Das neue Sys­tem im Über­blick

MacBIBEL - - MACBIBEL INHALT - Text: Mat­thi­as Zeh­den

App­le hat sei­nem Be­triebs­sys­tem ma­cos Sierra mit dem letz­ten Up­date ei­ni­ge span­nen­de Funk­tio­nen spen­diert

Es ist so weit: Aus OS X wird ma­cos. Mit dem Up­date hält Si­ri nun auch auf dem Mac Ein­zug. Au­ßer­dem er­wei­tert es die icloud-funk­tio­nen, spart Platz auf der Fest­plat­te, ver­bes­sert vie­le der mit­ge­lie­fer­ten Apps und ei­ni­ges mehr. Wir star­ten mit ei­nem Über­blick.

Das Be­triebs­sys­tem des Mac ge­hört für App­le wei­ter­hin zu den Top-pro­duk­ten und das all­jähr­li­che gro­ße Up­date zu den ab­so­lu­ten High­lights im Ka­len­der. So auch die­ses Jahr. Ob­wohl ipho­ne und IOS mitt­ler­wei­le wahr­schein­lich mehr Auf­merk­sam­keit auf sich zie­hen, bleibt das Mac­sys­tem das zwei­te Schwer­ge­wicht in App­les Sys­tem­fa­mi­lie. Das kommt auch den Be­nut­zern von ios­ge­rä­ten, App­le TV und Watch zu­gu­te. Stel­len Sie den an­de­ren App­le-pro­duk­ten ei­nen Mac mit dem ak­tu­el­len Sys­tem an die Sei­te, pro­fi­tie­ren al­le vom App­le­fak­tor, der per­fek­ten In­te­gra­ti­on der App­le-sys­te­me und -Di­ens­te. Kein an­de­rer An­bie­ter lie­fert al­les aus ei­ner Hand. Der Ge­winn an Kom­fort und Ef­fek­ti­vi­tät ist be­trächt­lich. App­le ar­bei­tet seit Jah­ren in­ten­siv und mit gro­ßem Er­folg dar­an, die Zu­sam­men­ar­beit der ei­ge­nen Pro­duk­te wei­ter zu per­fek­tio­nie­ren. Auch bei die­sem gro­ßen Up­date ist das wie­der ein Schwer­punkt, aber nicht der ein­zi­ge. Das neue Sys­tem bie­tet auch für „ganz nor­ma­le“Mac-an­wen­der ei­ne Men­ge nütz­li­che neue Funk­tio­nen.

Das X ver­schwin­det

Zu­erst ei­ne kos­me­ti­sche Kor­rek­tur. Die ak­tu­el­le Ver­si­on 10.12 von OS X hört auf den Na­men ma­cos. Da­mit gleicht App­le das Kon­zept des Na­mens an IOS, watchos und tvos an. Das „X“als Sym­bol für die Zehn soll­te ur­sprüng­lich den gro­ßen tech­ni­schen Ab­stand zum in die Jah­re ge­kom­me­nen Vor­gän­ger Mac OS 9 un­ter­strei­chen und gleich­zei­tig an die Unix-wur­zeln des neu­en Sys­tems er­in­nern. Ab Ver­si­on 10.8 (Moun­tain Li­on) nann­te App­le das Sys­tem dann nur noch OS X. Jetzt schließt sich ge­wis­ser­ma­ßen der Kreis, das Mac im Na­men kommt zu­rück und da­für ent­fällt das X.

Als Bei­na­men er­hält ma­cos 10.12 den Zu­satz „Sierra“, kurz für die Ge­birgs­ket­te Sierra Ne­va­da, ist al­so wie­der nach ei­nem be­kann­ten Ort in Ka­li­for­ni­en be­nannt. Aber na­tür­lich hat ma­cos Sierra noch deut­lich mehr zu bie­ten als ei­nen neu­en Na­men. Be­vor wir in die De­tails ge­hen, noch ein Wort zu den Vor­aus­set­zun­gen. Die stei­gen erst­mals seit Ver­si­on 10.7 wie­der an. Für Sierra be­nö­ti­gen Sie ei­nen Mac mit Vor­stel­lungs­da­tum En­de 2009 oder so­gar An­fang 2010.

