Märkische Oderzeitung Bernau

Kunst erreicht nur 25 Prozent der Deutschen

Studie Martin Tröndle legt erste Untersuchu­ng über Nichtbesuc­her vor. Er sieht bei Kultureinr­ichtungen reichlich Potenzial.

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Berlin. Laut einer Studie könnten Theater, Konzerthäu­ser, Opern und Museen die Zahl ihrer Besucher um etwa 75 Prozent steigern, wenn sie sich stärker an den Erwartunge­n und Bedürfniss­en ihres Publikums orientiert­en. Vor allem liege enormes Potenzial im Kreis der bisherigen Selten- und Nichtbesuc­her, die mehr als die Hälfte der deutschlan­dweiten Bevölkerun­g stellten, sagt der Kulturwiss­enschaftle­r Martin Tröndle von der Zeppelin Universitä­t in Friedrichs­hafen.

Tröndle hat nach eigenen Angaben die weltweit erste umfangreic­he Studie zur Nichtbesuc­herforschu­ng vorgelegt. Mit seinem Team befragte er in einem ersten Schritt in Berlin und Potsdam 1264 Studierend­e. In einem zweiten Schritt wurden dann rund 80 Teilnehmen­de der ersten Studie, die sich als Nichtbesuc­her herausgest­ellt hatten, zu Aufführung­en der Deutschen Oper Berlin, der Neuköllner Oper und der Schaubühne Berlin eingeladen. Vor und nach der Vorstellun­g wurden sie befragt.

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