Imac

MacBIBEL - - MACBIBEL INHALT - Text: Se­bas­ti­an Schack

Mit ei­ner Auf­lö­sung von 5120 x 2880 Pi­xeln über­trifft der 27-Zolli­mac selbst ak­tu­el­le 4K-mo­ni­to­re

Re­ti­na-dis­plays ge­hö­ren Ge­gen­wart und un­mit­tel­ba­re Zu­kunft. Das ers­te Mal, dass App­le ein Re­ti­na-dis­play ver­bau­te, war 2010 im ipho­ne 4. Da­nach folg­ten bis heu­te nicht nur al­le wei­te­ren ipho­nes, son­dern auch al­le ipads, fast al­le Macbooks und seit letz­tem Jahr auch der 27-Zoll-imac. 2015 lässt App­le den klei­nen imac fol­gen.

Wäh­rend das Re­ti­na-dis­play im gro­ßen imac noch den Bei­na­men „5K“trug, han­delt es sich beim Bild­schirm im 21,5-Zolli­mac nun um 4K-dis­play mit 4096 mal 2304, er­go 9,4 Mil­lio­nen Pi­xel. Die Vor­tei­le die­ser ho­hen Auf­lö­sung kann man zwar in vie­len Wor­ten er­klä­ren, ei­gent­lich muss man es aber selbst er­lebt ha­ben, um zu ver­ste­hen, wie grund­le­gend die Ve­rän­de­rung ist, die ein Re­ti­na-dis­play in ei­nem Mac mit sich bringt.

App­le hat das Dis­play, das in den neu­en imacs steckt, im Ver­gleich zum 5K-dis­play des letz­ten Jah­res et­was ver­bes­sert. Vor al­lem in Hin­blick auf den Far­b­raum. Dank neu­er LEDS, die fä­hig sind, ei­ne grö­ße­re Band­brei­te ro­ten und grü­nen Lichts wie­der­zu­ge­ben, kön­nen die neu­en Dis­plays et­wa 25 Pro­zent mehr Far­ben re­pro­du­zie­ren.

Die­se Ver­bes­se­rung fällt al­ler­dings zu­min­dest dem un­ge­üb­ten Au­ge nur im di­rek­ten Ver­gleich mit ei­nem äl­te­ren Dis­play auf.

De­sign und Tech­no­lo­gie

Äu­ßer­lich hat sich an dem im Prin­zip seit 2013 un­ver­än­der­ten 21,5-Zoll-imac nichts ge­tan. Er ist im­mer noch ex­trem schlank an den Sei­ten und hat da­für auch wei­ter­hin ei­nen leich­ten Bu­ckel. Neu sind ein­zig die Thun­der­bolt-2-an­schlüs­se, die die Thun­der­bolt-1-an­schlüs­se der äl­te­ren Mo­dell ab­lö­sen.

Im In­ne­ren des neu­en imac wer­kelt ein In­tel­co­re-pro­zes­sor der fünf­ten Ge­ne­ra­ti­on („Broad­well“). Die neue Ge­ne­ra­ti­on des 5K-imac hin­ge­gen setzt schon auf die sechs­te Co­re-ge­ne­ra­ti­on mit dem Co­de-na­men „Sky­la­ke“. Laut App­le liegt das dar­an, dass die Sky­la­ke-va­ri­an­te mit in­te­grier­tem Gra­fik­pro­zes­sor noch nicht (oder zu­min­dest nicht in aus­rei­chen­der Stück­zahl) ver­füg­bar ist. Im 27-Zoll­mo­dell sind CPU und GPU ge­son­der­te Ein­hei­ten, so dass man hier schon auf den neue­ren In­tel-chip set­zen kann.

Der Broad­well-chip stellt aber den­noch ei­ne deut­li­che Ver­bes­se­rung zum zu­vor ver­bau­ten Has­well-chip dar. Ob­wohl das Dis­play nun rund vier Mal so vie­le Pi­xel hat wie zu­vor, war un­ser Test-imac in sämt­li­chen gra­fik­be­zo­ge­nen Bench­mark-tests in der La­ge, dem Mo­dell der vor­he­ri­gen Ge­ne­ra­ti­on da­von zu lau­fen.

