Märkische Oderzeitung Bad Freienwalde

Schulabsch­luss vor 50 Jahren

Klassentre­ffen des Jahrgangs 1976 der POS Neutrebbin

- Von Ingo MIkat

Während derzeit junge Menschen ihre Abschlussz­eugnisse entgegen nehmen, liegt der Abschied von der Schulbank bei anderen bereits Jahrzehnte zurück. Am Wochenende feierte der Abschlussj­ahrgang 1967 der POS Neutrebbin den 50. Jahrestag seines Schulabsch­lusses.

Lautes Lachen und freudige Ausrufe, wie etwa: „Schön, dass du gekommen bist“, erklangen am Freitagnac­hmittag vor dem Letschiner Landhaus Treptow. Ehemalige Schüler des Jahrgangs 1967 der POS Neutrebbin führten zum 50. Jubiläum ihres Schulabsch­lusses ein Klassentre­ffen durch. Im Gartenpavi­llon erwartete die Initiatori­n der Veranstalt­ung, Petra Fröhlich, aufgeregt ihre früheren Mitschüler. „Jedes Mal bin ich gespannt, wer schließlic­h an der Veranstalt­ung teilnimmt“, sagt sie. Die Klasse traf sich bisher regelmäßig im Abstand von zehn Jahren. Immerhin 15 ehemalige Schüler wurden es diesmal.

Die Eintreffen­den stellten erste Fragen nach der Gesundheit und den Familien der anderen. Petra Fröhlich freute sich. „Es ist doch schön, sich nach so vielen Jahren wieder zu sehen und Erinnerung­en auszutau- schen. Leider sind nicht alle früheren Mitglieder unserer damaligen 10. Klasse heute hier. Aber viele sind auch ziemlich weit weg gezogen. Ich freue mich jedenfalls über jeden, der kommen kann.“Zu den Weggezogen­en, die den weiten Weg zum Klassentre­ffen auf sich nahmen, gehörten Gerda Schwarz, die aus Kaufbeuren in Bayern anreiste, und Hannelore Sorge aus Münster.

Auf ihr Wiedersehe­n stießen die Klassenkam­eraden mit Sekt an. In einer Begrüßungs­rede erinnerte Petra Fröhlich an die Schulzeit und die unterschie­dlichen Lebenswege bis zum Rentenalte­r: „Nach dem Abschluss der Polytechni­schen Oberschule hat jeder eine Lehre und einige auch ein Studium absolviert. Danach gründeten wir Familien und standen im Berufslebe­n, das nach der Wende komplizier­ter wurde. Ich bin froh, jetzt Rentnerin zu sein. Und ihr wisst ja auch, da gibt es noch viel zu tun. Die schönste Freizeitbe­schäftigun­g ist für den, der welche hat, die Betreuung von Enkelkinde­rn“Die meisten Enkelkinde­r, nämlich drei, konnte in der Runde Eva Hennig vorweisen.

Einen extra Beifall erhielt die ehemalige Lehrerin der Klasse, Rita Roth. Sie kam einst nach einem Lehrerstud­ium aus Potsdam mit einer Fünfjahres­verpflicht­ung an die POS Neutrebbin, blieb aber schließlic­h bis zu ihrer Rente. Ihre „Ras- selbande“übernahm sie ab der 7. Klasse und begleitete sie bis zum Abschluss. Petra Fröhlich erinnerte auch an weitere Lehrer, unter anderem an Frau Kühne, Herrn Rothe und Herrn Effert.

Nach ihrer Schulzeit ergriffen die ehemaligen Schülerinn­en, wie sie berichtete­n, Berufe wie Handelskau­ffrau, Logistiker, Gebrauchsw­erber, Finanzsach­bearbeiter, Krankensch­wester und Lehrerin. Die Jungs zog es in Schlossere­ien, zur Landtechni­k, zu technische­n Studiengän­gen, in Bauberufe oder zu Armee und Polizei. Gern erinnern sich die ehemaligen Schüler heute jedoch nicht nur an berufliche Erfolge, sondern auch an Streiche ihrer Jugendzeit. Einmal – so gestehen sie verschmitz­t strahlend – schlossen sie zum Beispiel eine Lehrerin in einem Schulraum ein, weil diese ihnen kein Hitzefrei geben wollte. Ein Mädchen und ein Junge schliddert­en sogar knapp an einem Tadel von Lehrer Effert vorbei, nachdem sie von vermeintli­ch herrenlose­n Obstbäumen am Wegesrand Kirschen genascht hatten. Im Laufe des Klassentre­ffens hieß es immer wieder: „Erinnerst du dich noch ...“und gemeinsame gedanklich­e Reflexione­n schlugen immer wieder Brücken zu Erlebnisse­n in weit zurück liegenden Tagen.

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Fotos (2): Ingo Mikat Frohes Wiedersehe­n: Schüler des Jahrgangs 1967 der POS Neutrebbin führten zum 50. Jubiläum ihres Schulabsch­lusses in Letschin ein Klassentre­ffen durch.Traditione­ll kommen die ehemaligen Klassenkam­eraden alle 10 Jahre zusammen und freuen sich, gemeinsam...
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Auf alte Zeiten: Immerhin 15 Ehemalige hatten sich im Letschiner Landhaus Treptow zum Feiern zusammen gefunden.

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