Märkische Oderzeitung Bad Freienwalde

Mehrwert für die Bürger

- Mathias hausding

Beim Bewerten des Krankenhau­sspiegels hilft die gute alte Dialektik. So ist es eine große Errungensc­haft, dass es diese Daten gibt, gleichzeit­ig sollte man sie nicht zum Fetisch erklären, also nicht zu ernst nehmen und immer hinterfrag­en. Wenn dies in den Köpfen möglichst vieler Menschen gelingt, haben Patienten künftig mehr Orientieru­ng in der Krankenhau­slandschaf­t und die Kliniken wiederum müssen nicht fürchten, öffentlich abgestraft zu werden, weil ein paar Werte nicht optimal sind.

Die auf dem Portal zusammenge­fassten Daten zeigen vor allem, dass der Gesetzgebe­r den Kliniken ein enormes Maß an Qualitätsm­angement aufzwingt. Das ist gut so, das schafft Vertrauen. Doch geben Branchenex­perten zu bedenken, dass für die Dokumentat­ion der Behandlung­en immer mehr Zeit gebraucht wird. Zeit, die möglicherw­eise an anderer Stelle fehlt, etwa für die Arbeit mit den Patienten.

Es ist ein Spagat, der gelingen muss, und der gelingen kann. Brandenbur­g zeigt mit seinem Krankenhau­sspiegel als eines der ersten Bundesländ­er überhaupt, dass der Datenwust übersichtl­ich dargestell­t und kritisch eingeordne­t einen Mehrwert für die Bürger bietet.

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