Künst­li­che In­tel­li­genz aus der Lau­sitz

Märkischer Zeitungsverlag Oranienburger Generalanzeiger - - WIRTSCHAFT - Von Jan sie­gel

Cott­bus.

Für die Werk­stoff- und Ma­te­ri­al­ex­per­ten des Fraun­ho­fer-In­sti­tuts für Ke­ra­mi­sche Tech­no­lo­gi­en und Sys­te­me (IKTS) in Dres­den war es ein op­ti­ma­ler Start ins neue Jahr. Sie ha­ben ei­nen statt­li­chen För­der­mit­telZu­wen­dungs­be­scheid be­kom­men. Mit 2,6 Mil­lio­nen Eu­ro aus dem Pots­da­mer Wis­sen­schafts­mi­nis­te­ri­um wol­len sie an der Bran­den­bur­gi­schen Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät (BTU) Cott­bus-Senf­ten­berg in den kom­men­den fünf Jah­ren ei­ne neue For­scher­grup­pe in­stal­lie­ren. Die Dresd­ner Wis­sen­schaft­ler be­schäf­ti­gen sich näm­lich nicht nur mit den Strom­spei­chern der Zu­kunft all­ge­mein, son­dern sind auf die­sem Feld in den ver­gan­ge­nen Jah­ren auch zu in­ter­na­tio­nal an­er­kann­ten Ex­per­ten in Sa­chen Ma­te­ri­al- und Werk­stoff­prü­fung ge­wor­den. Die Sen­so­ren-Tech­nik der Sach­sen kann Ma­te­ria­li­en, Ma­schi­nen und An­la­gen bei lau­fen­dem Be­trieb über­wa­chen und Schwach­stel­len er­ken­nen, ehe tat­säch­lich Schä­den auf­tre­ten.

Rich­tig ent­fal­ten kön­nen die Er­kennt­nis­se der Dresd­ner For­scher ih­re Wir­kun­gen aber erst dann, wenn ih­re Da­ten mit Hil­fe Künst­li­cher In­tel­li­genz zu­ver­läs­sig per­ma­nent aus­ge­wer­tet und wei­ter­ver­ar­bei­tet wer­den kön­nen. Pro­zes­se und An­la­gen könn­ten auf die­se Wei­se Feh­ler selbst er­ken­nen und sich im Ide­al­fall auch „selbst re­pa­rie­ren“.

Und ge­nau an die­sem Punkt kom­men die Lau­sit­zer Fach­leu­te um BTU-Pro­fes­sor Mat­thi­as Wolff ins Spiel. Wolff ist Spre­cher des For­schungs­clus­ters ko­gni­ti­ve Sys­te­me, an dem ins­ge­samt sie­ben BTU-Lehr­stüh­le be­tei­ligt sind. Mit ih­rem Wis­sen sind die Cott­bu­ser For­scher in der La­ge, men­sch­li­che Fä­hig­kei­ten und Ver­hal­ten tech­nisch nach­zu­ah­men so­wie men­sch­li­che Be­dürf­nis­se ma­the­ma­tisch nach­zu­voll­zie­hen und zu er­fül­len. Ih­re wich­tigs­ten Ar­beits­ma­te­ria­li­en sind rie­si­ge Da­ten­ban­ken und mit ih­nen ver­knüpf­te Al­go­rith­men.

Ne­ben den För­der­mit­teln aus Bran­den­burg stellt auch das Dresd­ner Fraun­ho­fer-In­sti­tut ei­ne wei­te­re Mil­li­on be­reit, um den Auf­bau der For­scher­grup­pe in der Lau­sitz in den kom­men­den fünf Jah­ren vor­an­zu­trei­ben.

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