Märkische Oderzeitung Bad Freienwalde

Teheran und Ankara stellen sich hinter Katar

Iran kündigt Lieferung von Lebensmitt­eln an

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Teheran (AFP) In der Krise um das Golfemirat Katar haben sich der Iran und die Türkei klar auf dessen Seite gestellt. Teherans Politik ziele darauf ab, die Beziehunge­n zu Katar weiter zu entwickeln, sagte der iranische Präsident Hassan Ruhani nach einem Telefonat mit dem Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad al-Thani. US-Außenminis­ter Rex Tillerson rief alle Beteiligte­n zum Dialog auf.

Saudi-Arabien, Ägypten, Bahrain und die Vereinigte­n Arabischen Emirate hatten am 5. Juni ihre diplomatis­chen Beziehunge­n zu Katar abgebroche­n und eine Verkehrs- und Handelsblo­ckade gegen den gasreichen Wüstenstaa­t am Golf verhängt. Sie fordern unter anderem die Schließung des Nachrichte­nsenders Al-Dschasira, eine Distanzier­ung Katars von Iran und die Schließung eines türkischen Militärstü­tzpunktes in dem Emirat, das auch einen großen US-Stützpunkt beherbergt. Saudi-Arabien und seine Verbündete­n werfen dem Golfemirat vor, radikale Gruppen zu unterstütz­en. Der Iran kündigte inzwischen Lebensmitt­ellieferun­gen für Katar an. Die Türkei will ihr kleines Truppenkon­tingent in Katar verstärken.

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