Herbst nervt

Märkischer Zeitungsverlag Oranienburger Generalanzeiger - - REGION IM BLICK -

Stän­dig ist et­was zu tun. Vor mei­ner Haus­tür muss der Weg sau­ber ge­hal­ten wer­den, sonst me­ckern die Nach­barn. Wenn Schnee fällt, auch. Bes­ser ist es. Nicht, dass noch et­was pas­siert. Aber der Herbst nervt echt. Blät­ter über Blät­ter. Vor al­lem die Stra­ßen­bäu­me kön­nen ge­ra­de gar nicht schnell ge­nug ihr Laub ab­wer­fen. Manch­mal kommt das Ge­fühl auf, sie ma­chen das nur, um ei­nen zu är­gern. Ihr Ver­bün­de­ter ist der Wind. Kaum ist ge­fegt – aber wem sag ich das. Da ist es doch ei­ne gu­te Idee, dass sich der Stadt­hof oder wer auch im­mer, mit ei­nem mun­te­ren Lied auf den Lip­pen um das Laub küm­mert. Da­für zahlt doch je­der gern, der sei­ne Ner­ven noch braucht. Wer will, kann das Laub an Stra­ßen von mir aus auch so mit­neh­men. Denn es ist bes­tes Rau­fut­ter für Scha­fe und Zie­gen. De­nen schmeckt das. Na­ja – und wer Gar­ne­len züch­tet, der kann sich auch die ei­ne oder an­de­re Schub­kar­re voll mit­neh­men, die fut­tern das auch. Fa­zit: Am bes­ten wä­re es, das Laub bleibt lie­gen, weil es Pflan­zen und Tie­ren Schutz bie­tet. Das geht aber nicht. Al­so Stadt­hof, über­neh­men Sie!

Burk­hard Keeve

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