Son­der­aus­schuss for­dert bes­se­re Pes­ti­zid-Kon­trol­len

Gly­pho­sat-Zu­las­sung be­schäf­tigt das EU-Par­la­ment

Märkische Oderzeitung Strausberg - - Vorderseite -

Brüssel.

Als Re­ak­ti­on auf die um­strit­te­ne Zu­las­sung des Un­kraut­ver­nichters Gly­pho­sat bis 2022 hat ein Son­der­aus­schuss des EU-Par­la­ments stren­ge­re Prüf­me­cha­nis­men für Pes­ti­zi­de ge­for­dert. Künf­tig sol­len Stu­di­en zu den Wirk­stof­fen bes­ser öf­fent­lich zu­gäng­lich sein, wie es in dem Be­richt heißt, den der Aus­schuss am Don­ners­tag mit gro­ßer Mehr­heit ver­ab­schie­de­te. Au­ßer­dem sol­len künf­tig nicht mehr die Her­stel­ler der Mit­tel dar­über ent­schei­den, wel­ches Land für die Zu­las­sung zu­stän­dig ist; statt­des­sen soll die EU-Kom­mis­si­on mehr Mit­spra­che­rech­te be­kom­men. Die EU-Mit­glied­staa­ten hat­ten das Un­kraut­ver­nich­tungs­mit­tel Gly­pho­sat im No­vem­ber 2017 für fünf wei­te­re Jah­re zu­ge­las­sen, was eu­ro­pa­wei­te Pro­tes­te aus­lös­te. Schon zu­vor hat­te ei­ne eu­ro­päi­sche Bür­ger­initia­ti­ve mehr als ei­ne Mil­li­on Un­ter­schrif­ten für ein Ver­bot ge­sam­melt. Die Kri­tik rich­tet sich auch ge­gen das Zu­las­sungs­ver­fah­ren, das Geg­ner des Mit­tels als zu lasch ein­stu­fen. Gly­pho­sat steht im Ver­dacht, Krebs zu er­re­gen.

Der Son­der­aus­schuss war An­fang des Jah­res ins Le­ben ge­ru­fen wor­den. Im Ja­nu­ar soll sich das EU-Par­la­ment mit dem The­ma be­fas­sen.

Kas­sel.

Woh­nungs­ei­gen­tü­mer müs­sen den dop­pel­ten Ein­bau von Rauch­mel­dern in ih­ren Woh­nun­gen hin­neh­men. Ei­ne Ei­gen­tü­mer­ge­mein­schaft kann de­ren Ein­bau und War­tung in al­len Woh­nun­gen be­schlie­ßen, auch wenn die Ei­gen­tü­mer be­reits selbst Warn­ge­rä­te in­stal­liert ha­ben, ur­teil­te am Frei­tag der Bun­des­ge­richts­hof (BGH) in Karlsruhe.

Im kon­kre­ten Fall hat­te ei­ne Woh­nungs­ei­gen­tü­mer­ge­mein­schaft aus dem Raum Düs­sel­dorf 2015 den ein­heit­li­chen Ein­bau samt War­tung von Rauch­mel­dern in sämt­li­chen Woh­nun­gen be­schlos­sen. Doch meh­re­re Ver­mie­ter hat­ten be­reits ei­ge­ne Rauch­warn­mel­der in­stal­liert. Sie wehr­ten sich ge­richt­lich da­ge­gen, dass sie nun nach dem Be­schluss der Ei­gen­tü­mer­ge­mein­schaft für dop­pel­te Ge­rä­te in­klu­si­ve War­tung zah­len soll­ten.

Doch der BGH be­fand, dass die Ei­gen­tü­mer­ge­mein­schaft den ein­heit­li­chen Ein­bau und die War­tung von Rauch­mel­dern be­schlie­ßen kann. In­dem ei­ne Fach­fir­ma für al­le Ge­rä­te zu­stän­dig sei, „wird ein ho­hes Maß an Si­cher­heit ge­währ­leis­tet“. (AZ: V ZR 273/17) (epd)

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