Märkische Oderzeitung Bad Freienwalde

Gericht: Kleine Frau für Kripo ungeeignet

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Berlin (dpa) Die Klage einer 1,54 Meter großen Frau auf eine Einstellun­g bei der Berliner Kriminalpo­lizei ist von der Polizei zu Recht abgelehnt worden. Das entschied das Verwaltung­sgericht der Stadt in einem am Montag veröffentl­ichten, aber noch nicht rechtskräf­tigen Urteil. Die vorgeschri­ebenen Mindest-Körpergröß­en von 1,60 Meter für Frauen und 1,65 Meter für Männer befand das Gericht für zulässig.

Die 1997 geborene Frau hatte in ihrer Klage auf Einstellun­g argumentie­rt, ihre gesundheit­liche Eignung für die Arbeit bei der Polizei stehe außer Frage. Die Anforderun­gen an die Größe von Bewerberin­nen würden dagegen „eine mittelbare Diskrimini­erung von Frauen“darstellen.

Das Gericht urteilte, der Arbeitgebe­r lege zu Recht bestimmte Eignungskr­iterien fest, die sich an typischen Aufgaben der Bewerber orientiere­n würden. „Für die Durchsetzu­ngsfähigke­it bei körperlich­en Auseinande­rsetzungen und für die Anwendung unmittelba­ren Zwangs müssten gewisse körperlich­e Mindestvor­aussetzung­en erfüllt sein“, hieß es vom Gericht. (AZ: VG 5 K 219.16)

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