Nach­barn oh­ne Not­fall­plan

Märkischer Zeitungsverlag Oranienburger Generalanzeiger - - BRANDENBURG - Dietrich Schrö­Der

Die Grund­sät­ze, schwer er­krank­te oder le­bens­ge­fähr­lich ver­letz­te Men­schen in die nächst­ge­le­ge­ne Kli­nik zu brin­gen oder bei Brän­den und an­de­ren Ka­ta­stro­phen dem Nach­barn zu hel­fen, sind in der deutsch­pol­ni­schen Grenz­re­gi­on noch im­mer ein her­aus­for­dern­des Un­ter­fan­gen. Denn bis­her fehlt es so­wohl an recht­lich ver­bind­li­chen Re­ge­lun­gen zur grenz­über­schrei­ten­den Not­fall­ver­sor­gung wie auch an kur­zen Alar­mie­rungs­we­gen. Ein Deut­scher, dem es beim Ein­kauf in Po­len schlecht wird, darf nicht ein­fach von ei­nem pol­ni­schen Ret­tungs­wa­gen über die Oder ge­bracht wer­den oder ein Po­le in ein na­hes deut­sches Kli­ni­kum, wenn die ent­spre­chen­de pol­ni­sche Ein­rich­tung weit ent­fernt ist.

Die­ser Zu­stand be­steht, ob­wohl vor fünf Jah­ren ein Rah­men­ab­kom­men für den Ret­tungs­dienst ver­ein­bart wur­de, das je­doch von den Bun­des­län­dern, Land­krei­sen und pol­ni­schen Re­gio­nen an der Gren­ze end­lich kon­kret um­ge­setzt wer­den müss­te. Und zwar nicht nur für Übun­gen, son­dern für Not­fäl­le, die es im All­tag je­der­zeit ge­ben kann.

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