Tak­tisch klug im Spit­zen­spiel

3. Vol­ley­ball-Li­ga: VSV Ha­vel be­zwingt Ro­ta­ti­on Prenz­lau­er Berg 3:2 (25:19, 11:25, 25:19, 24:26, 15:10)

Märkischer Zeitungsverlag Oranienburger Generalanzeiger - - LOKALSPORT - Von Stef­fen Kret­Sch­mer

Ora­ni­en­burg.

Für die Ta­bel­len­füh­rung hat es nicht ge­reicht. Und doch ha­ben die Vol­ley­bal­le­rin­nen am Sonn­tag be­wie­sen, dass sie in der 3. Li­ga zur ab­so­lu­ten Spit­ze ge­hö­ren. In ei­ner um­kämpf­ten Be­geg­nung wur­de die SG Ro­ta­ti­on Prenz­lau­er Berg mit 3:2 in die Knie ge­zwun­gen.

Dass die Be­geg­nung im Tie­Break ent­schie­den wer­den muss­te, hat­te sich der VSV selbst zu­zu­schrei­ben. Ora­ni­en­burg mach­te trotz ei­ni­ger gu­ter Chan­cen zu­vor den Satz ein­fach nicht zu. Das wohl bes­te Bei- spiel: „Im vier­ten Satz lie­gen wir zum Schluss vor­ne und ha­ben al­le Mög­lich­kei­ten, beim Stand von 24:23 den 3:1-Sieg ein­zu­fah­ren. Und in neun von zehn Fäl­len macht Anne Mat­thes den Punkt auch. Dies­mal ist aber der zehn­te von die­sen zehn Fäl­len ein­ge­tre­ten“, kom­men­tier­te VSVTrai­ner Ro­bert Hinz den ver­ge­be­nen Match­ball.

Und auch der ehe­ma­li­gen Na­tio­nal­spie­le­rin (120 Län­der­spie­le) „blu­te­te das Herz, weil ich weiß, dass ich re­la­tiv block­frei war und das Ding nicht ein­ge­hau­en ha­be. Es ist scha­de, dass wir es nicht in vier Sät­zen ge­schafft ha­ben. Wir soll­ten uns aber trotz­dem über den Sieg freu­en“, sag­te Mat­thes.

Ge­nau das sah auch Coach Ro­bert Hinz so. Er zog ein aus­schließ­lich po­si­ti­ves Fa­zit. „Mich freut es sehr, dass wir jetzt je­des Team in der Li­ga be­siegt ha­ben.“Stolz war er auch, „dass wir un­se­ren schwä­che­ren zwei­ten Satz gut ab­ge­hakt und al­le an­de­ren Durch­gän­ge tak­tisch klug ge­spielt ha­ben. Ich rech­ne den Mä­dels hoch an, dass sie Moral ge­zeigt ha­ben.“

Denn die war ge­nau­so ge­fragt wie durch­weg gu­te Ner­ven. Sel­ten konn­te sich in die­ser Be­geg­nung ein Team ent­schei­dend ab­set­zen. Und konn­te mal ein Vor­sprung wie im vier­ten Satz für den VSV er­spielt wer­den, muss­te man im­mer wie­der den Geg­ner auf der Rech­nung ha­ben. Kein Wun­der, das Ro­bert Hinz von ei­nem Spit­zen­spiel sprach, das sei­nen Na­men auch ver­dient hat­te. Ge­hemmt sei nie­mand ge­we­sen, sag­te der Coach. „So­wohl auf der ei­nen, als auch auf der an­de­ren Sei­te, ha­ben al­le schon ein­mal in der ers­ten oder zwei­ten Bun­des­li­ga ge­spielt. Die Spie­le­rin­nen ken­nen ganz an­de­ren Druck, als in der drit­ten Li­ga in ei­nem sol­chen Spiel auf dem Feld zu ste­hen.“

Foto: Mo­ritz Fran­ke

Match­ball ver­ge­ben: Anne Mat­thes (links)

Foto: Stef­fen Kret­sch­mer

An­ge­spannt: Ha­vel-Trai­ner Ro­bert Hinz

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