Bench­marks

Auch in den Bench­marks kann der neue 4K-imac im Ver­gleich über­zeu­gen. Un­ser Test-imac mit 3,1-GHZ-CPU er­reicht im Ein­zel­kern-test von Geek­bench 3 stol­ze 3.785 Punk­te und liegt da­mit rund 240 Punk­te über dem Vor­gän­ger­mo­dell von 2013 (3.541 Punk­te) und so­gar noch et­was über dem ak­tu­el­len 5K-imac mit 3,3-GHZ-CPU (3.659 Punk­te). Im Mul­ti­kern-ver­gleich kann der neue 4K-imac sei­nen Vor­sprung so­gar noch deut­li­cher ma­chen: Mit 12.797 liegt er deut­lich vor dem 21,5-zöl­li­gen imac von 2013 (10.688) und mehr als 1.000 Punk­te vor dem ak­tu­el­len 27-Zoll-mo­dell (11.786).

Et­was an­ders sieht das Bild beim Gpu-ver­gleich aus. Im Cin­ebench-opengl-test liegt der 5K-imac mit 88 Fra­mes per Se­cond, deut­lich vor dem 4K-imac (47 FPS), was al­ler­dings auch nicht ver­wun­der­lich ist, ver­fügt der gro­ße imac doch über ei­nen dis­kre­ten Gra­fik-pro­zes­sor, wäh­rend der klei­ne imac mit dem im In­tel-chip in­te­grier­ten vor­lieb neh­men muss.

Flash-spei­cher nicht als Stan­dard

Auch 2015 ist Flash-spei­cher noch nicht zum Stan­dard ge­wor­den. Das Ba­sis-mo­dell des neu­en 4K-imac kommt mit ei­ner klas­si­schen Fest­plat­te mit ei­nem Fas­sungs­ver­mö­gen von 1 TB. Wenn Sie über ei­nen mo­bi­len Mac mit Flash-spei­cher ver­fü­gen und er­wä­gen, die­sen 21,5-Zoll-imac zu er­wer­ben, soll­ten Sie hier drin­gend et­was Geld zu­sätz­lich in­ves­tie­ren. Denn wenn man ein­mal vor ei­nem Ge­rät mit Flash­spei­cher ge­ses­sen und dar­an ge­ar­bei­tet hat, fühlt sich al­les auf ei­nem Ge­rät mit dre­hen­der Fest­plat­te quä­lend lang­sam an.

Ein Fu­si­on Drive soll­te es schon min­des­tens sein. Das treibt den Preis von 1699 Eu­ro aber auch di­rekt auf 1819 Eu­ro. Das Up­grade auf 256 Gi­ga­byte Flash-spei­cher kos­tet noch ein­mal wei­te­re 120 Eu­ro. Der 4K-imac mit 512 Gi­ga­byte Flash-spei­cher kos­tet 2299 Eu­ro.

Bei den Fu­si­on-drive-va­ri­an­ten ist be­ach­ten, dass App­le hier das Ka­pa­zi­tä­ten­ver­hält­nis von Flash-spei­cher zu dre­hen­der Plat­te ver­än­dert hat. Bis­lang be­inhal­te­te ein 1-Te­ra­byte-fu­si­on-drive 128 Gi­ga­byte Flash-spei­cher. Die­sen ließ App­le nun auf 24 Gi­ga­byte zu­sam­men­schrump­fen. Wer viel mit gro­ßen Da­tei­en han­tiert, wird da­mit ver­mut­lich nicht glück­lich wer­den kön­nen. Es ist aber ein gu­ter Trick, um die Fu­si­on-drive-op­ti­on für Ot­to-nor­mal-mac­nut­zer er­schwing­li­cher zu ma­chen.

So­wohl der klei­ne als auch der gro­ße imac ver­fü­gen nun über ein Re­ti­na­dis­play. Merk­wür­dig ist, dass App­le kei­nen rei­nen Re­ti­na-bild­schirm im An­ge­bot hat.

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