„Wir hat­ten nicht das Ge­fühl, ge­schla­gen zu sein“

An­dor Müller, bes­ter Tor­schüt­ze des Mas­ters, spricht über den Tur­nier­sieg sei­nes TuS 1896 Sach­sen­hau­sen

Märkischer Zeitungsverlag Oranienburger Generalanzeiger - - HAVEL -

Wie schon vor ei­ner Wo­che in Borgs­dorf si­cher­te sich An­dor Müller die Tor­jä­ger­kro­ne. Zum Tur­nier­sieg sei­nes TuS 1896 Sach­sen­hau­sen steu­er­te der Stür­mer fünf Tref­fer bei. Sport­re­dak­teur Ste­fan Zwahr sprach mit dem 28-Jäh­ri­gen.

Sie ha­ben das Mas­ters zum vier­ten Mal ge­won­nen. Ver­liert die­ses Tur­nier da­durch ir­gend­wie sei­nen Reiz?

Nein, auf kei­nen Fall. Die­ses Tur­nier ist nicht die Welt, aber für Ober­ha­vel-Ver­hält­nis­se ein über­ra­gen­des Tur­nier. Es ver­liert nie sei­nen Reiz. Sich mit den acht bes­ten Teams zu mes­sen, ist toll und macht Spaß. Dir schenkt hier kei­ner was. Die Fans wa­ren Wahn­sinn. Was die An­hän­ger von Vel­ten und Zeh­de­nick schon bei der Vor­stel­lung ab­ge­ris­sen ha­ben, ist geil ge­we­sen. Ora­ni­en­burg hat sich als Or­ga­ni­sa­tor si­cher­lich be­stä­tigt ge­fühlt mit dem An­drang, der vor­herrsch­te.

In der Vor­run­de droh­te dem TuS schon das Aus. Wie ha­ben Sie das er­lebt?

Wenn du so schlecht star­test in ein Tur­nier und am En­de als Sie­ger da­stehst, ist das ir­re. Im ers­ten Spiel wa­ren wir nicht schlecht, ha­ben aber nicht das ge­macht, was wir woll­ten. Das hat man dann auch ge­ra­de ge­gen Hen­nigs­dorf ge­se­hen. Zum Glück ha­ben wir ge­merkt, dass das nicht zum Er­folg führt. Wir ha­ben dann an zwei, drei Stell- schrau­ben ge­dreht. Ab dem Spiel ge­gen Vel­ten war es sou­ve­rän.

Im End­spiel führ­te der OFC 2:0. Ha­ben Sie da den Glau­ben an den Ti­tel ver­lo­ren?

Nach dem 0:2 nicht. Eher nach der Si­tua­ti­on, wo Chris­to­pher Groll den Ball ge­gen das Stand­bein be­kommt, der Ball zum Tor kul­lert und von der Li­nie ge­holt wird. Da denkst du, „jetzt klappt wahr­schein­lich nichts mehr“. Aber wir sind ru­hig ge­blie­ben und ha­ben das Spiel auf­ge­zo­gen, das wir wol­len und kön­nen. Dann ist es ein Selbst­läu­fer. Wir hat­ten nicht das Ge­fühl, nach dem 0:2 ge­schla­gen zu sein. Es wa­ren auch erst sie­ben Mi­nu­ten ge­spielt. Da ist noch nichts ab­ge­ges­sen.

Und hat­ten Sie die Tor­jä­ger­kro­ne in­ner­lich schon ab­ge­hakt, weil Ihr Team­kol­le­ge Flo­ri­an Schul­te vor dem End­spiel be­reits fünf Tref­fer hat­te?

Dar­über ha­be ich mir kei­ne Ge­dan­ken ge­macht. Erst 14 Se­kun­den vor dem En­de des End­spiels frag­te ,Flo’, wie vie­le To­re ich ge­macht ha­be. Wir hat­ten bei­de fünf und muss­ten ins Ent­schei­dungs­schie­ßen. Da hat es für mich ge­reicht. Im End­ef­fekt wä­re es auch schön ge­we­sen, wenn er es ge­wor­den wä­re. Die Eh­rung bleibt trotz­dem im Ver­ein. Wir sind ein Team. Es war ei­ne ge­schlos­se­ne Mann­schafts­leis­tung. Das ha­ben wir ab dem drit­ten Spiel auf das Par­kett ge­bracht.

Foto: Ken­ny Fuhr­mann

Traf fünf­fach: Sach­sen­hau­sens An­dor Müller (hier rechts im Zwei­kampf mit Ora­ni­en­burgs Ran­dy Kret­sch­mann)

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