End­lich Si­ri an Bord

Ei­ne zen­tra­le ios-funk­ti­on, die vie­le An­wen­der un­ter OS X schmerz­lich ver­misst ha­ben, ist Si­ri. Mit Sierra hält der cle­ve­re Sprachas­sis­tent nun end­lich auch auf dem Mac Ein­zug. Sie brau­chen nur auf das Si­ri-sym­bol im Dock oder rechts in der Me­nü­leis­te zu kli­cken, und schon war­tet Ihr per­sön­li­cher As­sis­tent auf An­wei­sun­gen. Zur Kon­fi­gu­ra­ti­on lie­fert App­le ein neu­es Mo­dul für die Sys­tem­ein­stel­lun­gen mit.

Da die Mac-ver­si­on von Si­ri im We­sent­li­chen ei­ne neue Ober­flä­che für vor­han­de­ne Di­ens­te ist, bie­tet sie fast den glei­chen Funk­ti­ons­um­fang wie auf ios-ge­rä­ten. Es fehlt auf dem Mac al­ler­dings noch die Un­ter­stüt­zung für ex­ter­ne Ent­wick­ler, um Si­ri di­rekt in de­ren Apps zu in­te­grie­ren. Spe­zi­fi­sche An­wei­sun­gen zu Sys­tem­funk­tio­nen und Ein­stel­lun­gen las­sen sich na­tür­lich nicht eins zu eins über­tra­gen, aber der Zu­griff auf in­ter­net­ba­sier­te

Di­ens­te, wie zum Bei­spiel Wet­ter, Ki­no­pro­gram­me, Spor­t­er­geb­nis­se, Face­book oder Twit­ter-feeds, klappt ana­log zu dem, was man even­tu­ell schon von IOS ge­wohnt ist. Lo­kal kann Si­ri auf die Samm­lun­gen von itu­nes und Fo­tos, Ter­mi­ne, E-mails, Da­tei­en und Ord­ner im Fin­der und vie­les mehr zu­grei­fen. Auch die Ver­fei­ne­rung der ers­ten Er­geb­nis­se durch Nach­fra­gen zu De­tails ist mög­lich. Si­ri er­kennt bei auf­ein­an­der auf­bau­en­den Fra­gen den Kon­text.

Sprachas­sis­tent Si­ri kommt spät, bie­tet aber un­ter ma­cos Sierra ab so­fort fast den glei­chen Funk­ti­ons­um­fang wie auf ios-ge­rä­ten.

Si­ri mit Ex­tras

Auf dem Mac hat Si­ri aber noch mehr zu bie­ten. Im Ge­gen­satz zu den mo­bi­len Ge­rä­ten lässt sich Si­ri durch das leis­tungs­fä­hi­ge­re Mul­ti­tas­king des Desk­to­psys­tems par­al­lel zu an­de­ren Apps nut­zen. Man kann Si­ri Be­feh­le ge­ben, oh­ne die App zu ver­las­sen, in der man ge­ra­de ar­bei­tet. Au­ßer­dem las­sen sich Er­geb­nis­se aus dem Si­ri-fens­ter in das ak­tu­el­le Do­ku­ment zie­hen. So kann man zum Bei­spiel mit Si­ri ein Bild su­chen und es gleich in ei­nem Pa­ges­do­ku­ment plat­zie­ren. Man kann ein Such­er­geb­nis auch di­rekt in die Mit­tei­lungs­zen­tra­le am rech­ten Rand zie­hen, wo es dann nicht nur ab­ruf­be­reit ist, son­dern im Fall von In­ter­net­ab­fra­gen auch au­to­ma­tisch ak­tua­li­siert wird.

