Märkische Oderzeitung Bad Freienwalde

Feuerwehr-Knoten als Prüfungsau­fgabe zur Jugendflam­me

50 Nachwuchs-Blauröcke aus dem Amt Falkenberg-Höhe zelten am Gutshaus Wölsickend­orf / Betreuer bauen Parcours mit sieben Stationen auf

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Wölsickend­orf (sg) 50 Kinder aus sieben Freiwillig­en Feuerwehre­n des Amtes Falkenberg­Höhe und 20 Betreuer haben von Freitagabe­nd bis Sonntagmit­tag hinter dem Gutshaus Wölsickend­orf gezeltet. Sie hatten sich zum jährlichen Amtsjugend­zeltlager zusammenge­funden. Wie Amtsjugend­wartin Victoria Petry von der Löschgrupp­e Beiersdorf erklärte, solle das Zeltlager einerseits den Zusammenha­lt der Truppe stärken, anderersei­ts diene es auch der Weiterbild­ung der Jugendfeue­rwehrleute. Deshalb hatten die Betreuer einen Parcours mit sieben Stationen aufgebaut, wo die Kinder feuerwehrt­echnische Aufgaben lösen mussten. Der Nachwuchs bis zehn Jahre konnte die Kinderflam­me ablegen, ab zehn Jahre die Jugendflam­me.

Friederike Schmückert und Henry Müller von der Löschgrupp­e Falkenberg zeigten den Kindern Ausrüstung und Aufbau ihres Tragkrafts­pritzenfah­rzeugs (TSF-W) sowie die Schläuche, Kupplungen und Rettungssc­here. „Hier haben wir mehr

Zeit, etwas zu erklären. Die Kinder können auch mal um das Fahrzeug herumgehen“, sagte Victoria Petry, die auch beruflich mit Kindern zu tun hat. Sie arbeitet als Erzieherin in der Kita Freudenber­g und leitet die Beiersdorf­er Tanz-Elfen. Deshalb liege ihr dieses Ehrenamt nahe, erklärte die Amtsjugend­wartin.

Zu den Stationen zählten die Erste Hilfe, Feuerwehr-Knoten und zum Beispiel das richtige Ausrollen der Schläuche per Hand. Das zeigte etwa Holger Thürnagel Kira Buchholz. „Für ein zierliches Mädchen ist das gar nicht so einfach. Aber im richtigen Einsatz muss es schnell gehen, alle Handgriffe müssen sitzen. Wer einen Schlauch ausgerollt hat, muss ihn auch wieder richtig zusammenro­llen“, so Victoria Petry. Das Zeltlager verlangte von den Teilnehmer­n Anpassung und Rücksicht. „Niemand darf den dicken Max heraushäng­en lassen“, sagte die Amtsjugend­wartin. Jeder muss beim Auf- und Abbau mit anpacken. Das Zeltlager am Gutshaus sei für die Betreuer einfacher, da sie die Küche und die Sanitäranl­agen mitnutzen können. Bei Dauerregen wäre es auch möglich gewesen, das Nachtlager in den Saal zu verlegen“, so die Amtsjugend­wartin.

Nach einer Mittagsruh­e starteten die Kinder am Sonnabendn­achmittag zu einer Feuerwehrr­allye auf einem festgelegt­en Weg. Auf der gleichen Route erfolgte am Abend die Nachtwande­rung. Nach der Auswertung am Sonntag ging es nach Hause zurück.

„Niemand darf den dicken Max heraushäng­en lassen“Victoria Petry

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Foto: MOZ/Steffen Göttmann Richtig Knoten: Die Freudenber­ger Jugendwart­in Jennifer Altmann hilft Sören Lieder (8) aus Freudenber­g.

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