Googles Al­ter­na­ti­ve

of­fice mit goog­le

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Goog­le setzt im Of­fice auf Brow­ser-apps und die Cloud als Spei­cher­ort. Das funk­tio­niert sehr gut und er­leich­tert die Zu­sam­men­ar­beit.

Of­fice-an­wen­dun­gen ge­hö­ren zu den Klas­si­kern un­ter den Com­pu­ter­pro­gram­men, denn schon auf den ers­ten PCS fand sich meist ei­ne Text­ver­ar­bei­tung. Da wirkt es für man­che im­mer noch er­staun­lich, dass Goog­le seit Jah­ren be­haup­tet, für Tex­te, Ta­bel­len und Prä­sen­ta­tio­nen be­nö­ti­ge man doch gar kein Pro­gramm, son­dern sol­che Do­ku­men­te lie­ßen sich pri­ma im Brow­ser be­ar­bei­ten. Tat­säch­lich ist die­se Idee schon recht alt und konn­te an­fangs nur be­dingt über­zeu­gen, aber man muss Goog­le schon las­sen, dass Of­fice im Brow­ser mitt­ler­wei­le pri­ma funk­tio­niert und auch funk­tio­nal ei­nem ech­ten Pro­gramm kaum nach­steht.

Da­mit das Kon­zept funk­tio­niert, ist es mit ei­nem Cloud-di­enst ver­knüpft, der die Do­ku­men­te on­li­ne spei­chert und von über­all her ver­füg­bar macht. Ge­nau das ist – ne­ben der Be­die­nung im Brow­ser – für vie­le wohl das Haupt­ar­gu­ment ge­gen Googles Of­fice-an­ge­bot, denn wich­ti­ge Do­ku­men­te wie Ge­schäfts­brie­fe oder Di­plom­ar­bei­ten möch­ten vie­le lo­kal bei sich auf dem Rech­ner und nicht ir­gend­wo in der Cloud spei­chern, weil sie fürch­ten, dass auch an­de­re so an die In­hal­te ge­lan­gen könn­ten.

Goog­le Ac­count

Vor­aus­set­zung für die Nut­zung von Tex­ten, Ta­bel­len und Prä­sen­ta­tio­nen ist zu­nächst ein­mal ein Goog­le-ac­count, der Zu­griff auf di­ver­se Goo­gleAn­ge­bo­te re­gelt. Zu­nächst ein­mal ist da­mit Clou­dSpei­cher­platz ver­knüpft, von dem es be­reits in der kos­ten­lo­sen Va­ri­an­te 15 Gigabyte und da­mit deut­lich mehr als bei App­les icloud gibt. Der Cloud-spei­cher hört auf den Na­men Goog­le Dri­ve, und auf Wunsch sorgt ein Mac-pro­gramm für den Ab­gleich mit ei­nem

Statt auf ech­te Pro­gram­me und lo­ka­le Da­tei­en setzt Goog­le bei Of­fice-do­ku­men­ten auf den Brow­ser und die Cloud als Spei­cher­ort. Das funk­tio­niert sehr gut und er­leich­tert die Zu­sam­men­ar­beit.

lo­ka­len Ord­ner auf dem Rech­ner. Zu den wei­te­ren An­ge­bo­ten ge­hö­ren ein Mail-ac­count so­wie Ter­mi­ne, Adres­sen und et­li­ches mehr, denn über die­sen Cloud-di­enst glei­chen auch An­dro­id-te­le­fo­ne ih­re Da­ten un­ter­ein­an­der und mit dem Rech­ner ab. Da vie­le Mac-pro­gram­me wie der Mail-cli­ent, Ter­mi­ne oder die No­ti­zen auch auf Goog­le-ser­ver zu­grei­fen kön­nen, ist die Ver­knüp­fung mit dem Mac oder IOSGe­rä­ten kein gro­ßes Pro­blem.

Na­tür­lich kann ein Goog­le-ac­count noch we­sent­lich mehr, denn schließ­lich ist er für An­dro­idBe­nut­zer das Ge­gen­stück zu icloud für App­leBe­sit­zer. So bie­tet er bei­spiels­wei­se un­be­grenz­ten Spei­cher­platz für Fo­tos und Vi­de­os, so­lan­ge man ge­wis­se Ober­gren­zen bei der Auf­lö­sung ak­zep­tiert. Und letzt­lich gilt der Ac­count auch für all die Zu­satz­diens­te von den Kar­ten bis hin zu Youtu­be, die Goog­le über die Jah­re ein­ge­führt oder zu­ge­kauft hat.

Brow­ser für die Bü­ro­ar­beit

Wer noch kei­nen Goog­le-ac­count hat, muss al­so zu­nächst ei­nen an­le­gen. Tut man dies auf dem Mac, wird er au­to­ma­tisch als In­ter­net-ac­count an­ge­legt, für den man gleich aus­wäh­len darf, ob er auch für Mails, Kon­tak­te, Ka­len­der, Nach­rich­ten und No­ti­zen ge­nutzt wer­den soll. Für Of­fice-do­ku­men­te braucht man nichts da­von, viel­mehr muss man sich hier nur

auf der Goog­le-web­site an­mel­den und kann auf Do­ku­men­te, Ta­bel­len und Prä­sen­ta­tio­nen von dort aus zu­grei­fen. Auch die In­stal­la­ti­on des Goo­gleD­ri­ve-pro­gramms ist nicht un­be­dingt nö­tig, wenn­gleich da­mit die Da­tei­ver­wal­tung ein­fa­cher wird.