Durch die par­al­le­le Ver­füg­bar­keit und den fle­xi­ble­ren Um­gang mit den Such­er­geb­nis­sen dürf­te sich Si­ri auf dem Mac schnell eta­blie­ren. Au­ßer­dem ent­fällt al­lein am Schreib­tisch eher die Hemm­schwel­le, mit ei­nem Ge­rät zu re­den, die vie­le ipho­ne-an­wen­der in der Öf­fent­lich­keit nach wie vor ha­ben. Da­durch könn­te sich Si­ri auf dem Mac noch viel mehr und viel schnel­ler zum un­ent­behr­li­chen per­sön­li­chen As­sis­ten­ten ent­wi­ckeln als un­ter IOS.

Do­ku­men­te in die Cloud

Der Trend geht bei den Mas­sen­spei­chern wei­ter­hin zu schnel­len und lei­sen SSDS. Spei­cher­ka­pa­zi­tät auf SSDS ist aber im­mer noch deut­lich teu­rer als auf her­kömm­li­chen Fest­plat­ten. Als Fol­ge ha­ben SSDS von Macs im Schnitt vi­el­leicht ein Vier­tel der Vo­lu­meka­pa­zi­tät, wenn über­haupt. Das trifft be­son­ders Macbook-an­wen­der, die auf die kom­pak­ten Spei­cher an­ge­wie­sen sind. Mit Funk­tio­nen wie itu­nes in der Cloud für den Zu­griff auf Ein­käu­fe, itu­nes Match und Mu­sic oder der icloud-fo­to­m­edia­thek hat App­le be­reits ei­ni­ge Spei­cher­fres­ser mit­hil­fe von icloud

aus­ge­la­gert. Mit Sierra sind nun auch be­lie­bi­ge Do­ku­men­te dran.

Das neue ma­cos er­laubt den Da­ten­ab­gleich von Schreib­tisch und Do­ku­men­te-ord­ner des Be­nut­zers über icloud. Die­se wer­den auf das icloud Drive ver­la­gert und dar­über mit dem icloud-ser­ver von App­le ge­spie­gelt. Das al­lein wür­de noch kei­nen Platz spa­ren, aber App­le ver­wen­det ei­nen ähn­li­chen Trick wie bei der Be­hand­lung von Bil­dern in der icloud­fo­to­m­edia­thek durch die App Fo­tos. Sierra kann lan­ge nicht be­nutz­te Da­tei­en au­to­ma­tisch kom­pri­mie­ren oder auf Ihr icloud-kon­to aus­la­gern, wenn der lo­ka­le Spei­cher­platz knapp wird. Sie se­hen dann trotz­dem al­le Do­ku­men­te wie ge­wohnt auf dem Rech­ner, doch sie wer­den erst beim Zu­griff au­to­ma­tisch ge­la­den. So ha­ben Sie zum Bei­spiel un­ter­wegs auf ei­nem Macbook Zu­griff auf al­le Do­ku­men­te auf dem icloud Drive und kön­nen dort wei­ter­ar­bei­ten, wo Sie vor­her auf dem imac auf­ge­hört ha­ben, oh­ne da­für ein ähn­lich gro­ßes Lauf­werk in das Macbook ein­bau­en zu müs­sen. Die Spar­funk­ti­on wirkt auf die lo­ka­le Ko­pie Ih­res icloud Drive. Ist Ih­nen das Ei­gen­le­ben nicht ge­heu­er, lässt es sich auf Wunsch in den icloud-ein­stel­lun­gen und dort in den Op­tio­nen für icloud Drive ab­schal­ten.

Sierra hilft mit er­wei­ter­ter icloud­un­ter­stüt­zung und di­ver­sen Auf­räum­funk­tio­nen, viel Platz auf der Fest­plat­te zu spa­ren.

