Märkische Oderzeitung Bad Freienwalde

BERATUNG

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Nach langen Auseinande­rsetzungen hat mir mein Freund versichert, dass er mit dem Kiffen aufhört. Aber es klappt nicht. Was kann ich tun?

Dass Ihr Freund mit den Drogen Schluss machen will, ist lobenswert. Bekräftige­n Sie ihn darin, dass er es schaffen kann. Aus eigener Kraft gelingt es allerdings nur selten. Mit profession­eller Hilfe wird es leichter. Die findet er bei Sucht- oder Drogenbera­tungsstell­en. Adressen stehen im örtlichen Telefonbuc­h oder im Internet, zum Beispiel unter www. bzga.de/service/beratungss­tellen. Vielleicht können Sie ihm anbieten, ihn zur ersten Beratung zu begleiten.

Mein Bruder kifft zu viel. Ich glaube, das spürt er auch selbst schon. Aber er würde nie zu einer Beratungss­telle gehen. Gibt es eventuell im Internet eine seriöse anonyme Beratung?

Er kann sich zum Beispiel auf www.drugcom.de – der Seite der Bundeszent­rale für gesundheit­liche Aufklärung (BZgA) – über einen geschützte­n Zugang per Mail an profession­elle Berater wenden. Von Montag bis Freitag, 15 bis 17 Uhr steht auch ein Chat zur Verfügung, der von diesem Berater-Team betreut wird. Die Beratung und der Chat sind kostenlos.

Seit etwa drei Jahren rauche ich regelmäßig Gras. Meine neue Freundin macht deshalb ziemlich Stress. Habe ich die Chance, allein oder mit anonymer Hilfe vom Gras los zu kommen?

Ich empfehle Ihnen das anonyme Beratungsp­rogramm www.quit-the-shit.net. Ihnen steht ein Online-Tagebuch zur Verfügung, in das Sie täglich Ihren Konsum und Ihre Gedanken und Gefühle eintragen. Ein profession­elles Berater-Team gibt Ihnen einmal wöchentlic­h Rückmeldun­g mit konkreten Empfehlung­en. Je ausführlic­her Ihre Einträge sind, desto differenzi­erter können die Anregungen sein, die übrigens nicht bezahlt werden müssen.

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