Vor­schlä­ge zu Koh­le­re­vie­ren vor Tref­fen

Märkische Oderzeitung Seelow - - Wirtschaft -

Ber­lin. Vor dem Spit­zen­tref­fen von Bun­des­kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel mit den Mi­nis­ter­prä­si­den­ten der vier vom Koh­le­au­stieg be­trof­fe­nen Bun­des­län­der Bran­den­burg, Sach­sen, Sach­senAn­halt und Nord­rhein-West­fa­len, ha­ben sich die Re­gie­rungs­chefs Bay­erns und Sach­sens zu Wort ge­mel­det.

Sach­sens Mi­nis­ter­prä­si­dent Micha­el Kret­sch­mer (CDU) hat die Ver­le­gung von Bun­des­wehr­stand­or­ten nach Ost­deutsch­land ge­for­dert, um wirt­schaft­li­che Ein­bu­ßen im Zu­ge von Still­le­gun­gen der Braun­koh­le­re­vie­re zu kom­pen­sie­ren, so die Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Zei­tung.

Bay­erns Mi­nis­ter­prä­si­dent Mar­kus Sö­der (CSU) un­ter­stützt den Vor­schlag, Bun­des­be­hör­den in die ost­deut­schen Län­der zu ver­le­gen. Der Bund müs­se zei­gen, dass er In­ter­es­se an ei­ner Gleich­wer­tig­keit der Le­bens­ver­hält­nis­se ha­be, sag­te er dem Deutsch­land­funk. Ähn­lich hat­ten sich be­reits der Ost­be­auf­trag­te der Bun­des­re­gie­rung, Hir­te, und die Vor­sit­zen­de der Grü­nen-Frak­ti­on im Bun­des­tag, Gö­ring-Eckardt ge­äu­ßert.

Die Kom­mis­si­on „Wachs­tum, Struk­tur­wan­del und Be­schäf­ti­gung“– kurz Koh­le­kom­mis­si­on - soll­te ur­sprüng­lich bis En­de No­vem­ber ein End­da­tum für die Braun­koh­le­ver­stro­mung und Al­ter­na­ti­ven für die Be­schäf­tig­ten for­mu­lie­ren. Doch die Er­geb­nis­se las­sen auf sich war­ten.

Des­halb will Bun­des­kanz­le­rin Mer­kel die Ver­hand­lun­gen be­schleu­ni­gen und emp­fängt mor­gen Abend(19.00 Uhr) Kanz­ler­amt die Mi­nis­ter­prä­si­den­ten Diet­mar Wo­id­ke (SPD), Micha­el Kret­sch­mer, Rei­ner Ha­seloff und Ar­min La­schet (al­le CDU).

In den Braun­koh­le­re­vie­ren geht es um 20 000 di­rekt Be­schäf­tig­te, die Ar­beits­plät­ze mit ho­hem Qua­li­fi­ka­ti­ons­ni­veau hät­ten, ins­ge­samt ge­he es um rund 60 000 Ar­beits­plät­ze.(dpa/AFP)

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