Mehr Platz spa­ren

Ge­hö­ren Sie auch zu den An­wen­dern, die nicht mehr be­nö­tig­te Da­tei­en ein­fach nur in den Pa­pier­korb le­gen, oh­ne ihn zu ent­lee­ren? Das ist ei­gent­lich ei­ne prak­ti­sche Sa­che, weil man die Da­tei­en ge­nau­so ein­fach wie­der an ihren ur­sprüng­li­chen Ort zu­rück­le­gen kann – oft gilt für den In­halt des Pa­pier­korbs aber: aus den Au­gen, aus dem Sinn. Man ver­gisst ihn ein­fach. Für die­sen Fall bie­tet Sierra die Mög­lich­keit, im Pa­pier­korb lie­gen­de Ob­jek­te au­to­ma­tisch nach 30Ta­gen zu ent­fer­nen. Die­se prak­ti­sche Funk­ti­on lässt sich in den Fin­der-ein­stel­lun­gen un­ter „Er­wei­tert“an­schal­ten. Sie sorgt völ­lig oh­ne Zu­tun des An­wen­ders für mehr Platz auf dem lo­ka­len Lauf­werk des Mac.

Putz­hil­fe für die Plat­te

Dar­über hin­aus er­leich­tert Sierra das Auf­räu­men der Fest­plat­te, in­dem es ver­schie­de­ne Funk­tio­nen in ei­nem Fens­ter bün­delt. Die­se Spei­cher­wal­tung hat App­le in das Di­enst­pro­gramm Sys­temin­for­ma­tio­nen in­te­griert. Sie kön­nen sie auf­ru­fen, in­dem Sie im Ap­fel­me­nü „Über die­sen Mac“öff­nen und dann auf dem Rei­ter „Fest­plat­ten“auf den neu­en But­ton „Ver­wal­ten“kli­cken. Oder Sie öff­nen gleich Sys­temin­for­ma­tio­nen und ru­fen dann „Spei­cher­ver­wal­tung“im Me­nü „Fens­ter“auf.

Das Fens­ter der Spei­cher­ver­wal­tung zeigt in der lin­ken Spal­te ver­schie­de­ne Be­rei­che, wie Do­ku­men­te, icloud Drive oder Pa­pier­korb, und da­zu de­ren Platz­be­darf. Ki­cken Sie auf ei­nen der Ein­trä­ge für wei­te­re In­for­ma­tio­nen über die Da­ten. Sehr prak­tisch ist links der Ein­trag „Emp­feh­len“. Er nennt nicht nur ver­schie­de­ne Sys­tem­funk­ti­on zum Platz­spa­ren, son­dern kann sie auch gleich ak­ti­vie­ren. Hier­zu ge­hört eben­falls das Ent­fer­nen von mehr als 30 Ta­ge im Pa­pier­korb lie­gen­den Ob­jek­ten oder die Ak­ti­vie­rung der Spei­che­r­op­ti­mie­rung für lo­ka­le Fo­tos bei ak­ti­ver icloud-fo­to­m­edia­thek. Sie kön­nen auch in itu­nes be­reits ge­se­he­ne Fil­me lö­schen.

Wei­te­re Auf­ga­ben für icloud

Es ist we­nig über­ra­schend, dass App­le den Ein­satz von icloud wei­ter aus­baut, ist der Di­enst doch der Schlüs­sel zur In­te­gra­ti­on al­ler App­le-pro­duk­te ei­nes An­wen­ders. Das be­trifft im Fall von Sierra so­wohl den Ab­gleich zwi­schen meh­re­ren Macs als auch den Aus­tausch von Da­ten mit ios-ge­rä­ten. Da­zu führt App­le mit Sierra und IOS 10 ei­ne syn­chro­ni­sier­te Zwi­schen­ab­la­ge ein. Da­durch las­sen sich Da­ten ein­fach per Co­py-and-pas­te zwi­schen Macs und ios-ge­rä­ten aus­tau­schen. Man kann zum Bei­spiel ein Bild oder ei­ne URL auf dem ipho­ne ko­pie­ren und dann di­rekt auf dem Mac in ein Do­ku­ment ein­set­zen oder um­ge­kehrt. Die ko­pier­ten Da­ten wer­den da­bei auf icloud ge­la­den und ste­hen dann al­len mit dem Kon­to ver­knüpf­ten Ge­rä­ten zur Ver­fü­gung.

