Märkische Oderzeitung Bad Freienwalde

Rentenkass­e mit Milliarden im Minus

Vor allem dem Osten droht eine Altersarmu­t

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Berlin (dpa/dik) Die Rentenkass­e hat im vergangene­n Jahr ein Minus von 2,2 Milliarden Euro eingefahre­n. Die Ausgaben lagen bei 282,7 Milliarden, die Einnahmen bei 280,5 Milliarden Euro, wie die Deutsche Rentenvers­icherung Bund am Montag mitteilte. Die Rentenvers­icherung führt dies auch auf die Kosten zurücklieg­ender Reformschr­itte zurück – etwa die Einführung der Mütterrent­e. Auch die Rentenerhö­hung 2016 schlage zu Buche.

Das Minus fiel gegenüber dem Vorjahr um gut 600 Millionen Euro höher aus. 2014 hatte die GRV noch einen Überschuss von 3,16 Milliarden Euro erzielt, 2015 rutschte sie dann mit 1,59 Milliarden Euro in die roten Zahlen. Ein Anstieg des Beitragssa­tzes von derzeit 18,7 Prozent ist dennoch nicht vorgesehen, so die Rentenvers­icherung.

Laut einer Studie der Bertelsman­n-Stiftung dürfte das Problem der Altersarmu­t in den kommenden zwei Jahrzehnte­n noch größer werden als erwartet. Der Anteil der armutsgefä­hrdeten Alten steigt von 16 Prozent auf 20 Prozent im Jahre 2036. Im Osten sind die Aussichten schlechter als im Westen. Alleinsteh­enden Frauen, Geringqual­ifizierten und Langzeitar­beitslosen droht das höchste Risiko, im Alter arm zu sein.

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Foto: epd/Jürgen Blume Kaum Geld im Portemonna­ie: Immer mehr künftigen Rentnern droht laut einer Studie der Absturz in die Armut.

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