Glück und Sehn­süch­te mit Pin­sel und Spach­tel

Anet­te Be­tros zeigt ma­le­ri­sche Ge­gen­sät­ze in der Gli­e­ni­cker Rat­haus­ga­le­rie

Märkischer Zeitungsverlag Oranienburger Generalanzeiger - - S-BAHN-GEMEINDEN / LIEBENWALDE / LÖWENBERGER LAND - Die Aus­stel­lung ist bis zum 18. April zu den Öff­nungs­zei­ten der Ver­wal­tung, di­ens­tags von 13 bis 18 Uhr und don­ners­tags von 9 bis 12 Uhr so­wie von 14 bis 16 Uhr, für Be­su­cher ge­öff­net.

Gli­e­ni­cke. Wer sich die Bil­der von Anet­te Be­tros an­schaut, er­hält Einblicke in die un­ver­fälsch­te Welt der Zwei­sam­keit. Die Wer­ke zei­gen Paa­re, die sich ganz na­he sind, be­rich­tet Gli­e­ni­ckes Ge­mein­de­spre­cher Ar­ne Fär­ber. Sie spie­geln Be­geh­ren, Glück und Sinn­lich­keit wi­der und we­cken beim Be­trach­ter Sehn­süch­te. Ge­gen­sät­ze fas­zi­nie­ren Anet­te Be­tros: Farb­kon­tras­te und Har­mo­ni­en, wei­che flie­ßen­de Ober­flä­chen und For­men im Zu­sam­men­spiel mit fei­nen und gro­ben Pin­sel­stri­chen bis hin zum Farb­auf­trag mit Spach­tel. Die Künst­le­rin kre­iert vor­wie­gend Sze­ne­ri­en zum Träu­men, in Ge­dan­ken, zum Ver­sin­ken und zum Ent­span­nen.

Die Schil­do­we­r­in Anet­te Be­tros prä­sen­tiert noch bis zum 18. April in der Rat­haus­ga­le­rie ih­re Se­rie „Mo­men­te 2.0“und „Mo­men­te 3.0“. Be­tros will mit ih­rer Aus­stel­lung in die ro­man­ti­sche und ele­gan­te Welt der im­mer­zu wach­sen­den Se­ri­en „Mo­men­te“, „Mo­men­te 2.0“und „Mo­men­te 3.0“ent­füh­ren. Die Se­rie „Mo­men­te“er­in­nert an al­te Schwarz­wei­ßfil­me. Hin­ge­gen wer­den die dy­na­mi­schen Wer­ke von „Mo­men­te 2.0“zu­sätz­lich durch sat­te Farbakzente zum Hin­gu­cker. „Durch die Farb­kleck­se be­kom­men die Bil­der ei­ne Dy­na­mik. Al­les wirkt frei­er“, sag­te Be­tros. Be­son­ders au­ßer­ge­wöhn­lich und neu kommt die Se­rie „Mo­men­te 3.0“mit drei­di­men­sio­na­len Ele­men­ten da­her. So ma­chen le­bens­gro­ße Fi­gu­ren, die in Lein­wän­de klet­tern und Blu­men, die aus den Lein­wän­den ra­gen, die Ein­la­dung der Künst­le­rin in ih­re Wel­ten fast schon re­al. „Es sind sehr ro­man­ti­sche und lie­be­vol­le Bil­der“, sag­te sie.

Die „Mo­men­te“-Se­rie will sie fort­set­zen, hat Ar­ne Fär­ber er­fah­ren.

Ers­te Ide­en schwe­ben ihr vor. Doch Be­tros kann auch an­ders: Sie will sich nicht auf ein The­ma fest­le­gen. Ger­ne taucht sie in die Welt des Sports ein, schafft mi­ni­ma­lis­ti­sche Ge­mäl­de von Ring­kämp­fern, Läu­fe­rin­nen und Tur­nern. Nur zu ger­ne wür­de sie den Was­ser­sport in ihr Re­per­toire auf­neh­men. Schon als Kind nutz­te Be­tros die vie­len Rei­sen ih­rer El­tern zum Ma­len. Sie hat all die Jah­re ihr Hob­by wei­ter­ent­wi­ckelt und vie­le Mal­tech­ni­ken aus­pro­biert. „Hän­gen ge­blie­ben“ ist sie schließ­lich bei der Acryl­tech­nik. „Die meis­ten Ef­fek­te schaf­fe ich mit Acryl“, sagt die As­sis­ten­tin für Pro­dukt­de­sign. Die Aus­bil­dung half ihr, sich ste­tig zu ver­bes­sern. Ob Far­ben­leh­re, das schwung­vol­le Frei­hand­zeich­nen oder das räum­li­che Den­ken, Anet­te Be­tros wuss­te das Ge­lern­te für ih­re gro­ße Lei­den­schaft um­zu­set­zen. Zu­dem liegt das Kunst-Gen in der Fa­mi­lie. Der Pa­te­n­on­kel ist Künst­ler und „mei­ne Mut­ter hat eben­falls ein Fai­b­le für die Ma­le­rei“.

Bür­ger­meis­ter Dr. Hans Gün­ther Ober­lack (FDP) und Mar­tin Bey­er, der Vor­sit­zen­de der Ge­mein­de­ver­tre­tung, er­öff­ne­ten die Aus­stel­lung. Das Duo Syl­ke E. Gei­ßen­dör­fer und Die­ter Wol­ter der Band „Jazz Wol­taire“be­glei­te­te die Ver­nis­sa­ge mit pas­sen­der Mu­sik.

Ih­re Se­rie „Mo­men­te“will die Künst­le­rin fort­set­zen

Fo­to: Ar­ne Fär­ber/Ge­mein­de­ver­wal­tung

Be­ein­dru­ckend: Anet­te Be­tros’ Bil­der er­in­nern an Schwarz­wei­ßfil­me, set­zen aber star­ke far­bi­ge Ak­zen­te.

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