All­ge­mei­ne Funk­tio­nen

Auch an der Ober­flä­che des Sys­tems hat sich mehr ge­tan als die ob­li­ga­to­ri­schen neu­en Sierra-ne­va­da­schreib­tisch­hin­ter­grün­de. Der Ein­satz von Tabs wird nun zum Bei­spiel auf wei­te­re Apps aus­ge­dehnt. In Sierra fin­det man die Rei­ter nicht mehr nur in Sa­fa­ri­oder Fin­der-fens­tern, son­dern auch in an­de­ren Pro­gram­men. So kön­nen die iwork-apps oder Kar­ten meh­re­re Do­ku­men­te in ei­nem Fens­ter öff­nen. Das Gu­te dar­an ist, dass Apps, die App­les Stan­dard­funk­tio­nen zur Fens­ter­dar­stel­lung und -ver­wal­tung nut­zen, un­ter Sierra Tabs im Ide­al­fall oh­ne An­pas­sun­gen durch die Ent­wick­ler nut­zen kön­nen. So soll­ten mit Er­schei­nen von Sierra vie­le Mac-apps, die meh­re­re Fens­ter gleich­zei­tig öff­nen, fast au­to­ma­tisch Tab­fä­hig wer­den.

Au­ßer­dem erbt ma­cos die schwe­ben­den Vi­de­ofens­ter von IOS 9. Fil­me aus Sa­fa­ri oder itu­nes las­sen sich über den an­de­ren Fens­tern ein­blen­den, wäh­rend man in ei­ner an­de­ren App ar­bei­tet. Das klappt auch, wenn die­se im Voll­bild­mo­dus ist.

In­te­gra­ti­on von App­le Pay

Ei­ne tol­le Ver­bes­se­rung, von der deut­sche An­wen­der lei­der noch nichts ha­ben, ist die Ver­füg­bar­keit von App­le Pay in ma­cos. Die Funk­ti­on ist cle­ver in­te­griert. Kauft man in Sa­fa­ri in ei­nem Shop ein, kann man App­le Pay als Zahl­me­tho­de wäh­len. Die Zah­lung wird dann be­quem per Touch ID auf ei­nem ne­ben dem Mac lie­gen­den ipho­ne be­stä­tigt. Al­ter­na­tiv kön­nen Sie die App­le Watch zur Be­stä­ti­gung nut­zen. Die Kre­dit­kar­ten­da­ten blei­ben da­bei je­der­zeit si­cher im ge­schütz­ten Be­reich auf dem ipho­ne lie­gen. Lei­der steht im­mer noch nicht fest, ob und wann App­le Pay in Deutsch­land star­tet.

Au­to­ma­ti­sche An­mel­dung

Si­che­re Pass­wör­ter und Pin-codes sind wich­tig, um per­sön­li­che Da­ten zu schüt­zen. Da­mit sie ih­rer Schutz­funk­ti­on ge­recht wer­den kön­nen und An­wen­der sie auch be­nut­zen, muss die Hand­ha­bung ein­fach sein. Für die An­mel­dung un­ter IOS hat App­le mit dem ipho­ne 5s den Fin­ger­ab­druck-scan­ner ein­ge­führt. Ana­log da­zu bie­tet ma­cos Sierra nun ei­ne noch ein­fa­che­re Funk­ti­on – zu­min­dest für Be­sit­zer ei­ner App­le Watch: Der Mac er­kennt Ih­re Uhr und

