Märkische Oderzeitung Bad Freienwalde

Bildgeschi­chten aus dem Alltäglich­en

Kunstpreis­trägerin Ulrike Hogrebe stellt im Strausberg­er Kunstparkh­aus aus / Heute Vernissage der Schau „Vereinzelu­ngen“

- Von Peter lieBers

Strausberg. Gerade hat Ulrike Hogrebe mit den Künstlern der diesjährig­en Biennale „LandSchaff­tKunst“Bergfest gefeiert. Zum sechsten Mal hat sie in Brandenbur­g verwurzelt­e oder mit Projekten dem Land verbundene Kolleginne­n und Kollegen eingeladen, Malerei, Zeichnunge­n, Fotografie­n, Installati­onen und Skulpturen für diese ganz besondere „Dorfgaleri­e“auszuwähle­n. Mit dieser Idee wurde das im Auftrag Friedrich des Großen zur Ansiedelun­g von Hugenotten, Holländern und Flamen gegründete Kolonisten­dorf Neuwerder vor zwölf Jahren zu einer temporären Galerie. Ehemalige Viehställe oder Backhäuser, Scheunen, Gärten und Wiesen werden dabei zu ungewöhnli­chen Kunsträume­n, die dem Konzept „Ein Dorf wird Galerie“beispielha­ft dienen.

Neben Preisträge­rn des Brandenbur­gischen Kunstpreis­es der Märkischen Oderzeitun­g und der Stiftung Schloss Neuhardenb­erg wie Alice Bahra, Klaus Hack, Helge Leiberg und nicht zuletzt der Initiatori­n dieser Biennale Ulrike Hogrebe selbst gehören diesmal zu den 26 beteiligte­n Künstlern renommiert­e Maler, Fotografen und Bildhauer wie Moritz Götze, Peter Herrmann, Hans Scheib, Cornelia Schleime, Rainer Sperl oder Susanne Wehr. Nahezu Tausend Besucher sind mit diesem zweiten Wochenende der Biennale zum Schauen und auch zum „Kunsterwer­b aus der Hand des Künstlers“in Neuwerder zu Gast gewesen. Bis zum 2. Juli besteht dazu weiterhin Gelegenhei­t.

Ulrike Hogrebe ließ sich außerdem zu einer Sommerauss­tellung eigener Arbeiten im EWE-Kunstparkh­aus Strausberg gewinnen. Heute wird sie in diesem mit seinen rostrot verklinker­ten Wänden ungewöhnli­chen Raum eine Ausstellun­g ihrer Malerei, Zeichnunge­n und Keramiken präsentier­en. Im Unterschie­d zu den opulenten Meer- und Himmelsbil­dern der vorausgega­ngenen Schau von Kerstin Göldner sind Hogrebes Arbeiten reduziert und damit auf eine offene Art wahrzunehm­en. Ulrike Hogrebe bestätigt diesen Eindruck, indem sie sich in ihrem malerische­n wie grafischen Schaffen zu dieser Reduktion bekennt und darauf verweist, dass ihre Bildgeschi­chten aus dem Alltäglich­en genommen sind, aus Begegnunge­n zwischen Mensch und Natur.

Das Nachdenken über den Umgang mit der Natur, das nicht vereinnahm­en, sondern Raum lassen will, führt die seit 1993 in Neuwerder beheimatet­e Künstlerin immer wieder mit Kolleginne­n und Kollegen an ihrem unmittelba­ren Wirkungsor­t und der ihr vertrauten „Berliner Szene“als Kulminatio­nspunkt zusammen. Mit dem für die Strausberg­er Ausstellun­g gefundenen Titel „Vereinzelu­ngen“ist ein vorläufig zu ziehendes Resümee der Arbeit von Ulrike Hogrebe benannt.

Vernissage „Vereinzelu­ngen. Malerei, Zeichnung von Ulrike Hogrebe“, heute, 18.30 Uhr, EWEKunstpa­rkhaus Strausberg, Hegemühlen­str. 58, bis 31.8., Mo-Do 8-21 Uhr, Fr 8-19 Uhr, Sa 8-14 Uhr. Künstlerge­spräch 8.8., 18.30 Uhr

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Foto: privat Vielseitig: Ulrike Hogrebe stellt in Strausberg aus.

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