ben. Aber beim Tanz sind die­se Be­geg­nun­gen ganz nor­mal. Des­halb ist es mir wich­tig, Neu­es ein­zu­füh­ren.“Bei der Kon­zen­tra­ti­on auf nur ei­nen Leh­rer wür­den die Schü­ler nur des­sen Stil an­neh­men. „Aber der stän­di­ge Wech­sel ist et­was Grund­le­gen­des in un­se­rem Le­ben. Und Schü­ler schau­en sich gott­sei­dank im­mer nur das Bes­te ab.“

Sein Ver­such: Al­le zwei Mo­na­te will er ei­nen an­de­ren Na­men aus der Fa­mi­lie der Tän­zer und Tanz­päd­ago­gen für ei­nen Work­shop in Schwedt ge­win­nen. Sei­nen Schü­lern macht Gast­do­zent Mar­co Vol­ta am En­de der ers­ten St­un­de ein Kom­pli­ment. „Als Tän­zer ha­ben wir die Funk­ti­on, ei­ne Mes­sa­ge (Bot­schaft) wei­ter­zu­ge­ben. Der Kör­per möch­te sa­gen, was der Mensch macht. Tanz ist zum Bei­spiel Aus­druck für die, die nicht so gern spre­chen möch­ten.“

Auch in Ba­sel un­ter­rich­tet er Kin­der, manch­mal Se­nio­ren. Da­bei kom­men ver­schie­de­ne Kul­tu­ren zu­sam­men, die auf ei­ge­ne Wei­se mit­ein­an­der kom­mu­ni­zie­ren. Da­bei ent­wi­ckeln sich so­zia­le Kom­pe­ten­zen. „Es ist wie beim Zir­kus, man wächst au­to­ma­tisch von der ers­ten St­un­de zu ei­ner Fa­mi­lie zu­sam­men, ar­bei­tet je­den Tag sehr eng und man be­rührt sich zwangs­läu­fig“, er­klärt Thomas Mau­cher. „Es geht da­bei ja auch um Ver­trau­en, zum Bei­spiel beim He­ben. Und der Kör­per lügt nicht. Man sieht schon beim Her­ein­kom­men, wie es dem An­de­ren geht. Das ist im Bü­ro oder in an­de­ren Be­ru­fen nicht so aus­ge­prägt.“

Spra­che des Kör­pers ver­bin­det Kul­tu­ren und schafft neue Be­geg­nun­gen

Fotos (2): Ste­fan Csé­vi

Ganz schön schwie­rig: Mäd­chen und Jun­gen ver­schie­de­ner Al­ters­grup­pen ha­ben an zwei Wo­che­n­en­den an der Schwed­ter Mu­sik- und Kunst­schu­le Ge­le­gen­heit, an ei­nem be­son­de­ren Tanz­work­shop teil­zu­neh­men.

Mar­co Vol­ta in Ak­ti­on: Der Cho­reo­graf aus Ba­sel un­ter­rich­tet in ver­schie­de­nen Städ­ten und ist ge­ra­de in der Ucker­mark zu Gast.

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