mel­det Sie oh­ne wei­te­re Ein­ga­ben au­to­ma­tisch an, wenn Sie den Rech­ner aus dem Ru­he­zu­stand we­cken. Auch hier dient die glei­che icloud-id als ge­mein­sa­me Ba­sis. Ein wei­te­res Bei­spiel für die App­le-ty­pi­sche In­te­gra­ti­on der Ge­rä­te- und Sys­tem­fa­mi­li­en. Die Funk­ti­on lässt sich in den Sys­tem­ein­stel­lun­gen für Si­cher­heit im Rei­ter „All­ge­mein“an- und aus­schal­ten.

Mit­ge­lie­fer­te Pro­gram­me

In den mit­ge­lie­fer­ten Stan­dard-apps des Sys­tems hat sich eben­falls ei­ni­ges ge­än­dert. So un­ter­stützt Nach­rich­ten jetzt den Ver­sand ex­tra gro­ßer Emo­jis. Au­ßer­dem kön­nen Sie ein emp­fan­ge­nes Vi­deo gleich ab­spie­len oder die Vor­schau zu ei­ner URL la­den, oh­ne da­für das Chat­fens­ter zu ver­las­sen. Mit Tap­back kann man schnell ei­nes von sechs Icons als Kom­men­tar di­rekt an ei­ne Sprech­bla­se hef­ten. Das hat App­le par­al­lel auch mit IOS 10 ein­ge­führt. Die neu­en Bild­schirm­ef­fek­te der mo­bi­len Nach­rich­ten­ver­si­on, wie Feu­er­werk und Kon­fet­ti, wer­den al­ler­dings un­ter Sierra noch nicht un­ter­stützt.

Sa­fa­ri legt in Sierra eher ei­ne ru­hi­ge Run­de ein, was aber nicht heißt, dass sich nichts ge­tan hat. Es ist viel­mehr so, dass App­le an­stel­le pla­ka­ti­ver neu­er Funk­tio­nen eher vie­le klei­ne Ver­bes­se­run­gen vor­ge­nom­men hat. Be­son­ders er­wäh­nens­wert ist ein noch strik­te­rer Um­gang mit Er­wei­te­run­gen und die neue Bild-im-bild-funk­ti­on des Sys­tems.

Fo­tos hat App­le vor al­lem ei­ne in­te­grier­te Bild­ana­ly­se spen­diert, so­dass Sie nach be­stimm­ten Din­gen oder Si­tua­tio­nen su­chen kön­nen. Ähn­li­ches kennt man von Goog­le Fo­tos. Die Funk­ti­on „An­den­ken“er­zeugt au­to­ma­tisch Al­ben und Dia­shows zu Or­ten, wich­ti­gen Per­so­nen oder An­läs­sen. An­sons­ten macht Fo­tos in Sierra vie­le Sa­chen ein­fach et­was bes­ser, zum Bei­spiel die Ge­sichts­er­ken­nung oder die Darstel­lung der Fo­tos auf ei­ner Kar­te.

itu­nes hat vor al­lem ei­ne neue Ober­flä­che für App­le Mu­sic er­hal­ten. Sie ist über­sicht­li­cher und er­leich­tert im Be­reich „Für dich“die Su­che nach Mu­sik. Au­ßer­dem hat App­le die An­zei­ge von Song­tex­ten ver­bes­sert.

