In­zwi­schen in Groß­mutz zu Hau­se

Eh­ren­amt­le­rin El­len Van­se­low fei­ert heu­te ih­ren 70. Ge­burts­tag

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Groß­mutz (veb) Sie ist quir­lig, im­mer gut ge­launt und stän­dig auf Ach­se: Die Re­de ist von El­len Van­se­low, die heu­te ih­ren 70. Ge­burts­tag fei­ert. Als ihr Mann die Pfarr­stel­le in Fal­ken­thal über­nahm zog das Paar nach Groß­mutz. Doch sie hat nicht dar­auf ge­war­tet, dass die Leu­te auf sie zu­kom­men, sie hat selbst die Initia­ti­ve er­grif­fen und Kon­tak­te ge­knüpft.

Groß­mutz (veb) Das La­chen von El­len Van­se­low ist an­ste­ckend. Heu­te hat sie al­len Grund zum La­chen, denn sie wird 70 Jah­re alt, und die Jah­re sind ihr we­der an­zu­se­hen noch an­zu­mer­ken. Das liegt zum Teil auch dar­an, dass El­len Van­se­low, wie eben al­le Rent­ner, nie­mals Zeit hat. Ein Blick in den Ter­min­ka­len­der ver­rät, es ist im­mer et­was zu tun.

Nach Groß­mutz hat es die quir­li­ge Se­nio­rin ver­schla­gen, als ihr Mann die Pfarr­stel­le in Fal­ken­thal über­nahm. Da für Pfar­rer ei­ne Re­si­denz­pflicht be­steht, stand al­so ein Um­zug aus Lee­ge­bruch, wo sie ge­mein­sam leb­ten, an. Weil es aber in Fal­ken­thal kei­ne Un­ter­kunft für den Pfar­rer gab, sa­hen sich die bei­den nach ei­ner Al­ter­na­ti­ve um und wur­den in Groß­mutz fün­dig. Dass sie nicht aus Ber­lin, son­dern aus Lee­ge­bruch ka­men, war schon ein Vor­teil, er­in­ner­te sich die Se­nio­rin schon vor Jah­ren in ei­nem Ge­spräch. Den­noch ha­be es ei­ni­ge Zeit ge­dau­ert, um in Groß­mutz an­zu­kom­men. Ein wirk­li­cher Wen­de­punkt war das Jahr 2006, denn da kam die ge­lern­te Ka­te­che­tin auf die Idee, ei­ne El­tern-Kind-Grup­pe ins Le­ben zu ru­fen, um sich im Ort zu en­ga­gie­ren und Kon­tak­te zu knüp­fen. Es hat ge­klappt. Als die Grup­pe al­ler­dings im­mer klei­ner wur­de, weil die Kin­der zur Schu­le ka­men, fand El­len Van­se­low pro­blem­los Er­satz. Als Übungs­lei­te­rin sorg­te sie fort­an da­für, dass die Groß­mut­zer Frau­en sich fit hiel­ten. Ei­ne sol­che Grup­pe gibt es nicht nur in Groß­mutz, son­de­ren auch in Fal­ken­thal. Ei­ne Al­ter­na­ti­ve zur Gym­nas­tik drin­nen sind die Po­wer­walk­run­den, ob mit oder oh­ne Stö­cke, da­für aber mit Früh­stück zur Stär­kung vor­ab.

Der Krea­tiv­kurs „We­ben oh­ne Web­stuhl“und die Schlem­mer­le­sun­gen, bei de­nen zu­erst ge­mein­schaft­lich ge­kocht und da­nach dann in ge­müt­li­cher Run­de ge­le­sen und dis­ku­tiert wird, auch da mischt die Se­nio­rin gern mit. Kei­nes­falls ver­ges­sen wer­den darf ihr En­ga­ge­ment in der Lee­ge­bru­cher Thea­ter­grup­pe „Misch­masch“, der sie bis heu­te treu ge­blie­ben ist. Sie hilft bei der Vor­be­rei­tung der Stü­cke mit und steht auch gern selbst auf der Büh­ne. Die Groß­mut­zer ha­ben da­von auch et­was, denn im Dorf­ge­mein­schafts­haus un­ter­hielt die Ak­teu­re der Misch­masch-Trup­pe die Ein­woh­ner schon ei­ni­ge Ma­le.

Ar­chiv-Fo­to: Da­ni­el Dzi­e­ni­an

Powerfrau: El­len Van­se­low als Vor­tur­ne­rin in der Gym­nas­tik-Grup­pe der Frau­en.

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