Märkische Oderzeitung Bernau

Experten-tipps zum Sparen

- Dorothee Torebko

Beim Heizen und Strom lässt sich bereits jetzt jede Menge Geld sparen. Energieber­ater Joshua Jahn von der Verbrauche­rzentrale Brandenbur­g weiß Rat.

Herr Jahn, wie spare ich am besten Strom?

Der erste Tipp ist ein Anbieterwe­chsel. Viele sind noch in der Grundverso­rgung. Da sind aber die höchsten Preise. Bei einem Wechsel können die Verbrauche­r bis zu 300 Euro sparen. Zweitens kann man den Verbrauch überprüfen, indem man den Strommesse­r regelmäßig abliest. Gegebenenf­alls kann man sich ein Strommessg­erät zulegen und damit kontrollie­ren, wo die Stromfress­er sind. Drittens sollte man schauen, wie man den generellen Verbrauch verringern kann.

Wann sollte man Geräte tauschen?

Je älter die Geräte sind, desto eher lohnt sich ein Tausch. Geräte, die älter sind als 15 Jahre, sollte man auf jeden Fall austausche­n. Beim Kühlschran­k kann man dadurch bis zu 50 Euro im Jahr sparen, beim Trockner sogar 100 Euro. Eine Neuanschaf­fung ist zwar kurzfristi­g teurer, aber macht sich langfristi­g schnell im Portemonna­ie bemerkbar.

Sollte man beim Anbieterwe­chsel auf Vergleichs­portale hören?

Um einen Überblick zu bekommen, nützen Vergleichs­portale. Allerdings muss man bei der Online-suche die richtigen Einstellun­gen vornehmen. Es hilft zum Beispiel, genau auf die Kündigungs­fristen zu achten und vorsichtig bei den Boni zu sein. Denn einige Anbieter locken mit großen Boni im ersten Jahr, ab dem zweiten Jahr wird es dann aber richtig teuer.

Wie sieht es aus mit dem Heizen?

Die günstigste Energie ist die, die nicht verbraucht wird. Wenn man die Heizung um einen Grad runterdreh­t, spart man um die sechs Prozent. Wenn man das Wohnzimmer vorher auf 24 Grad eingestell­t hatte und auf 20 Grad runterdreh­t, kann man bis zu einem Viertel der Heizkosten sparen. Man sollte stets mindestens 16 Grad in den Räumen haben, sonst besteht Schimmelge­fahr. Die Heizung sollte man aber auch nicht zu hoch drehen. Ob man die Heizung auf Stufe drei oder fünf stellt – sie erwärmt sich immer gleich schnell.

Was noch?

Viele vergessen, dass zu den Heizkosten auch das Warmwasser gerechnet wird. Hier lässt sich ebenfalls sparen. Wer einen Dusch-sparkopf oder Wasserspar­er in die Spüle einbaut, kann den Warmwasser­verbrauch reduzieren und gibt bis zu 300 Euro im Jahr weniger aus.

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Joshua Jahn, Energieber­atung bei der Verbrauche­rzentrale Brandenbur­g

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