Hub­schrau­ber der Ret­tung muss not­lan­den

Märkischer Zeitungsverlag Oranienburger Generalanzeiger - - REGION IM BLICK -

Zu ei­nem au­ßer­ge­wöhn­li­chen Ein­satz sind die Ret­ter der Feu­er­weh­ren aus Mar­witz und Eich­städt am Don­ners­tag­abend ge­gen 17.30 Uhr ge­ru­fen wor­den. Ein Ret­tungs­hub­schrau­ber, der ei­gent­lich aus Vel­ten kam, muss­te we­gen tech­ni­scher Pro­ble­me auf ei­nem Feld bei Mar­witz not­lan­den. Die Feu­er­weh­ren soll­ten den Platz aus­leuch­ten, um ei­ne si­che­re Lan­dung zu ge­währ­leis­ten. Da­mit fing der Ein­satz der Ka­me­ra­den erst an. Zwar lan­de­te der Hub­schrau­ber si­cher, aber der tech­ni­sche De­fekt er­wies sich als hart­nä­ckig. Wie Ober­krä­mers Wehr­füh­rer Da­vid Ost­wald er­klär­te, gab es star­ke Vi­bra­tio­nen, ein Test­flug muss­te ab­ge­bro­chen wer­den. Es sol­len so­gar Fun­ken aus den Trieb­wer­ken ge­flo­gen sein. Aus Si­cher­heits­grün­den hat­te der Pi­lot den Flug al­lein ver­sucht, um die Mann­schaft nicht in Ge­fahr zu brin­gen.

An­woh­ner ver­sor­gen die Ein­satz­kräf­te

Die Ma­schi­ne wur­de auf dem Acker ab­ge­stellt und Tech­ni­ker aus Ber­lin muss­ten hin­zu­ge­ru­fen wer­den. Weil ein Ret­tungs­hub­schrau­ber samt me­di­zi­ni­schem Equip­ment be­son­ders wert­voll ist, ent­schloss sich die Mann­schaft, den Flie­ger zu­min­dest leer zu räu­men. Mit ei­nem Trans­por­ter mit La­de­bord­wand wur­de das ge­sam­te me­di­zi­ni­sche Equip­ment aus dem Hub­schrau­ber aus­ge­baut, um­ge­la­den, spä­ter wur­de es ins Un­fall­kran­ken­haus nach Mar­zahn ver­bracht. Dort wur­de in der Nacht ein Er­satz-Ret­tungs­hub­schrau­ber aus Hal­le er­war­tet, um die Ein­satz­be­reit­schaft wie­der­her­zu­stel­len. „Wir sind ganz nor­mal ein­satz­be­reit“, hieß es aus der Leit­stel­le in Ebers­wal­de.

Die Feu­er­wehr­leu­te wa­ren bis nach 20 Uhr vor Ort und hal­fen beim Aus­räu­men der Ma­schi­ne. „Solch ei­nen Ein­satz er­le­ben wir nicht je­den Tag“, sag­te Wehr­füh­rer Da­vid Ost­wald, der sich ins­be­son­de­re bei den Mar­wit­zer An­woh­nern be­dank­te, weil sie die Ein­satz­kräf­te mit Ge­trän­ken und Bock­würs­ten ver­sorg­ten.

Der ka­put­te Hub­schrau­ber stand am Frei­tag­nach­mit­tag noch auf dem Feld. Für die Nacht wur­de ein Si­cher­heits­un­ter­neh­men an­ge­for­dert, um die Ma­schi­ne zu über­wa­chen. Ein neu­er Hub­schrau­ber kos­tet mehr als acht Mil­lio­nen Eu­ro. (cd)

Fo­to: MOZ

Auf dem Acker: Die Feu­er­wehr­leu­te hal­fen beim Aus­räu­men des Hub­schrau­bers. Das me­di­zi­ni­sche Equip­ment ist be­son­ders an­fäl­lig und wert­voll. Es wur­de in Si­cher­heit ge­bracht.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.