Bau­ern for­dern In­ter­net an je­der Milch­kan­ne

Märkischer Zeitungsverlag Oranienburger Generalanzeiger - - WIRTSCHAFT -

Ber­lin.

Der Bau­ern­ver­band dringt auf ei­nen flä­chen­de­cken­den Aus­bau des schnel­len In­ter­nets bis in die Dör­fer. „Wir brau­chen 5G an je­dem Milch­tank“, sag­te Bau­ern­prä­si­dent Joa­chim Ruk­wied mit Blick auf den künf­ti­gen Mo­bil­funk­stan­dard. Da­durch könn­te noch nach­hal­ti­ger auf den Fel­der ge­wirt­schaf­tet, prä­zi­ser Dün­ge­mit­tel und Pflan­zen­schutz­mit­tel aus­ge­bracht wer­den.

Die stär­ke­re Di­gi­ta­li­sie­rung ist auch ein gro­ßes The­ma der Agrar­mes­se Grü­ne Wo­che, die an die­sem Frei­tag (18. Ja­nu­ar) in Ber­lin be­ginnt. Im Früh­jahr sol­len Fre­quen­zen für den deut­lich schnel­le­ren neu­en Stan­dard 5G ver­stei­gert wer­den. Die Ver­ga­be­re­geln se­hen vor, dass 98 Pro­zent al­ler Haus­hal­te bis En­de 2022 da­mit ver­sorgt wer­den sol­len. Kri­ti­ker war­nen aber, dass dies für ei­ne voll­stän­di­ge Flä­chen­de­ckung vor al­lem im länd­li­chen Raum nicht aus­rei­che.

Zu­dem wir­ken die Fol­gen der Dür­re 2018 bei Land­wir­ten vor al­lem in Be­trie­ben im Nor­den und im Os­ten nach.

Gro­ße Preis­sprün­ge für Ver­brau­cher we­gen der schlech­te­ren Ern­te sind aber nicht zu er­war­ten, wie Ruk­wied deut­lich mach­te. „Man kann von sta­bi­len Prei­sen aus­ge­hen.“Wet­ter­be­dingt ge­be es mal kur­ze Aus­schlä­ge nach oben oder un­ten. Die Bun­des­bür­ger gä­ben im Schnitt rund zehn Pro­zent des Ein­kom­mens da­für aus.

Die mehr als 8500 An­trä­ge von Land­wir­ten auf Dür­reh­il­fen wür­den be­ar­bei­tet. Bund und Län­der stel­len da­für bis zu 340 Mil­lio­nen Eu­ro be­reit. Der Groß­teil des Scha­dens von rund 2,5 Mil­li­ar­den Eu­ro blei­be al­ler­dings an der Land­wirt­schaft hän­gen. (dpa)

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