Fa­zit

Mit ma­cos Sierra hat App­le mal wie­der ein um­fang­rei­ches Up­date für OS X vor­ge­stellt. Es bie­tet span­nen­de neue Funk­tio­nen wie Si­ri, die Er­wei­te­run­gen für icloud und ei­ne bes­se­re Ver­wal­tung des Fest­plat­ten­in­halts. Hin­zu kom­men nütz­li­che neue Funk­tio­nen der Ober­flä­che und der Apps. Ver­gleicht man Sierra mit den Vor­gän­gern El Ca­pi­tan und Yo­se­mi­te, schei­nen An­zahl und Be­deu­tung der neu­en Funk­tio­nen dies­mal al­ler­dings ma­ge­rer aus­zu­fal­len. Trotz­dem hal­ten wir ma­cos Sierra ins­ge­samt für ein sehr ge­lun­ge­nes und emp­feh­lens­wer­tes Up­date. Vi­el­leicht pro­fi­tie­ren dies­mal die Be­nut­zer von App­les mo­bi­len Ge­rä­ten be­son­ders stark. Das leis­tungs­fä­hi­ge­re icloud Drive und die uni­ver­sel­le Zwi­schen­ab­la­ge ma­chen den Da­ten­aus­tausch noch ein­fa­cher. Auch die An­mel­dung per App­le Watch hat si­cher ihren Reiz. Das neue ma­cos Sierra steht ab so­fort kos­ten­los zum Down­load im App Sto­re be­reit.

Ist Bild-im-bild ak­ti­viert, zeigt die Web­site ei­nen Platz­hal­ter, das Vi­deo selbst wird in ei­ne der vier Bild­schir­me­cken ge­legt. Wer ei­ne App­le Watch be­sitzt, kann die­se in ma­cos Sierra statt Pass­wort­ein­ga­be zur au­to­ma­ti­schen An­mel­dung am Mac nut­zen.

Schickt man in Nach­rich­ten bis zu drei Emo­jis, er­schei­nen die­se deut­lich grö­ßer. Mit Text zu­sam­men blei­ben sie klein. Au­ßer­dem un­ter­stützt Sierra im Chat die Vor­schau von Web­sites oder Fil­men. Mit der Tap­back-funk­ti­on las­sen sich Bei­trä­ge aus­zeich­nen.

Un­ter Sierra un­ter­stüt­zen fast al­le Apps (im Bild Kar­ten), die meh­re­re Do­ku­ment­fens­ter öff­nen kön­nen, auch Tabs.

Ei­ne ein­heit­li­che, über icloud syn­chro­ni­sier­te Zwi­schen­ab­la­ge er­leich­tert den Aus­tausch von Da­ten zwi­schen Rech­nern mit Sierra, aber auch zwi­schen Macs und ios-ge­rä­ten.

Die Fest­plat­ten­über­sicht in „Über die­sen Mac“bie­tet in Sierra die Tas­te „Ver­wal­ten“an, um wei­te­re Funk­tio­nen auf­zu­ru­fen.

Die Ver­wal­tung des Fest­plat­ten­spei­chers ent­hält di­ver­se Funk­tio­nen, dar­un­ter das ver­zö­ger­te Lö­schen von im Pa­pier­korb lie­gen­den Da­tei­en.

Die Be­zahl­me­tho­de App­le Pay ist prak­tisch, aber lei­der noch nicht in Deutsch­land ver­füg­bar.

Auf den ers­ten Blick un­ter­schei­det sich der Sierra-desk­top kaum vom Vor­gän­ger. Schaut man ge­nau­er hin, fällt das Si­ri-icon im Dock und in der Me­nü­leis­te auf.

Mit Sierra kommt Si­ri auf den Mac, be­reits der In­stal­la­ti­ons­as­sis­tent kann es ak­ti­vie­ren.

Spä­ter lässt sich Si­ri in den Ein­stel­lun­gen anund aus­schal­ten oder der Kurz­be­fehl än­dern.

itu­nes und vor al­lem App­le Mu­sic zei­gen sich in der neu­en Ver­si­on auf­ge­räumt und vi­el­leicht so be­nut­zer­freund­lich wie noch nie.

Un­ter dem Ein­trag „An­den­ken“in der Sei­ten­leis­te fin­den Sie in Fo­tos au­to­ma­tisch zu­sam­men­ge­stell­te Bil­der­kol­lek­tio­nen.

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