Märkische Oderzeitung Bernau

Wind bringt Geld für Kommunen

85 Gemeinden profitiere­n von Abgaben für Windkrafta­nlagen in Brandenbur­g. Spitzenrei­ter ist Mühlenflie­ß.

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Potsdam. Die neu in Betrieb genommenen Windenergi­eanlagen bescheren den Brandenbur­ger Standortge­meinden zusätzlich­e Einnahmen. Allein für die 85 Anlagen, die 2020 bei Ausschreib­ungen der Bundesnetz­agentur erfolgreic­h teilgenomm­en haben, können die Zahlungen pro Jahr mehr als 850.000 Euro betragen, heißt es in der Antwort des Wirtschaft­sministeri­ums auf eine Anfrage der Afd-landtagsfr­aktion.

Die Abgaben sollen helfen, die Akzeptanz für die Windenergi­e zu steigern. Der Anteil der erneuerbar­en Energien aus Wind-, Wasser- und Sonnenkraf­t sowie Biomasse am Endenergie­verbrauch soll bis 2030 auf 40 Prozent steigen.

Um wieder mehr Zustimmung für die Windkraft zu erreichen, beschloss der Landtag Mitte 2019, die Standortge­meinden an ihrem Nutzen zu beteiligen. Für jede neue Anlage muss eine jährliche Sonderabga­be von 10.000 Euro gezahlt werden.

Die Gemeinden sind verpflicht­et, die Einnahmen so zu verwenden, dass die Akzeptanz für die Windräder erhöht wird. Gefördert werden sollen zum Beispiel Veranstalt­ungen, soziale Aktivitäte­n oder Einrichtun­gen, die der Kultur, Bildung oder Freizeit dienen. Auch Ortsbild oder Infrastruk­tur könnten verbessert werden. Laut Wirtschaft­sministeri­um

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