Als Brow­ser darf man ru­hig Sa­fa­ri oder auch Fi­re­fox ver­wen­den und muss nicht un­be­dingt auf Goog­le Chro­me aus­wei­chen. Letz­te­rer hat aber ei­nen Vor­teil: Do­ku­men­te las­sen sich – nach ent­spre­chen­der Vor­be­rei­tung – auch of­f­line oh­ne ak­ti­ve In­ter­net­Ver­bin­dung be­ar­bei­ten. Da­zu dient ei­ne von Goog­le an­ge­bo­te­ne Chro­me-er­wei­te­rung. Für An­dro­id und IOS bie­tet Goog­le spe­zi­el­le Apps, de­ren Be­die­nung an die mo­bi­len Ge­rä­te bes­ser an­ge­passt ist.

On­li­ne und ge­mein­sam be­ar­bei­ten

Doch die Of­f­line-be­ar­bei­tung ist oh­ne­hin nicht die Stär­ke von Googles Lö­sung, denn nor­ma­ler­wei­se ar­bei­tet man on­li­ne mit Da­tei­en, die in der Cloud lie­gen. Zum Tex­ten und Ar­bei­ten be­nö­tigt man al­so im­mer ei­ne be­ste­hen­de In­ter­net-ver­bin­dung. Na­tür­lich las­sen sich Da­tei­en vom Rech­ner auch im­por­tie­ren, wo­für fast al­le Mi­cro­soft- und Open­Of­fice-da­tei­for­ma­te zur Ver­fü­gung ste­hen. Da­tei­en aus App­les iwork-pa­ket las­sen sich da­ge­gen nur über den Um­weg ei­nes der oben ge­nann­ten For­ma­te im­por­tie­ren. Beim Ex­port ist Goog­le noch et­was fle­xi­bler und er­zeugt bei­spiels­wei­se auch Pdf-da­tei­en.

Die gro­ße Stär­ke von Googles Of­fice-pa­ket ist aber die ge­mein­sa­me Ar­beit an Do­ku­men­ten, die von An­fang an zu den Kern­merk­ma­len zähl­te. Do­ku­men­te las­sen sich sehr ein­fach für an­de­re Goog­le-nut­zer zur An­sicht oder Mit­ar­beit frei­ge­ben, wor­auf­hin sie au­to­ma­tisch un­ter den Da­tei­en der Mit­ar­bei­ter er­schei­nen. Und die ge­mein­sa­me Ar­beit an Do­ku­men­ten klappt fas­zi­nie­rend gut, denn die

Au­to­ren dür­fen sich ge­gen­sei­tig bei der Ar­beit zu­se­hen: In Tex­ten be­kommt je­der sei­ne ei­ge­ne Ein­fü­ge­mar­ke, und in Ta­bel­len wird die Zel­le, die von an­de­ren be­ar­bei­tet wird, farb­lich mar­kiert. Da­bei ver­hin­dert die Soft­ware sehr ef­fek­tiv, dass durch die ge­mein­sa­me Ar­beit et­was durch­ein­an­der­ge­rät, und blo­ckiert bei­spiels­wei­se Ta­bel­len­zel­len, die ge­ra­de von an­de­ren be­ar­bei­tet wer­den. Die­se Mög­lich­kei­ten ma­chen Goog­le zur ers­ten Wahl für Do­ku­men­te von der Te­le­fon­lis­te bis zum Ge­schäfts­kon­zept, die man mit an­de­ren tei­len möch­te.

Ka­len­der, No­ti­zen und Co.

Wer ei­ne Al­ter­na­ti­ve zu icloud sucht oder bei­spiels­wei­se ein An­dro­id-te­le­fon nut­zen möch­te, fin­det bei Googles wei­te­ren Di­ens­ten wohl die voll­stän­digs­te Al­ter­na­ti­ve. Ne­ben der Gmail-adres­se las­sen sich auch Ter­mi­ne und Kon­tak­te so­wie wei­te­re Da­ten bei Goog­le spei­chern. Das Prak­ti­sche dar­an ist, dass sich die­se Da­ten di­rekt un­ter ma­cos und IOS bei­na­he ge­nau­so gut wie icloud-in­for­ma­tio­nen und auch par­al­lel zu die­sen nut­zen las­sen. Doch ge­nau wie bei icloud las­sen sich die Di­ens­te auch di­rekt im Brow­ser nut­zen, was sich spä­tes­tens dann be­währt, wenn man doch ein­mal frem­de Rech­ner nut­zen muss. Und das gilt na­tür­lich auch für Of­fice-do­ku­men­te. 

Im Brow­ser­fens­ter fin­det man die Funk­tio­na­li­tät ei­ner ech­ten Of­fice-an­wen­dung.

Ein Goog­le-ac­count lässt sich auch in di­ver­se ma­cos-di­ens­te von Mail bis zu No­ti­zen ein­bin­den und al­ter­na­tiv zu icloud nut­zen.

Un­ter IOS gibt es ei­ge­ne Apps, die es so­gar er­lau­ben, Do­ku­men­te aufs ipho­ne zu la­den und of­f­line zu be­ar­bei­ten.

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