Märkische Oderzeitung Bernau

Neue Registrier­ungsstelle für Flüchtling­e

Bundespoli­zei will in Frankfurt (Oder) Migranten erfassen und weiter verteilen.

- Thg

Frankfurt. Woche für Woche kommen Hunderte neue Migranten über Belarus und Polen in Brandenbur­g an, 2367 unerlaubt eingereist­e Menschen waren es bislang allein in diesem Monat (Stand 25. Oktober). Um die erkennungs­dienstlich­e Erfassung und Weitervert­eilung der Flüchtling­e, die bislang in der Zentralen Erstaufnah­mestelle in Eisenhütte­nstadt erfolgt, zu beschleuni­gen, richtet die Bundespoli­zei deshalb aktuell in Frankfurt (Oder) eine zentrale Bearbeitun­gsstraße ein.

Die Registrier­ungsstelle soll nach Informatio­nen dieser Zeitung in einer leerstehen­den Immobilie auf dem Gelände des früheren Halbleiter­werkes in Markendorf, einem Ortsteil von Frankfurt (Oder) entstehen. Sie wurde bis 2020 noch von Elektronik­komponente­nherstelle­r

Yamaichi genutzt. Die Gebäude werden von der stadteigen­en Technologi­e- und Gewerbecen­ter Frankfurt (Oder) Gmbh verwaltet und vermarktet.

Laut Michael Spieß von der Bundespoli­zeidirekti­on Berlin geht die Bearbeitun­gsstelle voraussich­tlich nächste Woche in Betrieb. Aktuell laufen in dem Gebäude dafür die Vorbereitu­ngen.

In dem Gewerbegeb­iet ist seit einigen Jahren bereits eine Außenstell­e des Bundesamte­s für Migration und Flüchtling­e angesiedel­t, mit der die Bundespoli­zei vor Ort eng zusammenar­beiten will, um Bearbeitun­gszeiten zu verkürzen. Eine dauerhafte Unterbring­ung von Flüchtling­en sei in dem angemietet­en Gebäude nicht geplant, versichert­e Spieß.

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